06. Februar 2019 / 20:26 Uhr

Matheus Cunha schießt RB Leipzig erstmals ins DFB-Pokal-Viertelfinale

Matheus Cunha schießt RB Leipzig erstmals ins DFB-Pokal-Viertelfinale

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
06.02.2019, Sachsen, Leipzig: Fußball: DFB-Pokal, Achtelfinale, RB Leipzig - VfL Wolfsburg in der Red-Bull-Arena Leipzig. Leipzigs Matheus Cunha (r) jubelt nach dem Tor zum 1:0. (Wichtiger Hinweis: Der DFB untersagt die Verwendung von Sequenzbildern im Internet und in Online-Medien während des Spiels (einschließlich Halbzeit). Sperrfrist! Der DFB erlaubt die Publikation und Weiterverwertung der Bilder auf mobilfunkfähigen Endgeräten (insbesondere MMS) und über DVB-H und DMB erst nach Spielende.) Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk ++
Jubel bei RB Leipzig nach dem 1:0 durch Matheus Cunha. © dpa
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Der Braslianer ist beim 1:0 gegen den VfL Wolfsburg Matchwinner. Die Auslosung der Viertelfinal-Begegnungen erfolgt im Sonntag. 

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Leipzig. Historischer Erfolg für die 2009 geschlüpften Rasenballer, die Roten Bullen stehen erstmals im Viertelfinale des DFB-Pokals. Mann des Abends vor 21135 Fans ist Matheus Cunha. Der Braslianer trifft gegen den VfL Wolfsburg zum 1:0-Sieg (9.). Die Viertelfinal-Runde steigt am 2. und 3. April. Die Auslosung der Partien findet am Sonntag, 18.15Uhr, in der Sportschau statt.

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RB Leipzig zieht nach einem völlig verdienten 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Zur Galerie
RB Leipzig zieht nach einem völlig verdienten 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. ©
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In der Kabine der Rasenballer müssen ein paar ganz besondere Fläschlein lagern. Abgefüllt in der heiligen Quelle Lourdes. Hinter neun RB-Fußballern standen vorm Wolfsburg-Spiel Fragezeichen. Weil sie, die Spieler, krank, gezerrt, geprellt waren. Als die Aufstellungen beider Teams publik wurden, waren sieben von neun Maladen gesundet. Zwei Männer fehlten. Timo Werners Erkältung verhinderte einen Einsatz, soll aber bis zum Sonnabend-Hit gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) ausgestanden sein. Bei Kevin Kampl (Kopf-Gliederschmerzen) wird es auch gegen die SGE knapp. Kampl bei Sky: „Das Viertelfinale wäre ein Riesenschritt für den Verein und die Stadt.“

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(1) Peter Gulacsi: Musste in Düsseldorf und Hannover keinen einzige Ball abwehren. Rettet gegen Steffen, sonst beschäftigungslos. Note 2.
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(1) Peter Gulacsi: Musste in Düsseldorf und Hannover keinen einzige Ball abwehren. Rettet gegen Steffen, sonst beschäftigungslos. Note 2. ©

Ralf Rangnick mit der in Hannover 3:0 siegreichen Elf. Frühe Führungen sind immer schon willkommen, die Roten Bullen kommen in den Genuss einer solchen. Neunte Minute: Lukas Klostermann steil und mutig auf Matheus Cunha, der windet sich um John Anthony Brooks und Robin Knoche und schiebt zum 1:0 ein. Der 19-jährige Brasilianer darf und muss in dieser Form öfter zum Zug kommen.

Die Wölfe in Noten: Die DFB-Pokal-Einzelkritik des VfL Wolfsburg zum Spiel in Leipzig

Koen Casteels: Er war auch in Leipzig der große VfL-Rückhalt, besonders nach der Pause war der Belgier bärenstark. Note: 2 Zur Galerie
Koen Casteels: Er war auch in Leipzig der große VfL-Rückhalt, besonders nach der Pause war der Belgier bärenstark. Note: 2 ©

16. Minute, fast der Ausgleich. Renato Steffen lässt Ibrahima Konaté stehen, zieht nach innen und mit links ab, Peter Gulacsi ist blitzschnell unten. Gulacsi gehört zu jenen, die eigentlich nicht konnten, aber dann doch können. Danach neutralisieren sich die Balljäger aus Leipzig und Wolfsburg weitestgehend, entbrennt ein Abnutzungskampf im torungefährlichen Raum. Kurz vor der Halbzeit legt RB zwei Zähne zu, kommt durch Marcel Sabitzer und Konaté zu erwähnenswerten Chancen zum 2:0. Nach Yannick Gerhards Kopfball über Gulacsis Latte geht es in die Pause. RB führt verdient, das Viertelfinale rückt näher.

Wiederbeginn, Willi Orban verpasst nach Flanke von Marcel Halstenberg knapp das zweite Tor. 54.: Cunha auf den agilen Konrad Laimer, Linksschüsse gehören noch nicht zu den Stärken des Österreichers. In der 57. Minute muss es fallen, das 2:0. Erst rettet Knoche nach Yussuf-Poulsen-Heber auf der Linie, dann fingert Wölfe-Keeper Koen Casteels einen Sabitzer-Kopfball übers Tor. Wenige Sekunden später ist es wieder Casteels, der die Vorentscheidung verhindert. Gegen einen Querschläger seines Abwehrmannes Paul Verhaegh. RB bleibt auf dem Gaspedal. Cunha ist durch, passt auf den einschussbereiten Poulsen, der fantastische Casteels funkt dazwischen (67.). Das Spiel biegt allmählich auf die Zielgerade ein. RB hat alles im Griff, die Wölfe bleiben ungefährlich. Wann kommt die, die Schlussoffensive der Männer von Bruno Labbadia? Und wann wechselt Ralf Rangnick aus und ein? Emil Forsberg kommt für Torschütze Cunha (84.), der VfL-Endspurt kommt nicht. Laimer verpasst nach Demme-Pass das überfällige 2:0, Forsberg vergibt kurz vorm Ende. Schiri Christian Dingert lässt vier Minuten nachspielen, Koen Casteels rennt nach vorne, RB bleibt Herr des Verfahrens. Dann ist es vorbei. Der Sieg ist zu niedrig ausgefallen, das Viertelfinale kann kommen.

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Marcel Halstenberg (RB Leipzig): „Ein verdienter Sieg – wir haben es nur verpasst, das zweite Tor zu machen. Doch ich denke, wir haben unseren Fans ein tolles Spiel gezeigt. Wir haben defensiv fast nichts zugelassen und wieder zu null gespielt. Jetzt sind wir sehr glücklich, im DFB-Pokal-Viertelfinale zu stehen. Besser kann mein 100. Spiel für RB Leipzig kaum laufen. Zur Galerie
Marcel Halstenberg (RB Leipzig): „Ein verdienter Sieg – wir haben es nur verpasst, das zweite Tor zu machen. Doch ich denke, wir haben unseren Fans ein tolles Spiel gezeigt. Wir haben defensiv fast nichts zugelassen und wieder zu null gespielt. Jetzt sind wir sehr glücklich, im DFB-Pokal-Viertelfinale zu stehen. Besser kann mein 100. Spiel für RB Leipzig kaum laufen." ©
LESENSWERT

Am Sonnabend wird das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt angepfiffen. RB hat 37 Punkte, die SGE 32. Die Eintracht ist ausgeruht, RB beseelt.

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