16. Januar 2020 / 18:34 Uhr

Vor Erling Haaland war Martin Ödegaard: Was macht das Norwegen-"Wunderkind" von Real Madrid?

Vor Erling Haaland war Martin Ödegaard: Was macht das Norwegen-"Wunderkind" von Real Madrid?

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Martin Ödegaard ist derzeit von Real Madrid an Real Sociedad ausgeliehen. Für Norwegen spielt er gemeinsam mit BVB-Torjäger Erling Haaland (rechts).
Martin Ödegaard ist derzeit von Real Madrid an Real Sociedad ausgeliehen. Für Norwegen spielt er gemeinsam mit BVB-Torjäger Erling Haaland (rechts). © Getty Images
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Am Wochenende könnte Erling Haaland sein Bundesliga-Debüt beim BVB feiern. Aus Norwegen kam lange zuvor auch schon ein anderes Top-Talent: Martin Ödegaard. 2015 hat er mit 16 als jüngster Profi ein Spiel für Real Madrid bestritten - der SPORTBUZZER zeigt, wie die Karriere von Ödegaard verlaufen ist.

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Kurz vor dem Jahreswechsel tauchte der Name Martin Ödegaard wieder in der breiten Öffentlichkeit auf. Sein aktueller Klub Real Sociedad, zu dem er mindestens bis Saison-Ende von Real Madrid ausgeliehen ist, hatte sich einen Scherz erlaubt – und einen Wechsel des 21 Jahre alten Norwegers zu Manchester City verkündet. Die Auflösung der Fake-Nachricht folgte wenig später. Aber da war er wieder: der Name des Top-Talents, das fast in der Versenkung verschwunden war.

Derzeit spricht die Fußball-Welt dennoch vorrangig über einen anderen norwegischen Superstar: Erling Haaland. Der 19-Jährige wechselte im Winter von RB Salzburg zu Borussia Dortmund. Dort könnte er zum Auftakt der Rückrunde am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg sein Bundesliga-Debüt geben. Zuvor hatten ihn zahlreiche Top-Klubs gejagt, letztlich stach der BVB dem Vernehmen nach Manchester United im Wettbieten aus. Doch lange, bevor Haaland überhaupt Profi wurde, sprach alle Welt von Ödegaard.

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Im Januar 2015 wechselte der damals gerade 16 Jahre alt gewordene Offensivspieler von seinem Heimat-Klub Stromsgodset IF in die Jugend von Real Madrid. Die Ablöse war mit 2,8 Millionen Euro für den seinerzeit am heißesten gehandelte Youngster Europas nahezu mickrig. Ödegaard wurde bereits zum neuen Weltstar auserkoren. Im Mai 2015 absolvierte er sein erstes Spiel für die Königlichen in der spanischen La Liga. Beim 7:3-Sieg gegen Getafe durfte der Norweger etwas mehr als eine halbe Stunde ran.

Was danach kam, ist mehr oder minder bekannt. Ödegaard verschwand in der zweiten Mannschaft der Madrilenen, machte im November 2016 nur noch eine Partie für die Profis im Pokal und wurde von Real gleich an mehrere Klubs ausgeliehen. Ab der Winterpause der Saison 2016/17 spielte er für anderthalb Jahre beim SC Heerenveen in der niederländischen Eredivisie. Ein Jahr später ging es für den Linksfuß zu Liga-Konkurrent Vitesse Arnheim. Im vergangenen Sommer stand Ödegaard kurz vor einem Leih-Transfer zu Bayer Leverkusen, landete dann aber bei Real Sociedad. Und dort, so scheint es, ist er nun endgültig angekommen – mit immer noch jungen 21 Jahren.

Ödegaard spielt bei Real Sociedad eine Top-Saison

Beim spanischen Klub hat sich Ödegaard als wichtiger Spieler etabliert. Er kam in der Hinrunde in 17 von 19 Liga-Begegnungen zum Einsatz, spielte jeweils über die volle Distanz und erzielte vier Tore sowie fünf Vorlagen. Zwei Spiele verpasste er im November wegen einer Fersen-Verletzung, die beiden ersten Pokal-Runden im Dezember und Januar verpasste der norwegische Nationalspieler wegen Knieproblemen.

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Einen Gala-Auftritt zauberte Ödegaard gegen den FC Barcelona hin. Mit 89 Ballkontakten und 90-prozentiger Passgenauigkeit war er Mitte Dezember der gefeierte Held beim 2:2 von Real Sociedad gegen die Katalanen. Die spanische Marca sprach von der "Wiedergeburt" des Supertalents, dessen rosige Zukunft in Madrid wieder kurz bevorsteht. Eine vorzeitige Rückkehr von der Leihe ist trotz der guten Leistungen des Norwegers aber eher unwahrscheinlich.

Zaubern Ödegaard und Haaland bei der EM 2020?

Nicht nur unwahrscheinlich, sondern schlicht ausgedacht ist ein Transfer von Ödegaard zu ManCity und Star-Trainer Pep Guardiola. Für Real bleibt also Grund zur Hoffnung: Sollte er den Aufwärtstrend auch in der Rückrunde fortsetzen, können sich die Königlichen im Sommer auf einen wieder erstarkten Youngster einstellen. Und die norwegische Nationalmannschaft auf ein Traum-Duo aus dem neuen BVB-Torjäger Haaland und Mittelfeld-Stratege Ödegaard – womöglich auch bei der EM 2020? Dazu muss Norwegen aber erst einmal die Play-offs Ende März überstehen.

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