10. Juli 2020 / 23:03 Uhr

Martin Harnik selbstkritisch nach HSV-Zeit: "Fühle mich als gescheitert" - Kein Transfer zum VfB Lübeck

Martin Harnik selbstkritisch nach HSV-Zeit: "Fühle mich als gescheitert" - Kein Transfer zum VfB Lübeck

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Martin Harnik wird nicht zum VfB Lübeck wechseln.
Martin Harnik wird nicht zum VfB Lübeck wechseln. © Witters/Witters/Pool via Eibner-Pressefoto
Anzeige

Martin Harnik kehrt nach einjähriger HSV-Leihe in diesem Sommer zu Stamm-Klub Werder Bremen zurück - das ist zumindest der Plan. Im Interview mit der "Bild" hat sich der Ex-Nationalspieler Österreichs selbstkritisch zur Saison in Hamburg geäußert - und zudem einen Wechsel zum Drittligisten VfB Lübeck ausgeschlossen.

Anzeige
Anzeige

Für Martin Harnik war die abgelaufene Saison eine Spielzeit zum Vergessen: 23 Mal wurde der Stürmer bei Leih-Klub Hamburger SV eingesetzt, nur drei Treffer steuerte er in dieser Zeit bei. Harnik verpasste mit dem HSV am Saisonende als Tabellen-Vierter zudem den Aufstieg. "So richtig verkraftet habe ich es noch lange nicht. Es war total unnötig", sagte der Angreifer nun der Bild. "Und da fange ich bei mir selbst an. Am Ende, gerade nach Corona, hat dann auch unsere Qualität nicht gereicht." Der Nicht-Aufstieg bedeutete für Harnik, dass die Kaufpflicht der Hamburger nach der Leihe nicht greift - und der Österreicher zu Stamm-Klub Werder Bremen zurückkehren muss.

Mehr vom SPORTBUZZER

Beim HSV-Rivalen besitzt Harnik noch einen Vertrag für die kommende Saison. Gespräche mit den Bremer Verantwortlichen über seine Rückkehr habe es noch nicht gegeben: "Ich habe da jetzt noch ein Jahr Vertrag und gehe davon aus, dass Werder sich erst einmal sortiert", sagte der Angreifer. "Ich warte auf Informationen aus Bremen. Seien es Vertrags-Gespräche oder der Vorbereitungsplan. Ich bin gespannt, lasse alles auf mich zukommen und gehe erst einmal davon aus, dass ich im August in Bremen aufschlage."

Harnik über Lübeck-Gerüchte: "Wie soll das funktionieren?"

Fest steht jedenfalls, dass sich Harnik nicht dem Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck anschließen wird: Gegenüber den Lübecker Nachrichten bestätigte dies am Freitag Vorstandssprecher Thomas Schikorra. "Es gibt keine Verhandlungen, es gibt keinen Transfer - basta", sagte er. Zuvor hatten Trainer Rolf Landerl und Sportdirektor Rocco Leeser Kontakte zu Martin Harnik bestätigt. Auch Harnik selbst zeigte sich im Interview nun ob der Transfer-Gerüchte genervt. "Wenn man weiß, dass ich noch ein Jahr Vertrag bei Werder habe, dann ist das doch nicht realistisch. Wie soll das funktionieren? Ich bin froh, dass ich noch auf dem Niveau wie jetzt spielen kann und darf", stellte Harnik klar.

50 ehemalige Spieler des Hamburger SV – und was aus ihnen wurde

Stig Töfting, Ruud van Nistelrooy, Anthony Yeboah und Rafael van der Vaart – vier absolute HSV-Legenden. Doch was machen sie heute? Wir haben die Wege von 50 ehemaligen Spielern des Hamburger SV weiterverfolgt – zum Durchklicken: DAS machen die Ex-Stars heute. Zur Galerie
Stig Töfting, Ruud van Nistelrooy, Anthony Yeboah und Rafael van der Vaart – vier absolute HSV-Legenden. Doch was machen sie heute? Wir haben die Wege von 50 ehemaligen Spielern des Hamburger SV weiterverfolgt – zum Durchklicken: DAS machen die Ex-Stars heute. ©

Der Stürmer selbst muss die schwache HSV-Saison nun erst einmal im Urlaub verkraften: "Ich konnte nicht die Qualität auf dem Platz zeigen, die ich selbst erwartet habe und die von mir erwartet wurde. Ich habe es immer mal wieder aufblitzen lassen", so der Ex-Nationalspieler selbstkritisch. "Aber es war eben zu selten. Ich wollte mit dem HSV aufsteigen, jetzt fühle ich mich als gescheitert."