09. August 2022 / 08:18 Uhr

Matthäus bewertet Transfer-Coup von RB Leipzig: Warum die Werner-Rückkehr für beide Seiten Sinn ergibt

Matthäus bewertet Transfer-Coup von RB Leipzig: Warum die Werner-Rückkehr für beide Seiten Sinn ergibt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Timo Werner (rechts) ist aus Sicht von Lothar Matthäus bei RB Leipzig ein passendes Puzzleteil.
Timo Werner (rechts) ist aus Sicht von Lothar Matthäus bei RB Leipzig ein passendes Puzzleteil. © IMAGO/Sportimage/Sven Simon (Montage)
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RB Leipzig holt mit Timo Werner einen alten Bekannten zurück in die Bundesliga. Am Montag landete der Stürmer bereits in Leipzig, soll dort am Dienstag seinen Vertrag unterschreiben. Für Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus ergibt dieser Schritt Sinn – sowohl für den Klub als auch den Angreifer.

Die Bundesliga bekommt einen Nationalspieler zurück. Timo Werner wird nach Informationen von Bild und Sky am Dienstag einen Fünfjahresvertrag bei seinem früheren Verein RB Leipzig unterschreiben. Am Montagabend landete der 26-Jährige in einer zum RB-Konsortium gehörenden Privatmaschine gegen 20.30 Uhr auf dem Flughafen Leipzig/Halle, stieg anschließend direkt auf dem Rollfeld in eine schwarze Limousine und wurde in ein Hotel in der Leipziger City gebracht. Die Verpflichtung des deutschen Nationalspielers gleicht einem Coup für Leipzig. "Für mich macht der Transfer Sinn – auch für die Zukunft", schreibt Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus in seiner Sky-Kolumne.

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Gemeint ist: Leipzig bekommt in der Offensive eine weitere Alternative mit Bundesliga-Erfahrung dazu. Werner hatte sich bei seinem RB-Engagement zwischen 2016 und 2020 zum gefährlichen Torjäger entwickelt. Doch dies sei nicht der einzige Grund. Auch mit Blick auf eine weitere Personalie sieht Matthäus den Transfer als gelungene Absicherung an. So wird Christopher Nkunku – zuletzt im vom Kicker organisierten Journalistenvotum zu Deutschlands Fußballer des Jahres gekürt – dank seiner starken Leistungen immer wieder mit europäischen Spitzenklubs in Verbindung gebracht. "Man weiß nie, wann Nkunku seine Ausstiegsklausel ziehen wird", warnt auch Matthäus.

Ein Abgang des Leipziger Leistungsträgers, der in der vergangenen Saison in 52 Pflichtspielen 35 Tore und 20 Vorlagen beisteuerte und die Sachsen zum DFB-Pokalsieg führte, sei nur noch eine Frage der Zeit. Für einen solchen wäre der Champions-League-Teilnehmer nun aber gewappnet. "Selbst wenn er keine Klausel im Vertrag hat, wird man ihn irgendwann nicht mehr halten können und dann hat man mit Werner bereits einen Nachfolger. Und bis dahin kann Nkunku gemeinsam mit Werner funktionieren", erklärt Matthäus.

Vorteile sieht der 61-Jährige jedoch in dem Transfer auch für den Spieler selbst, der beim FC Chelsea unter dem deutschen Trainer Thomas Tuchel zuletzt nicht mehr uneingeschränkt zufrieden wirkte. "Die Rückkehr ist auch für Werner gut, denn er wird in Leipzig natürlich mehr Einsatzzeiten erhalten als bei Chelsea. Und damit kann er sich dann für die Nationalmannschaft und Hansi Flick empfehlen, denn auch dort gibt es viele Optionen, auch wenn er vielleicht der einzige echte Mittelstürmer ist. Aber Gnabry kann das spielen, Müller auch, Havertz sowieso", so Matthäus mit Blick auf die WM vom 21. November bis zum 18. Dezember in Katar.

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