28. Juli 2022 / 06:55 Uhr

Nach Kind-Absetzung: Klub-Legende Schatzschneider befürchtet "das Ende des Profifußballs von Hannover 96"

Nach Kind-Absetzung: Klub-Legende Schatzschneider befürchtet "das Ende des Profifußballs von Hannover 96"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dieter Schatzschneider (r.) sieht die Absetzung von Martin Kind als Geschäftsführer der Profifußball-Gesellschaft von Hannover 96 kritisch. 
Dieter Schatzschneider (r.) sieht die Absetzung von Martin Kind als Geschäftsführer der Profifußball-Gesellschaft von Hannover 96 kritisch.  © IMAGO/localpic/Joachim Sielski (Montage)
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Hannover 96 sorgte mit der Absetzung von Martin Kind als Geschäftsführer der Profifußball-Gesellschaft für eine Paukenschlag. Die Entscheidung erntete im Umfeld des Zweitligisten auch viel Kritik. Rekordtorschütze Dieter Schatzschneider prophezeit schwere Zeiten, Ex-Trainer Peter Neururer nennt die Entscheidung eine "Katastrophe".

Vereinslegende Dieter Schatzschneider hat die Absetzung von Martin Kind als Geschäftsführer der Profifußball-Gesellschaft von Hannover 96 massiv kritisiert. "Wenn dieser Vorstand jetzt die Profis übernimmt, ist das das Ende des Profifußballs von Hannover 96", sagte der Rekordtorschütze des Zweitliga-Klubs im Gespräch mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, die wie der SPORTBUZZER dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) angehört. Der 64-Jährige ist ein enger Vertrauter von Martin Kind und als Talentscout auch bei der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA angestellt. "Ich bin sauer, weil immer nur draufgehauen wird auf Martin Kind, gerade vom Vorstand des Gesamtvereins", sagte Schatzschneider.

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Der Vorstand des Muttervereins Hannover 96 e.V. hat den langjährigen Klubboss Kind am Mittwochabend überraschend als Geschäftsführer der Management GmbH und damit auch als Verantwortlichen für den Profifußball-Bereich abberufen. Der 78 Jahre alte Hörgeräte-Unternehmer ist zwar weiterhin Mehrheitsgesellschafter der Profi-Gesellschaft. Dank der sogenannten 50+1-Regel, die nur im deutschen Fußball den Einfluss externer Investoren begrenzt, darf aber allein der Stammverein die Geschäftsführung berufen.

"Ich habe mich noch vor zwei Wochen mit Martin Kind getroffen. Ohne ihn wäre 96 längst von der Fußball-Landkarte verschwunden", sagte der frühere Hannover-Trainer Peter Neururer der HAZ. "Hoffentlich wissen die handelnden Personen genau, was sie da gerade machen und wen sie da in Zukunft ersetzen müssen. Für die nahe Zukunft der Zweitliga-Mannschaft ist diese Entscheidung eine Katastrophe."

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