18. Mai 2019 / 11:11 Uhr

Martin Kind hofft auf größere Identifikation bei 96: Kommt das Hannover-Modell?

Martin Kind hofft auf größere Identifikation bei 96: Kommt das Hannover-Modell?

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Steven Cherundolo (im Bild) und Altin Lala sind bei Hannover 96 im Gespräch.
Steven Cherundolo (im Bild) und Altin Lala sind bei Hannover 96 im Gespräch. © imago images/Joachim Sielski
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Bis Mittwoch möchte sich 96-Profiboss Martin Kind noch Zeit lassen, bis er eine Entscheidung trifft. Wer wird neuer Manager bei Hannover 96?

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Dem amtierenden Chefpersonal wünscht der 96-Boss „zum Abschluss noch einen Auswärtssieg, das wäre sehr schön für alle, für die Mannschaft und auch für Thomas Doll“. Mit dem Trainer wird sich Martin Kind wohl erst Mitte der nächsten Woche zusammensetzen. Doll hat Anfang der Woche Termine, die Klärung seiner Vertragsangelegenheit drängt allerdings. Unwahrscheinlich, dass Doll den bis Juni 2020 laufenden Vertrag erfüllen darf. Aber es muss erst miteinander gesprochen werden.

Auch die Sportchef-Suche geht in die Verlängerung. Die eigentlich von Kind für Ende dieser Woche angekündigte Neubesetzung des Managerpostens wird verschoben. „Bis Mittwoch nächster Woche brauche ich noch“, sagt Kind. „Die Gespräche sind aber schon alle geführt worden.“

Die Manager von Hannover 96 seit 1996:

<b>Franz Gerber:</b> Der gebürtige Münchener war gleich zweimal als 96-Manager im Amt. Das erste Mal von 1996 bis 1999 und nach seiner zwischenzeitlichen Tätigkeit als 96-Trainer ein weiters Mal von Juli bis Dezember 2001. Zur Galerie
Franz Gerber: Der gebürtige Münchener war gleich zweimal als 96-Manager im Amt. Das erste Mal von 1996 bis 1999 und nach seiner zwischenzeitlichen Tätigkeit als 96-Trainer ein weiters Mal von Juli bis Dezember 2001. ©

Modell mit Steven Cherundolo und Altin Lala?

Es soll „eine stattliche Zahl“ gewesen sein. Mit zehn Kandidaten haben sich Kind, Mitgesellschafter Gregor Baum und auch Aufsichtsräte der Profifirma getroffen. „Ich muss das alles erst mal sacken lassen“, kündigt der 75-Jährige an.

Danach stehen zwei Modelle in der Endauswahl. Auch die ehemaligen 96-Kapitäne Steven Cherundolo und Altin Lala haben gute Chancen, eingebunden zu werden. „In einem Modell spielen sie auch eine Rolle“, sagt Kind.

Der 96-Profi-Geschäftsführer sucht nach Leitungskräften, die Hannover verbunden sind. „Wenn jemand von außen kommt, dann ist keine wirkliche Identifikation gegeben“, meint Kind. „Dafür muss man in der Stadt aktiv leben und dafür auch kämpfen.“

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Hannover-Lösung wird immer wahrscheinlicher

Cherundolo lebt in Großburgwedel, Lala im Zooviertel, Jan Schlaudraff, der Chef vom Dienst, in Isernhagen-Süd. Damit wird die Hannover-Lösung immer wahrscheinlicher, Kind schwärmt davon. „So wird 96 stärker in die Stadtgesellschaft eingebunden und die Identifikation mit dem Verein erhöht.“ Kind wünscht sich das Hannover-Modell „als Signal für die Zukunft“, allerdings ist die Ausgestaltung offen.

Ob Cherundolo seine Trainerlizenz noch ausbaut und Lala als Berater (unter anderem von Werder-Aufsteiger Milot Rashica) weiterarbeitet, ist offen. Sie als Scouts anzustellen „wäre eine Option“, doch Kind plant größer. „Sie wären differenzierter einzuordnen.“ Heißt wohl: Es gibt noch keinen Namen für das neue 96-Baby, das Hannover-Modell. Irgendwie werden die alten 96-Heroen aber eingebunden und immer wichtiger.

Ein Sportchef soll aber auch ausgerufen werden. Dietmar Beiersdorfer ist ein Kandidat, aber nach der aktuellen Entwicklung ist seine Ernennung weniger wahrscheinlich geworden. „Spekulation“ nennt Kind Berichte, der ehemalige HSV-Vorstandschef werden bei 96 anfangen.

Der Schweizer Fredy Bickel bleibt Kandidat, der Ex-Sportchef von den Young Boys Bern hört jetzt bei Rapid Wien auf. Aber aus Hannover kommt er nicht, Mirko Slomka aber schon.

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