06. Juni 2021 / 20:41 Uhr

Trotz massiver Kritik an Verschiebung der Copa America: Argentinien bestätigt Turnier-Teilnahme

Trotz massiver Kritik an Verschiebung der Copa America: Argentinien bestätigt Turnier-Teilnahme

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die argentinische Nationalmannschaft um Lionel Messi wird an der Copa América teilnehmen.
Die argentinische Nationalmannschaft um Lionel Messi wird an der Copa América teilnehmen. © IMAGO/Photosport (Montage)
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Die argentinische Nationalmannschat hat die Teilnahme an der Copa América bestätigt. Das Team um Superstar Lionel Messi trotzt damit der massiven Kritik an der Verlegung des Turniers in den Corona-Brennpunkt Brasilien. In der Selecao gibt es indes weiter Diskussionen um das weitere Vorgehen.

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Trotz massiver Kritik an der Verlegung der Copa América ins Virusvariantengebiet Brasilien hat die argentinische Nationalmannschaft ihre Teilnahme an dem südamerikanischen Kontinentalturnier zugesagt. "Die Nationalmannschaft bestätigt ihre Teilnahme an der Copa América 2021, was ihren Sportsgeist widerspiegelt", hieß es am Sonntag in einer Mitteilung des argentinischen Fußballverbands (AFA). "Das ganze Team wird zusammenarbeiten, um die Widrigkeiten zu überwinden, die alle Südamerikaner gleich betreffen." Das Team um Lionel Messi ist einer der Titelfavoriten beim Kontinentalturnier, das am 13. Juni beginnt.

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Zuletzt war bekannt geworden, dass es vor allem innerhalb der brasilianischen Nationalmannschaft große Widerstände gegen das Turnier mitten in der in Südamerika noch immer heftig wütenden Corona-Pandemie gibt. "Alle kennen unsere Position. Klarer geht es nicht", sagte Kapitän Casemiro am Freitag nach der WM-Qualifikationsspiel gegen Ecuador. Offenbar wollten die Gegner der Copa América auch prominente Spieler anderer Nationalmannschaften auf ihre Seite ziehen.

Blutige Proteste in Kolumbien

Wenige Wochen vor Beginn des Turniers am kommenden Sonntag waren zunächst Kolumbien und dann Argentinien als ursprünglich vorgesehene Ausrichter abgesprungen. In Kolumbien kommt es seit Monaten zu blutigen Protesten gegen die Regierung, Argentinien wurde zu Beginn des Winters auf der Südhalbkugel von der zweiten Welle der Corona-Pandemie hart getroffen.

Daraufhin verlegte der südamerikanische Fußball-Verband Conmebol die Copa América nach Brasilien. Allerdings ist auch das größte Land Lateinamerikas weiterhin ein Brennpunkt der Corona-Pandemie: Bislang haben sich mehr als 16,9 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, über 470 000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Zuletzt hatten Wissenschaftler zudem eine neue Variante des Coronavirus identifiziert.