02. April 2020 / 06:05 Uhr

Ralf Rangnick verrät: Hoffenheim war sich mit Thomas Müller und Mats Hummels einig

Ralf Rangnick verrät: Hoffenheim war sich mit Thomas Müller und Mats Hummels einig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Hoffenheim-Trainer Ralf Rangnick berichtet, dass sich der Klub einst mit Thomas Müller und Mats Hummels einig war.
Ex-Hoffenheim-Trainer Ralf Rangnick berichtet, dass sich der Klub einst mit Thomas Müller und Mats Hummels einig war. © imago images/Jan Huebner (2)/Picture Point LE/ Montage
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Die späteren Weltmeister Thomas Müller und Mats Hummels wären einst beinahe in Hoffenheim gelandet. Der ehemalige TSG-Trainer Ralf Rangnick erklärt, warum die fast perfekten Transfers doch noch platzten.

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Thomas Müller und Mats Hummels im Trikot der TSG Hoffenheim? Nach Angaben von Ralf Rangnick wäre dies 2008 tatsächlich fast passiert. Wie der damalige TSG-Trainer bei Sport1 verriet, waren sich die Kraichgauer mit den Ex-Nationalspielern, die damals beide beim FC Bayern unter Vertrag standen, bereits einig. Am Ende scheiterten die Transfers allerdings, weil zwei FCB-Verantwortliche auf kurz vor dem Abschluss doch noch ihr Veto einlegten. So verhinderte der damalige U23-Trainer Hermann Gerland den Wechsel von Müller, der damalige Manager Uli Hoeneß stoppte einen möglichen Hummels-Abgang.

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"Wir waren uns 2008 mit Thomas Müller und seinem Berater Ludwig Kögl einig und wollten ihn damals unbedingt ausleihen", sagte Rangnick, der die Hoffenheimer von 2006 bis Ende 2010 trainierte und erklärte, dass man den Weltmeister von 2014 damals auch "für drei Millionen Euro" hätte fest verpflichten können: "Diese Summe hat Uli Hoeneß damals gegenüber dem damaligen Manager Jan Schindelmeiser aufgerufen. Hermann Gerland legte aber sein Veto ein und so blieb Müller bei den Bayern."

Auch Badstuber stand vor Unterschrift in Hoffenheim

Rangnick erklärte zudem, dass man zeitglich zu Müller auch mit einem anderen Bayern-Youngster Verhandlungen führte. "Wir waren damals auch mit Holger Badstuber in fortgeschrittenen Gesprächen", sagte der heutige "Head of Sport and Development Soccer" bei Red Bull. Doch auch ein Deal mit dem Abwehrspieler, der später 31-mal für die deutsche Nationalmannschaft auflief kam nicht zu Stande.

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Ebenso verhielt es sich beim dritten Bayern-Talent Hummels. Rangnick: "Bei Mats Hummels war es Anfang 2008 ähnlich. Ihn wollten wir auch ausleihen und es bestand schon Einigkeit. Bei Hummels hat Uli Hoeneß aber ein Machtwort gesprochen. Er wollte nicht, dass sich Hummels nach Hoffenheim verleihen lässt, sondern nach Dortmund." Hoeneß habe damals den Wunsch geäußert, dass sich der spätere Weltmeister in einem ähnlichen Umfeld wie beim FC Bayern - also mit sportlichem und medialem Druck - entwickeln solle. Daher ging es für Hummels zum BVB.