03. August 2019 / 11:45 Uhr

Zorc mahnt: Deshalb sollten die BVB-Fans Mats Hummels den Wechsel zum FC Bayern verzeihen

Zorc mahnt: Deshalb sollten die BVB-Fans Mats Hummels den Wechsel zum FC Bayern verzeihen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vor seinem Wechsel zum FC Bayern wurde Mats Hummels im Signal Iduna Park ein frostiger Abschied bereitet. BVB-Sportdirektor Michael Zorc wünscht sich vor seiner Rückkehr Respekt. 
Vor seinem Wechsel zum FC Bayern wurde Mats Hummels im Signal Iduna Park ein frostiger Abschied bereitet. BVB-Sportdirektor Michael Zorc wünscht sich vor seiner Rückkehr Respekt.  © imago images / Montage
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Vor drei Jahren wechselte Mats Hummels von Borussia Dortmund zum FC Bayern - die Fans des BVB waren alles andere als glücklich über den Abschied ihres Kapitäns. Unmittelbar vor der Rückkehr von Hummels als BVB-Spieler in den Signal Iduna Park erklärt Sportdirektor Michael Zorc, warum der Weltmeister eine zweite Chance verdient hat.

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Es war ein durchaus frostiger Abschied. Als vor drei Jahren klar wurde, dass Mats Hummels Borussia Dortmund zum FC Bayern München verlassen würde, begegneten die Fans des BVB dem Weltmeister mit Geringschätzung und Verachtung. Am 32. Spieltag der Saison 2015/16 spielte die Borussia gegen den VfL Wolfsburg. Auf der Südtribüne hing ein großes Banner: "Der Kapitän geht als Erster von Bord - am besten sofort!" Der Abgang des eigenen Kapitäns zum Erzivalen nach München - für viele Fans eine ganz bittere Pille. Zehn Tage später stand der Wechsel von Hummels zum BVB fest.

Knapp drei Jahre später kehrt Hummels am Samstagabend im DFL-Supercup (20.30 Uhr/So könnt ihr es sehen!) einmal mehr in den Signal Iduna Park zurück - diesmal wieder im Dress des BVB, mit dem er die Meisterschale holen will. Hummels ist wieder ein Dortmunder, wechselte im vorigen Monat für knapp 30 Millionen Euro zurück an die alte Wirkungstätte. Die große Frage: Haben ihm die Fans den unrühmlichen Abgang von 2016 verziehen? Sportdirektor Michael Zorc hofft das - und hat unmittelbar vor dem Spiel nochmals die Beweggründe für den umstrittenen Transfer erläutert.

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Zorc über Hummels: "Er weiß, wie es ist, zu gewinnen"

"Wir haben die Entscheidung nicht aus einer Bierlaune getroffen, sondern tief überlegt und diskutiert", betonte Zorc in einem Interview auf BVB-TV. "Am Ende sind die Pluspunkte für diesen Transfer so gravierend und überzeugend, dass man aus meiner Sicht gar nicht zu einer anderen Entscheidung kommen kann." Hummels würde "seine spielerische Klasse und seine ganze Erfahrung" mitbringen. Zorc: "Er weiß, wie es ist, zu gewinnen und ist unheimlich druckresistent."

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Er wisse, dass es vor allem seitens der BVB-Fans Vorbehalte gegen den Transfer gab - auch wegen des Abgangs von Hummels vor drei Jahren, sagte Zorc. "Man muss dazu sagen: Er kriegt Dispens, weil er in seinen Heimatverein gegangen ist und in seine Stadt, wo er aufgewachsen ist. Deshalb sollte man das nicht so dramatisch betrachten", erklärte der 56-Jährige. "Für uns ist wichtig, dass er sich voll unserem Projekt verschrieben hat. Er will mit uns Erfolg haben und die jungen Spieler führen." Außerdem kenne er das Umfeld und große Teile der Mannschaft noch immer perfekt.

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Zorc: "Hummels weiß, dass er unter starker Beobachtung steht"

Hummels sei sich darüber im Klaren, "dass er unter starker Beobachtung steht, jeder wird seine Leistung genau beobachten und begutachten. Aber das kann er ab und dem kann er standhalten." Hummels spielte zwischen 2008 und 2016 insgesamt 309 Mal für den BVB und erzielte 25 Tore.

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Zorc über die anderen BVB-Neuzugänge...

...Julian Brandt: "Man denkt, er sei schon 25 oder älter, weil er schon in der Bundesliga spielt, seit er 17 Jahre alt ist. Er ist ein hervorragender Fußballer, der spieltechnisch alles drauf hat. Er hatte verschiedenste Möglichkeiten in Deutschland und dem Ausland. Er macht unser Spiel sehr flexibel."

...Nico Schulz: "Nico redet nicht so viel, lässt lieber die Leistung auf dem Platz sprechen. Er hat sich unglaublich entwickelt in den letzten zwei Jahren. Das war für mich so gar nicht absehbar. Er ist eine Maschine geworden möchte ich mal sagen. Wenn man ihn mit 35 Kilometern pro Stunde über die linke Seite flitzen sieht, dann bringt er einfach Speed und Dynamik in unser Spiel. Er hat eine sehr gute Flanke, da freue ich mich drauf."

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...Thorgan Hazard: "Er ist jetzt in einem Alter, wo er Verantwortung übernehmen kann. Er ist wie Brandt im Offensivbereich einsetzbar, vielleicht sogar ein bisschen weiter vorne. Er kann auch als 9 1/2 spielen oder ganz vorne. Er macht uns deutlich variabler als zuletzt."

...Mateu Morey: "Ich will nicht zu viel Erwartungshaltung und Druck erzeugen, weil er gerade aus dem Jugendbereich kommt und ein Jahr lang nicht gespielt in Barcelona, weil er den Vertrag dort nicht verlängert hat und dann sich für uns entschieden hat. Er hat eine Top-Ausbildung genossen und versucht immer, spielerische Lösungen zu finden. Den haben wir ablösefrei verpflichtet, der Junge kann was."

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