14. September 2021 / 11:45 Uhr

Maß aller Dinge: Anschieber von Bob-Pilot Friedrich in guter Form

Maß aller Dinge: Anschieber von Bob-Pilot Friedrich in guter Form

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Schüller vom Team Friedrich gewann im Bremser-Anschub.
Alexander Schüller vom Team Friedrich gewann im Bremser-Anschub. © Holger John/Imago
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Der Bundestrainer Spies zeigte sich zufrieden mit dem Leistungstest in Oberhof. Während Thorsten Margis den Seitenanschub für sich entschied, ließ Alexander Schüller (beide SV Halle) im Anschub auf der Bremserposition seinen Kontrahenten keine Chance.

Dresden. Für den Pirnaer Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich und sein Team läuft die Vorbereitung auf die olympische Saison auf Hochtouren. Während sich der 31-Jährige langfristig und gezielt auf Peking vorbereitet, stand für seine Anschieber und auch alle anderen deutschen Teams am vergangenen Wochenende der erste Zentrale Leistungstest (ZLT) im Einzel-Anschub auf der Eisstartanlage in Oberhof auf dem Plan. „Der ZLT ist für einige schon ein richtungsweisender Test, für andere, die fest in einem Team sind, eine wichtige Leistungsüberprüfung“, erklärte Bundestrainer René Spies und zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Man hat gesehen, dass die üblichen Verdächtigen der letzten Jahre und unsere Hochkaräter wieder ganz vorne mit dabei waren.“

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Auch Heimtrainer Leopold zufrieden

Allen voran die Jungs aus dem Friedrich-Team. Sie waren auch diesmal das Maß der Dinge. Während Thorsten Margis den Seitenanschub für sich entschied, ließ Alexander Schüller (beide SV Halle) im Anschub auf der Bremserposition seinen Kontrahenten keine Chance. Im Seitenanschub konnte nur Issam Ammour (Wiesbaden) als Zweiter vor Schüller, Candy Bauer und Martin Grothkopp (beide Oberbärenburg) in die Phalanx der Friedrich-Crew eindringen. René Spieß gab zu: „Torsten Margis hat mich überrascht. Er hat nochmal eine Schippe draufgelegt. Das war eine tolle Leistung.“

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Auch Heimtrainer Gerd Leopold zeigte sich äußerst zufrieden: „Das ganze Team von Franz hat das Niveau in Oberhof bestimmt. Auch er findet die nochmalige Steigerung von Margis „sensationell“, lobt aber auch die beiden 35-jährigen „Oldies“ im Team, Candy Bauer und Martin Grothkopp: „Da gehört schon etwas dazu, dass sie die ganzen jungen Anschieber im Griff hatten. Sich immer wieder so zu motivieren und nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, ist herausragend. So können alle aus diesem Test mit einem guten Gefühl und breiter Brust rausgehen.“

Wie Francesco Friedrich, so ließ auch der zweite Oberbärenburger Pilot Richard Oelsner den Test aus. „Er bereitet sich zielgerichtet auf die erste Selektion kommende Woche in Winterberg vor“, erläutert Leopold. Während Friedrich und auch Johannes Lochner (Stuttgart) für die internationalen Trainingswochen in Peking (ab 3. Oktober) gesetzt sind, entscheidet sich beim Ausscheidungsrennen, wer die beiden Top-Piloten begleitet. Es bewerben sich neben dem WM-Siebenten von 2020 Richard Oelsner noch Hans-Peter Hannighofer (Oberhof) und Christoph Hafer (Bad Feilnbach). Allerdings hat sich Hannighofer bei den Tests am Wochenende verletzt. Bei den Frauen ist nur die Winterbergerin Laura Nolte gesetzt, die anderen Teams, darunter auch die für Oberwiesenthal startende Stephanie Schneider, fahren in Winterberg um die restlichen beiden Plätze.