10. November 2022 / 14:28 Uhr

Mats Hummels reagiert gefrustet auf WM-Aus - BVB-Manager Kehl: "Nicht leicht zu akzeptieren"

Mats Hummels reagiert gefrustet auf WM-Aus - BVB-Manager Kehl: "Nicht leicht zu akzeptieren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mats Hummels (l.) und Sebastian Kehl sprechen über die Nicht-Nominierung des BVB-Spielers.
Mats Hummels (l.) und Sebastian Kehl sprechen über die Nicht-Nominierung des BVB-Spielers. © IMAGO/Kirchner-Media (Montage)
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Mats Hummels hat nach seinem Aus für die WM in Katar einen Einblick in sein Seelenleben und gleichzeitig Sportsgeist bewiesen. Bei Borussia Dortmund bemüht man sich darum, den Abwehrchef schnell wieder aufzubauen.

Mit großer Niedergeschlagenheit und beeindruckendem Sportsgeist hat Mats Hummels auf seine Nicht-Nominierung für die anstehende Weltmeisterschaft in Katar reagiert. "Wenig überraschend ist das eine der größeren Enttäuschungen meiner Karriere", schrieb der 33 Jahre alte Abwehrchef von Borussia Dortmund nach der Bekanntgabe des Kaders von Bundestrainer Hansi Flick am Donnerstagmittag bei Instagram: "Ich drücke der Mannschaft die Daumen bei der WM und werde die Zeit nutzen, um wie jedes Mal mit harter Arbeit auf eine solche Erfahrung zu reagieren." Das Turnier in Katar wäre für den Innenverteidiger nach dem Titelgewinn 2014 in Brasilien und der verkorksten Endrunde 2018 in Russland die dritte WM-Teilnahme der Karriere gewesen.

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Beim BVB ließ man ein wenig Verwunderung für die Entscheidung des Bundestrainers anklingen. "Natürlich ist das sehr enttäuschend für Mats. Wir haben uns alle in den letzten Tagen intensiv um die Nationalspieler gekümmert, sehr intensive Gespräche gehabt, auch mit dem Nationaltrainer selber. Dass die Entscheidung dann so ausgefallen ist, ist für Mats sicher nicht leicht zu akzeptieren, weil er in den letzten Wochen und Monaten sehr stabile Leistungen gezeigt hat", meinte Sportdirektor Sebastian Kehl: "Und weil er unglaublich wichtig war für uns und einen hohen Stellenwert in unserer Mannschaft genießt." Trainer Edin Terzic kündigte an, Hummels in einem persönlichen Gespräch aufbauen zu wollen.

Flick hatte seinen Entschluss damit begründet, dass er bei der Zusammenstellung des Kaders auch die Zukunft im Blick gehabt habe. So steht anstelle von Hummels der erst 20-Jährige Armel Bella-Kotchap im Aufgebot. Der DFB-Coach machte allerdings deutlich, wie schwer ihm dieser Entschluss gefallen ist. "Mats hat eine hervorragende Form und ist topfit. Er ist für Dortmund ein sehr, sehr wertvoller Spieler. Wir haben uns im Trainer-Team für einen jüngeren Spieler entscheiden – nicht gegen Mats Hummels", sagte Flick: "Mats kann jeder Mannschaft guttun. Manchmal sind Entscheidungen so, dass man nicht groß argumentieren kann. Mats war sehr enttäuscht. Wir sind weiterhin in Kontakt und werden weiterhin in Kontakt bleiben."

Hummels hatte noch am Dienstag nach der BVB-Niederlage beim VfL Wolfsburg seine Hoffnungen auf ein Ticket nach Katar unterstrichen. Diese zerplatzten nun jäh. Sein letztes von insgesamt 76 Länderspielen hatte der Abwehrspieler beim EM-Aus gegen England im vergangenen Sommer absolviert.

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