07. Dezember 2022 / 06:16 Uhr

Steinwürfe und brennende Container in Brüssel: Erneute Ausschreitungen nach WM-Sensation von Marokko

Steinwürfe und brennende Container in Brüssel: Erneute Ausschreitungen nach WM-Sensation von Marokko

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In der belgischen Hauptstadt Brüssel ist es nach dem Marokko-Sieg erneut zu Ausschreitungen gekommen.
In der belgischen Hauptstadt Brüssel ist es nach dem Marokko-Sieg erneut zu Ausschreitungen gekommen. © IMAGO/Belga (Montage)
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In der belgischen Hauptstadt Brüssel ist es nach dem sensationellen Erfolg der marokkanischen Nationalmannschaft gegen Spanien erneut zu Ausschreitungen gekommen. Entsprechende Feierlichkeiten seien nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga außer Kontrolle geraten.

Nach dem Viertelfinal-Einzug Marokkos bei der Weltmeisterschaft sind in der belgischen Hauptstadt Brüssel erneut Feierlichkeiten außer Kontrolle geraten. Einige Feiernde hätten am Dienstagabend Steine geworfen und einen Container angezündet, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Die Polizei setzte demnach unter anderem Tränengas ein und nahm mehrere Menschen fest. Details waren zunächst nicht bekannt.

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In der niederländischen Stadt Rotterdam ist es in der Innenstadt bei ausgearteten Feiern zudem zu 35 Festnahmen gekommen. Es seien Feuerwerkskörper geworfen worden, außerdem hätten sich mehrere Personen beleidigend geäußert und nicht ausweisen können, teilte die Polizei am Dienstagabend mit. Teils räumte die Bereitschaftspolizei Plätze. Unter anderem am Hauptbahnhof und auf einer zentralen Straße wurden schwere Böller gezündet und in Richtung von Menschen geworfen. Ein Polizist erlitt einen Gehörschaden. Außerdem kam es zu Verkehrsbehinderungen.

In Amsterdam kam es nach Polizeiangaben zu zehn Festnahmen, weitere wurden nicht ausgeschlossen. Die Fußballfeiern seien zu Krawallen mit Sachbeschädigungen, schweren Böllern und Gewalt gegen Rettungskräfte entartet. Erneut habe eine kleine Gruppe Randalierer das Vergnügen glücklicher Fußballfans verdorben, kritisierte die Polizei. In Den Haag kam es demnach ebenfalls zu zehn Festnahmen. Auch dort seien Feuerwerkskörper geworfen worden und Bereitschaftspolizisten ausgerückt.

Bereits Ende November war es nach einem Sieg der Nordafrikaner gegen Belgien zu Ausschreitungen durch Marokko-Anhänger in Brüssel gekommen. Rund 100 Polizisten mit Wasserwerfern mussten gegen Fans vorgehen, die Stadtmobiliar zerstörten und die Beamten mit Gegenständen bewarfen, hieß es.

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Marokko hatte sich am Dienstag mit einem 3:0 im Elfmeterschießen gegen Spanien den Einzug ins Viertelfinale der WM gesichert. Dort trifft das Team um Elfmeter-Held Bono am kommenden Samstag auf Portugal (16 Uhr), das sich in der Runde der letzten 16 mit 6:1 gegen die Schweiz durchgesetzt hatte.

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