18. Oktober 2019 / 17:03 Uhr

Mathis Ruck vom TV Jahn Duderstadt: „Die ersten Spiele waren durchwachsen“

Mathis Ruck vom TV Jahn Duderstadt: „Die ersten Spiele waren durchwachsen“

Filip Donth
Göttinger Tageblatt
Mathis Ruck trägt seit Saisonbeginn das Trikot des TV Jahn Duderstadt.
Mathis Ruck trägt seit Saisonbeginn das Trikot des TV Jahn Duderstadt. © Helge Schneemann
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Der TV Jahn Duderstadt ist nach einem Jahr Abstinenz zurück in der Handball-Oberliga. Die junge Mannschaft um Trainer Christian Caillat hat sich große Ziele gesteckt. Langfristig peilen die Duderstädter den Aufstieg an. Eine Tageblatt-Serie stellt die Spieler der Saison 2019/20 vor. Heute: Mathis Ruck.

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Der TV Jahn Duderstadt ist nach einem Jahr Abstinenz zurück in der Handball-Oberliga. Die junge Mannschaft um Trainer Christian Caillat hat sich große Ziele gesteckt. Langfristig peilen die Duderstädter den Aufstieg an, so ist das erklärte Ziel. Eine Tageblatt-Serie stellt die Spieler der Saison 2019/20 vor. Heute: Mathis Ruck.

Der 27-Jährige ist neu im Kader der Eichsfelder. Vor rund 20 Jahren begann Ruck, bei der HG Rosdorf-Grone Handball zu spielen. Dort durchlief er den gesamten Jugendbereich und spielte bei den Herren anschließend mehrere Jahre auf Oberliga-Niveau. Abseits des Handballfeldes fährt er gerne Rennrad und verbringt viel Zeit draußen. Zuletzt pausierte der Linkshänder ein Jahr. Sein Studium in Lippstadt (Materialdesign, Bionik und Photonik) beanspruchte zu viel Zeit.

Nun ist Ruck für ein Praxissemester bei der Firma TechnoGel zurück in der Region – und zurück am Ball. Er sagt: „Handball ist mein Sport, da er alles verbindet: Man muss athletisch, stark und schnell sein, in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen können, man muss aggressiv sein und manchmal auch psychisch Stärke zeigen, einen kühlen Kopf bewahren. Die Mischung aus all diesen Faktoren kenne ich so von keinem anderen Sport.“

Wie fiel nach der einjährigen Handballpause die Entscheidung, sich dem TV Jahn Duderstadt anzuschließen?

Ich wollte mein Praxissemester unbedingt hier in der Region absolvieren. Dann bin ich ins Gespräch gekommen mit dem Vorsitzenden Ekkehard Loest und dem Abteilungsleiter Jürgen Weißke. Mich hat angesprochen, dass Duderstadt wieder in der Oberliga spielt. So hat sich das ergeben.

Welche Rolle hat dabei gespielt, dass Julian Krüger, Jannik Burgdorf und Chris Osei-Bonsu, Weggefährten aus der Zeit in Rosdorf, ebenfalls in Duderstadt spielen?

Das hat für mich auf jeden Fall eine Rolle gespielt. Ich stand vorher mit den Jungs in Kontakt und habe mal nachgehorcht, wie ihre Erfahrungen sind, wie sie sich in Duderstadt fühlen. Auch auf Grundlage dieser Gespräche habe ich entschieden, dass es gut passt. Natürlich war es so auch leichter, in der Mannschaft den Anschluss zu finden.

Der TV Jahn ist erst die zweite Station im Herrenbereich. Welche Veränderungen bringt der Wechsel mit sich?

Eine grundlegende Umstellung ist sicherlich, dass ich weitere Wege auf mich nehmen muss: Früher brauchte ich nur drei Minuten bis zum Training, nun bin ich vierzig Minuten unterwegs. Der Zeitaufwand ist dadurch natürlich größer.

Wie erlebst Du das Umfeld und die Stimmung in Duderstadt?

Sehr positiv. Es gibt viele Fans, die an der Mannschaft interessiert sind. Selbst auswärts sind immer einige Anhänger dabei. Das finde ich für diese Liga nicht selbstverständlich.

Der TV Jahn Duderstadt verliert das erste Heimspiel der Saison gegen den MTV Vorsfelde. Zur Galerie
Der TV Jahn Duderstadt verliert das erste Heimspiel der Saison gegen den MTV Vorsfelde. © Jan-Helge Schneemann
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Du standest nun vier Pflichtspiele gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Feld. Was ist Dein Eindruck: Wo liegen die Stärken des Teams?

Wir haben individuell sehr gute Leute, sind aber auch im schnellen Zusammenspiel stark. Die Mannschaft spielt sehr gut auf den Punkt. Das erfordert viel Konzentration. Wenn alle fit sind, sind wir zudem breit aufgestellt und können auf allen Positionen gut wechseln.

Vor diesem Hintergrund: Wo kann der Weg in dieser Saison aber auch darüber hinaus hinführen?

Das Wichtigste ist, dass wir uns in dieser Saison im Mittelfeld oder im ersten Drittel positionieren, aber langfristig sehe ich da auf jeden Fall noch Luft nach oben. In den nächsten Jahren kann man mit der Mannschaft sicherlich um den Aufstieg mitspielen.

Bislang setzte es drei Niederlagen, bei lediglich einem Sieg. War da mehr drin?

Im Nachhinein habe ich schon das eine oder andere Mal gedacht, dass mehr drin war. Wir hatten jedoch zum einen schwere Gegner und zum anderen viele angeschlagene oder verletzte Spieler. Von daher ist es schwierig, nach diesen Spielen eine Prognose abzugeben. Ich denke aber, wenn alle fit sind, werden wir in den kommenden Spielen eine Leistungssteigerung zeigen.

Wie zufrieden bist Du dabei bislang mit deiner persönlichen Leistung?

Für mich war es nach der Pause schwierig, wieder reinzukommen. Deshalb waren die ersten Spiele durchwachsen. Ich habe durch den Ausfall von Jannik Burgdorf relativ viel auf Halbrechts gespielt. Da habe ich gemerkt, dass das Zusammenspiel noch nicht so richtig funktioniert und ich nicht an die Leistungen anknüpfen konnte, die ich von mir aus den vergangenen Jahren gewohnt bin. Aber es wird langsam.

Wo stehst Du denn am liebsten auf dem Handballfeld?

Am wohlsten fühle ich mich auf Außen. Es gefällt mir dann aber, wenn ich ab und zu mal durch ein Kreuz über Halb kommen und auch aus dem Rückraum werfen kann.

Wie sieht Deine persönliche Planung aus: Wirst Du auch in der kommenden Saison noch für den TV Jahn spielen?

Das ist noch nicht klar. Es ist abhängig von meinen Stundenplänen für die kommenden Semester. Ich würde mich aber freuen, wenn es weiterhin klappt. Die Priorität liegt aber auf jeden Fall beim Studium.

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