27. August 2021 / 12:57 Uhr

Martin Brandt: "Die Schuld dafür lassen wir uns nicht anhängen."

Martin Brandt: "Die Schuld dafür lassen wir uns nicht anhängen."

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Auf dem Duderstädter Kunstrasen haben sich Kreisklassenteams aus der Region auf die Rückrunde vorbereitet.
Symbolbild © Archiv
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Beim VfR Evesen wird es keinen Kunstrasenplatz geben - Stand jetzt! Die Diskussionen darum gehen aber weiter. Nun hat sich Martin Brandt der Präsident des VfL Bückeburg eingeschaltet.

Martin Brandt ist genervt. Der Präsident des VfL Bückeburg widerspricht der wiederkehrenden Interpretation, dass er und der VfL Bückeburg es waren, die den Bau eines Kunstrasensportplatzes beim VfR Evesen verhinderten. Er widerspricht den öffentlichen Aussagen des Nachbarvereins und politischer Vertreter sogar heftig. „Es werden da ganz bewusst Behauptungen in die Welt gesetzt, die definitiv falsch sind“, sagt Brandt.

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Nicht am VfL Bückeburg sei das Kunstrasenprojekt in der politischen Willensbildung gescheitert, sondern am VfR Evesen, der bei der Wirtschaftlichkeit in einem von ihm in Auftrag gegebenen Gutachten beim Platzpflegeaufwand mit zweifelhaften Zahlen operiert habe. Dass das Scheitern jetzt ihm angelastet werden solle, sei unrichtig und werde durch ständige Wiederholungen nicht wahrer. Einen Kunstrasen in Bückeburg mit Nutzung aller Vereine an einem zentralen Ort habe er schon vor Jahren vorgeschlagen. „Das wurde zurückgewiesen, und zwar vom VfR Evesen“, sagt er. Man werde ein eigenes Projekt im Eveser Sportzentrum initiieren, hieß es damals von Seiten des VfR, erinnert sich Brandt.

Rinteln als positives Beispiel

Wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Sportvereinen aussehe, könne man derzeit in Rinteln beobachten, wo ein gemeinsamer Kunstrasenplatz entsteht, der allen nützt. Dazu müsse man allerdings sein isoliertes Vereins- und Ortsteildenken überwinden, wie man es in Rinteln schaffte, was jetzt in einer gesamtwirtschaftlich guten Lösung mündet. „Es war der VfR Evesen, der ein entsprechendes gemeinsames Kunstrasenprojekt ablehnte“, sagt Brandt.

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Dem VfL Bückeburg sei es völlig egal, welche Sanierungsform für den B-Platz in Evesen gewählt werden. Damit habe sein Verein nichts zu schaffen, da habe man sich von Vereinsseite auch in keiner Form in die sachliche Entscheidungsfindung eingemischt. „Der VfR Evesen ist mit seinem Projekt in der Politik gescheitert, die Schuld dafür lassen wir uns nicht anhängen“, erklärt Martin Brandt.