21. November 2019 / 09:34 Uhr

Mats Hummels schlägt beim BVB Alarm: "Wenn wir so weiterspielen, werden wir nicht Meister"

Mats Hummels schlägt beim BVB Alarm: "Wenn wir so weiterspielen, werden wir nicht Meister"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mats Hummels fordert vor allem auswärts stärkere Leistungen vom BVB. 
Mats Hummels fordert vor allem auswärts stärkere Leistungen vom BVB.  © imago images/Laci Perenyi
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Nach der deutlichen Niederlage im deutschen Klassiker gegen den FC Bayern steht der BVB wieder vermehrt in der Kritik. Jetzt hat sich Abwehrchef Mats Hummels zu Wort gemeldet und in einem Interview erklärt, was passieren muss, damit der BVB doch noch Meister wird und seine Mitspieler in die Pflicht genommen.  

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Für Mats Hummels und seinen Klub Borussia Dortmund läuft es derweil vor allem in der Bundesliga nicht ganz rund. Mit 19 Punkten ist der BVB auf den sechsten Tabellenrang abgerutscht, hat drei Punkte Rückstand auf Rekordmeister FC Bayern und sogar sechs auf Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach. Zuletzt gab es eine deutliche 4:0-Klatsche gegen die Bayern. Der Abwehrchef der Borussia hat in einem Interview mit bundesliga.de jetzt einen Warnschuss abgegeben. "Wenn wir weiter so auswärts spielen, dann werden wir nicht Meister. Punkt", nimmt Hummels sich und seine Mannschaftskollegen in die Pflicht.

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Auswärts drückt der Schuh beim BVB

Vor allem auswärts hapert es beim BVB: Magere sechs Zähler steuerten die BVB-Profis über Auswärtsspiele bei, das bedeutet Platz zehn in der Auswärts-Tabelle - mit nur fünf Punkten Abstand vor Schlusslicht SC Paderborn. Daher auch der Appell des ehemaligen Nationalspielers: "Wir müssen auswärts viel besser sein. Wir sind auswärts nicht stark genug und das macht derzeit den Unterschied." Auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc hatte die starken Leistungsschwankungen der Dortmunder erst kürzlich kritisiert. "Zu Hause sind die Auftritte im Wesentlichen in Ordnung. Es herrscht aber eine eklatante Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen", stellte er fest.

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Mats Hummels blickt auf eine bewegte Karriere zurück. Nach seiner Jugendzeit beim FC Bayern ging es zu Borussia Dortmund. Er wurde Weltmeister 2014 und kehrte schließlich zum FCB zurück. ©
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Hummels nimmt vor allem seine Mitspieler in die Pflicht, macht dann aber auch Hoffnung. "Das kann alles noch kommen, aber natürlich kommt es nicht von alleine. Dafür muss man arbeiten", so der 30-Jährige. Das sei zwar allen Spielern bewusst, das bloße Wissen darüber würde aber nicht ausreichen, wie der Innenverteidiger betont. "Man muss sich das dann auch im Training und im Spiel aneignen", so Hummels.

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Hummels fordert Mitspieler auf "mehr dagegen zuhalten"

Erst vor kurzen hatte der 30-Jährige bereits seine Teamkollegen in die Kritik genommen und gesagt, die Mannschaft müsse "härter gegen sich selbst sein." Wie Hummels jetzt erklärte, meinte er damit einerseits, "dass man sich, wenn es nicht läuft, mit allem dagegen stemmt, was man hat." Zudem geht es dem Ex-Nationalspieler auch um das Verhalten in den Zweikämpfen. "In Zweikämpfen mehr dagegen zuhalten, ist das Zweite. Das ist etwas, was bei den Top-Clubs der Fall ist." Mit dieser Aussage greift Hummels gezielt seine Mitspieler an. Und er geht sogar noch weiter: "Wenn man dann vier, fünf Spieler hat, die in diesen Zweikämpfen zurückziehen und sie nicht annehmen, geht man unter."

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Am Freitagabend steht für den BVB aber erst einmal das nächste Heimspiel an. Dann empfangen die Borussen den SC Paderborn und wollen versuchen, die deutliche Niederlage gegen die Bayern vergessen zu machen. Die Vorzeichen dafür stehen zumindest schon mal gut: Dortmund hat die letzten 26 Bundesliga-Heimspiele an einem Freitagabend nicht verloren.

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