24. Juni 2022 / 08:36 Uhr

Eintracht-Profi Hinteregger über plötzliches Karriereende: "Da haben die ersten Gedanken angefangen"

Eintracht-Profi Hinteregger über plötzliches Karriereende: "Da haben die ersten Gedanken angefangen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Abwehrspieler Martin Hinteregger  von Eintracht Frankfurt verkündete am Donnerstag überraschend sein Karriereende.
Abwehrspieler Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt verkündete am Donnerstag überraschend sein Karriereende. © IMAGO/Revierfoto
Anzeige

Nach seinem überraschenden Abschied vom Profi-Fußball hat sich Martin Hinteregger noch einmal zu den Gründen für seinen Entschluss geäußert. Der 29-Jährige berichtet, wie der Gedanke in ihm reifte und wie sehr er Eintracht Frankfurt verbunden bleiben will.

Martin Hinteregger hat sich noch einmal zu seinem Abschied vom Profi-Fußball geäußert und den Rücktritt auch mit privaten Aspekten begründet. "Die Gründe sind gereift im Herbst, als ich einige Spiele nicht gespielt habe. Da bin ich morgens aufgestanden und habe gespürt, wie schön das Leben ist, wenn du keinen Druck hast. Da haben die ersten Gedanken angefangen", sagte der 29-Jährige, der den bis 2024 gültigen Vertrag bei Eintracht Frankfurt ausgesetzt hat.

Anzeige

Gefestigt habe sich dieser Entschluss in der Nacht von Barcelona, als die Hessen mit 3:2 im Camp Nou siegten. "In Barcelona, wo wir den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert haben, bin ich in den Bus eingestiegen und habe mir gedacht: jetzt ist der Zeitpunkt, wo wir den Sieg holen und dann ist es Zeit, ein neues Leben zu beginnen", sagte Hinteregger in dem von der Eintracht veröffentlichten Video-Interview. Gut einen Monat später wurden die Hessen in Sevilla Europa-League-Sieger.

Der österreichische Nationalspieler kündigte an, auch künftig zu Auswärtsspielen des Vereins aus der Mainmetropole zu reisen. "Es war mit die geilste Zeit meines Lebens", bilanzierte er. Obwohl er eigentlich das beste Jahr seiner Karriere erlebt hat, sei er am Ende privat nicht mehr so glücklich gewesen, schilderte Hinteregger.

Anzeige

Auch zur Zusammenarbeit mit FPÖ-Gemeinderat Heinrich Sickl äußerte sich Hinteregger noch einmal. "Ich habe das total unterschätzt. In der Hinsicht muss ich mich in aller Form entschuldigen. Jeder weiß genau, wie ich bin und wie ich ticke und dass ich mit dem Scheiß überhaupt nix zu tun habe", sagte der Österreicher. Sickl hatte in Graz Räumlichkeiten an die rechtsextreme Identitäre Bewegung vermietet, wie ein Journalist offenlegte. Hinteregger beendete die Geschäftsbeziehung und grenzte sich deutlich nach rechts ab.