14. April 2021 / 09:01 Uhr

Matthäus erwartet Flick-Abgang und verrät: "Bayern hat sich schon mit Nagelsmann unterhalten"

Matthäus erwartet Flick-Abgang und verrät: "Bayern hat sich schon mit Nagelsmann unterhalten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus (links) rechnet mit RB-Trainer Julian Nagelsmann (Mitte) als Nachfolger von Hansi Flick beim FC Bayern.
Lothar Matthäus (links) rechnet mit RB-Trainer Julian Nagelsmann (Mitte) als Nachfolger von Hansi Flick beim FC Bayern. © IMAGO/Sven Simon/Jan Huebner (Montage)
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Für Lothar Matthäus ist der Wechsel von Hansi Flick zum DFB nur noch Formsache. Der FC Bayern beschäftige sich bereits mit einem Nachfolger. Der Rekord-Nationalspieler und "Sky"-Experte erklärte, dass sich die Münchner Verantwortlichen mit RB-Trainer Julian Nagelsmann unterhalten hätten.

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Hansi Flick hat in einem langen Monolog unmittelbar nach dem Viertelfinal-Aus des FC Bayern München in der Champions League seine Zukunft offen gelassen, sich aber überraschend auch zu den Debatten um den Bundestrainer-Posten geäußert. Für Rekord-Nationalspieler und Sky-Experte Lothar Matthäus ist klar: Flick werde gegen den FC Augsburg am 34. Bundesliga-Spieltag dieser Saison zum letzten Mal auf der Bayern-Bank sitzen. "Ich bin überzeugt, dass Hansi Flick nach dieser Saison nicht mehr Bayern-Trainer ist", meinte Matthäus.

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Flick stünde beim Deutschen Fußball-Bund "ganz oben auf der Liste - und dann lange nichts", sagte der frühere Münchner Profi. Bei der deutschen Nationalmannschaft gilt der Münchner Erfolgscoach als heißer Kandidat für die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw nach dem Ende von dessen Amtszeit im Sommer. Flick hat beim FC Bayern eigentlich noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Der deutsche Rekordmeister habe sich laut Matthäus auch schon mit einem Flick-Nachfolger beschäftigt. "Bayern München hat sich auch schon mit Nagelsmann ein bisschen unterhalten - auch über wirtschaftliche Dinge, so viel man weiß", erklärte der Sky-Experte und enthüllte pikante Details.

Dass RB-Coach Nagelsmann im Falle eines Flick-Abgangs zum DFB zu den Kandidaten zählen würde, liegt bei seinen Fähigkeiten, seinen Arbeitsnachweisen in Leipzig und Hoffenheim und bei seiner bayrischen Herkunft auf der Hand. Nagelsmanns Vertrag mit dem Tabellenzweiten ist noch bis 2023 gültig. Eine Ausstiegsklausel, wie sie zuletzt der Gladbacher Trainer Marco Rose und Eintracht-Coach Adi Hütter nutzten, ist darin nicht enthalten. "Julian weiß, was er an uns hat. Wir haben die letzten zwei Jahre sehr erfolgreich zusammengearbeitet", sagte der Leipziger Sportdirektor Markus Krösche zuletzt bei Sky.

RB-Trainer Nagelsmann setzt auf Konsens

Nagelsmann bekräftige vor wenigen Wochen seine hohen Karriere-Ziele. "Natürlich will ich irgendwann ins oberste europäische Regal, weil ich Titel gewinnen und mich beweisen will", sagte der 33-Jährige im Interview der Süddeutschen Zeitung. Den "einen Traumklub" gebe es für ihn aber nicht: "Die 'Top Acht' in Europa kennt eh jeder." Allerdings betonte Nagelsmann erneut, dass er in Leipzig "bei vollem Bewusstsein" bis 2023 unterschrieben habe. "Kann sein, dass mal ein interessanter Verein anfragt. Auch dann werde ich nicht den Fokus auf die aktuelle Arbeit verlieren. Und ich akzeptiere die Haltung meines Vertragspartners", so der RB-Coach. Das heiße nicht, dass er jeden Vertrag seiner Karriere voll erfüllen werde. Es müsse aber einen Konsens geben, also eine Ausstiegsklausel oder eine Einigung. "Wenn's die nicht gibt, dann gibt's die halt nicht."