28. Mai 2019 / 08:47 Uhr

Martin Wolfram kann bei Deutschen Meisterschaften nicht springen

Martin Wolfram kann bei Deutschen Meisterschaften nicht springen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Martin Wolfram kämpft wieder einmal mit gesundheitlichen Problemen. So kann er nicht bei der DM in Aachen starten.
Martin Wolfram kämpft wieder einmal mit gesundheitlichen Problemen. So kann er nicht bei der DM in Aachen starten. © Matthias Rietschel
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DSC-Athlet Martin Wolfram fehlt aufgrund von Rückenproblemen bei den Deutschen Meisterschaften in Aachen.

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Dresden. Martin Wolfram hat schon viele Rückschläge in seiner Laufbahn hinnehmen müssen. Der DSC-Wasserspringer ist jedoch eine absolute Kämpfernatur. Mehrere Schulter-Operationen überstand der 26-Jährige, kehrte stets zurück und feierte Erfolge von Turm und Brett. Als er im Februar beim Springertag in Rostock den Wettbewerb vom Dreimeterbrett gewann, schien der Schützling von Boris Rozenberg auf einem guten Weg in Richtung WM, die in diesem Jahr Mitte Juli in Gwangju (Südkorea) stattfindet. Eine wichtige Station auf diesem Weg sind die am Mittwoch in Aachen beginnenden Deutschen Meisterschaften.

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Die werden allerdings ohne Martin Wolfram über die Bühne gehen. Schweren Herzens musste der Pechvogel die Titelkämpfe jetzt absagen. Wie schon vor einigen Monaten plagen ihn erneut Rückenprobleme. „Seit drei Wochen sind die Schmerzen im Lendenwirbelbereich wieder akut. Es ist wieder zu einem Wirbelgleiten an dieser Stelle gekommen und als Schutzmechanismus baut mein Körper offenbar eine gewisse Spannung auf, die dazu führt, dass ich mich kaum bewegen kann“, versucht Wolfram seine Beschwerden zu beschreiben. Die sofort eingeleiteten Maßnahmen mit Physiotherapie und Osteopathie hätten nicht zum erhofften Erfolg geführt, denn anschließend traten die Schmerzen im Training erneut auf.

Wolfram will zum dritten Mal an Olympischen Spielen teilnehmen

„Da ist uns dann die Zeit davongelaufen. Deshalb mussten wir diese Entscheidung jetzt so treffen. Für mich ist das gerade eine schwierige Situation, damit klarzukommen, dass ich nicht bei der Meisterschaft starten kann“, gibt der Ex-Europameister geknickt zu. Sein großes Ziel, im kommenden Jahr zum dritten Mal an Olympischen Spielen teilzunehmen, sieht der Elbestädter in Gefahr. „Bis dahin hatten wir uns natürlich gewisse Zwischenziele gesteckt. Eines davon ist die WM in diesem Jahr. Die DM wäre dafür ein wichtiger Schritt“, betont Wolfram, dem diese Absage auch kopfmäßig zu schaffen macht. Schon im Vorjahr verpasste er aus gesundheitlichen Problemen den Saison-Höhepunkt, die EM in Edinburgh. Rückendeckung bekommt der Dresdner aber von Bundestrainer Lutz Buschkow. „Es ist mit ihm abgesprochen, dass ich jetzt zwei Wochen in Berlin am Olympiastützpunkt durch Reha-Maßnahmen versuche, wieder fit zu werden. Er räumt mir ein, wenn ich einigermaßen sprungfähig werde, dass ich zur WM-Vorbereitung mitgenommen werde, dort dann natürlich noch einen Leistungsnachweis erbringen muss“, erklärt Martin Wolfram.

Mit Louisa Stawczynski fehlt eine weitere DSC-Springerin in Aachen. Die 22-Jährige plagt sich schon seit Monaten mit Rückenproblemen, deren Ursachen noch nicht eindeutig geklärt seien, wie Frank Taubert, Jugendbundestrainer und langjähriger Trainer am Dresdner Stützpunkt, mitteilt. Deshalb sei die Saison für Stawczynski leider gelaufen.

Mammutprogramm für Tina Punzel

So ruhen die DSC-Hoffnungen bei den Titelkämpfen in Aachen in erster Linie auf Tina Punzel, die ein richtiges Mammutprogramm in Angriff nehmen wird. Die 23-Jährige startet im Einzel vom Dreimeterbrett, im Dreimeter-Synchron (mit Lena Hentschel), Turm-Synchron (mit Christina Wassen) und Mix-Synchron vom Dreimeterbrett (mit Lou Massenberg). Eine Minimal-Chance auf ein WM-Ticket hat zudem noch DSC-Talent Karl Schöne, der sich im Turm-Synchron mit dem Berliner Tom Waldsteiner um eine Fahrkarte nach Südkorea bemüht. Allerdings steht für ihn die Vorbereitung auf die Jugend-EM im Vordergrund.

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