13. Oktober 2021 / 18:28 Uhr

Martin Schumacher vom SV 69 Schönberg traf früher für den Hamburger SV, jetzt ist er Held der Woche 

Martin Schumacher vom SV 69 Schönberg traf früher für den Hamburger SV, jetzt ist er Held der Woche 

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Vierfachtorschütze vom Dienst: Martin Schumacher spielte einst auch für den Hamburger SV.
Vierfachtorschütze vom Dienst: Martin Schumacher spielte einst auch für den Hamburger SV. © privat
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Der Vierfach-Torschütze Martin Schumacher vom SV 69 Schönberg ist auch mit 37 Jahren noch gut in Schuss. Zwar bezeichnet er sich als "lauffaul", die Wahl zum "Held der Woche" hat er trotzdem gewonnen.

Vier Tore schießen Fußballspieler nicht alle Tage – außer sie heißen Martin Schumacher. Der 37-Jährige, ausgestattet mit reichlich Erfahrung, erzielte beim 4:2-Sieg seines SV 69 Schönberg im Achtelfinale des Unteren Kreispokals beim SV Blumenthal/​Grabow II alle Tore für seine Farben. Nach einem 0:2-Rückstand nach 20 Minuten zog Schumachers Team dank ihm doch noch ins Viertelfinale ein.

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36,1 Prozent aller Teilnehmer kürten den Schönberger Stürmer zum Held der Woche, auf den Plätzen landeten Daniel Tauchmann (Eintracht Miersdorf/Zeuthen II, Kreispokal Dahme/Fläming), Fabio Rondinelli (SV Glienicke/Nordbahn, Kreispokal Oberhavel/Barnim) und Boris Reichel (Viktoria Potsdam, Kreispokal Havelland).

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Andreas Heidrich, Trainer des SV 69 Schönberg, lobt seinen Teilzeit-Torjäger, der eigentlich lieber für die Alten Herren die Töppen schnürt, in den höchsten Tönen. „Er ist ein Topspieler und bei den Alten Herren verschenkt. Wenn er spielt, macht er die Tore“, sagt Heinrich. Tore machen, das kann Schumacher, der zwischenzeitlich elf Jahre lang in Hamburg lebte, am besten. Sogar für den Hamburger SV hat er einst im Strafraum gewühlt, allerdings für die vierte HSV-Mannschaft. „Er ist ein typischer Stürmer, der den Ball abschirmen kann und einfach weiß, wo das Tor steht“, lobt Heidrich.  „Ich hätte ihn gern öfters dabei.“

Dass Schumacher, der im Büro eines Wittstockers Schweißgeräteherstellers arbeitet und mit der vierköpfigen Familie in Wusterhausen lebt, überhaupt noch so oft dabei ist, liegt nach Ansicht des Stürmers an „den jungen Leuten, denen der Wille etwas fehlt.“ Bei den Alten hat Schumacher genauso viel Spaß, erst vor zwei Wochen schoss er im Derby gegen Wusterhausen ebenfalls vier Tore. „Vorne drin in der Box fühle ich mich wohl. Vielleicht hat es mich auch deshalb immer in den Strafraum gezogen, weil ich etwas lauffaul bin“, sagt Schumacher lachend.  Offenbar kein Makel für den Mann, der trifft, wie er will.