09. Juni 2022 / 13:33 Uhr

Nach Bericht über dubiose Verbindungen: Hinteregger reagiert und bricht Geschäftsbeziehungen ab

Nach Bericht über dubiose Verbindungen: Hinteregger reagiert und bricht Geschäftsbeziehungen ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Abwehrspieler Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt hat auf einen Bericht um vermeintlich dubiose Geschäftsbeziehungen reagiert.
Abwehrspieler Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt hat auf einen Bericht um vermeintlich dubiose Geschäftsbeziehungen reagiert. © IMAGO/Eibner
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Ein Bericht um Verbindungen von Eintracht-Frankfurt-Profi Martin Hinteregger zu einem als rechtsextrem geltenden Geschäftspartner sorgt am Donnerstag für Wirbel. Hinteregger hat mit einer Stellungnahme bei Instagram darauf reagiert und bricht die Geschäftsbeziehungen ab.

Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt hat am Donnerstag auf einen Bericht des österreichischen Journalisten Michael Bonvalot reagiert, in dem es im Zuge der Organisation eines von Hinteregger mit initiierten Fußballevents um mögliche Verbindungen zu dem als rechtsextrem geltenden Heinrich Sickl geht. "Es ist unglaublich, dass ein Unbekannter solche Dinge über mich behaupten kann", schrieb Hinteregger bei Instagram und ergänzte: "Ich habe keine Kenntnisse über vergangene oder zukünftige Aktivitäten seitens der Familie Sickl, ich möchte lediglich ein Fußballturnier stattfinden lassen, und mehr nicht." Die Familie stammt wie Hinteregger aus dem österreichischen Ort Sirnitz.

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Gleichwohl zog der österreichische Nationalspieler Konsequenzen: "Jegliche Geschäftsbeziehung zur Familie Sickl wird aufgrund des aktuellen Wissensstandes mit sofortiger Wirkung abgebrochen, und die Veranstaltung 'Hinti-Cup' wird alternativ geprüft, um eine weitere Vorgehensweise zu klären." Heinrich Sickls Mutter Elisabeth war früher FPÖ-Bundesministerin, auch Heinrich Sickl hatte in der Vergangenheit mindestens ein politisches Amt für die FPÖ inne - das eines Gemeinderates.

Zum Hintergrund: Bonvalot stellt in seinem ausführlichen Blog-Eintrag dar, dass Hinteregger als Gesellschafter unter anderem mit Sickl, der als gut vernetzt im deutschsprachigen rechtsextremen Milieu gilt, ein Fußballevent ins Leben gerufen hat. Dieses sollte Mitte Juni aus dem Turnier "Hinti-Cup" und dem Musik-Festival "Festi:Ball" bestehen. Gedacht war die Veranstaltung auch als Dank an Hintereggers Fans. Es sollte am Schloss Albeck, das der Familie Sickl gehöre, stattfinden. Hinteregger schrieb dazu: "Dass sich das Schloss Albeck, das Anwesen und die Umgebung bestens dafür eignen, ist naheliegend. In den letzten 35 Jahren gab es im Schloss Albeck unzählige Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen von nationalen und internationalen Künstlern, wie Otto Schenk, Bluatschink, Franziska Pietsch und vielen weiteren mehr." Im Rahmenprogramm von Hintereggers Event sollten unter anderem DJ Ötzi und der Frankfurter Rapper Vega auftreten.

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Dass er selbst Verbindungen ins politisch rechte Lager habe, wies Hinteregger deutlich zurück. "Ich habe durch meine Zeit im Profifußball und auch privat Freunde auf der ganzen Welt, und weise Anschuldigungen, dass ich rechts orientiert bin, klar ab, und setze mich weiter gegen jegliche Art der Diskriminierung ein!", schrieb er.