20. Juni 2019 / 07:43 Uhr

Sportchef Zorc: Deshalb kauft der BVB Mats Hummels - Ex-Trainer Hitzfeld: "Dieser Typ hat gefehlt"

Sportchef Zorc: Deshalb kauft der BVB Mats Hummels - Ex-Trainer Hitzfeld: "Dieser Typ hat gefehlt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mats Hummels wechselt überraschend vom FC Bayern zurück zu Borussia Dortmund.
Mats Hummels wechselt überraschend vom FC Bayern zurück zu Borussia Dortmund. © imago images / Sven Simon
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Sportdirektor Michael Zorc hat den Transfer von Mats Hummels zurück zum BVB näher erläutert und auch mit der Erfahrung des 30-Jährigen begründet. Ex-Trainer Ottmar Hitzfeld gratuliert - und kann auch die Beweggründe des FC Bayern verstehen.

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BVB-Sportdirektor Michael Zorc hält die Rückkehr von Mats Hummels zu Borussia Dortmund für ein Zeichen von Charakterstärke. „Auch von Mats selbst war es eine mutige, sportliche Entscheidung. Das zeigt, was für einen Charakter er hat und dass er sportlich mit uns noch einiges vorhat“, sagte Zorc der Bild. Hummels hatte bereits von 2008 bis 2016 für den Bundesligisten gespielt und kehrt nun nach drei Jahren beim Dauerrivalen FC Bayern zu den Westfalen zurück.

Vor allem in der Fanszene wird der Transfer des 30-Jährigen durchaus auch kritisch gesehen. Nicht wenige nehmen dem Weltmeister von 2014 den Wechsel zu den Münchnern noch immer übel. Zudem stellt so mancher die sportlichen Qualitäten des Abwehrspielers infrage, dem bei den Bayern eine Reservisten-Rolle drohte.

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Zorc: Hummels eine "ganz wichtige Führungspersönlichkeit"

Dagegen beteuerte Zorc, die BVB-Führung sei sehr froh über den Transfer. Mehr als 30 Millionen Euro Ablöse lassen sich die Dortmunder den Deal kosten. Hummels erhält dem Kicker zufolge einen Vertrag bis 2022. "Mats ist nicht nur ein gestandener Bundesliga-Spieler, der alles mitbringt, sondern er ist auch eine ganz wichtige Führungspersönlichkeit auf und außerhalb des Platzes“, sagte Zorc.

Mehr zum Hummels-Transfer

Der frühere BVB- und Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld hat den Dortmundern zur Rückkehr ihres einstigen Abwehrchefs gratuliert. „Man kann Dortmund nur beglückwünschen“, sagte der frühere Erfolgstrainer der dpa. „Genau dieser Typ hat ihnen in der vergangenen Saison noch gefehlt: Ein überragender Abwehrspieler, der die Mannschaft führen kann. Er könnte ihr Schlüsselspieler im Kampf um die Meisterschaft werden.“ Die neue Saison verspreche schon jetzt, spannend zu werden.

Hummels-Transfer: Hitzfeld kann FC Bayern nachvollziehen

Der FC Bayern München und der BVB hatten am Mittwoch eine Einigung über den Wechsel des 30-Jährigen erzielt. Dass die Münchner den in der Rückrunde starken Innenverteidiger ziehen lassen, kann Hitzfeld grundsätzlich nachvollziehen. „Ich kenne die Gedankengänge der Bayern nicht und weiß zum Beispiel nicht, wie das Verhältnis zwischen Niko Kovac und Mats Hummels war“, sagte der 70-Jährige. „Außerdem haben sie bereits Benjamin Pavard und Lucas Hernandez für die Abwehr verpflichtet. Man hätte ein Überangebot gehabt.“

Der frühere Coach, der mit beiden Klubs die Champions League gewonnen hat, sieht nicht erst seit dem Hummels-Transfer Jérôme Boateng bei den Münchnern in einer komplizierten Lage. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte dem Abwehrspieler vor wenigen Wochen einen Wechsel nahegelegt. „Die Bayern kennen den Markt. Boateng hat ja noch einen Vertrag, und wenn die Nachfrage für ihn nicht so groß ist, wäre das eine schwierige Situation“, meinte Hitzfeld.

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