07. April 2020 / 12:54 Uhr

Matthäus rät FC Bayern von Sané ab: "Unruhe-und-Bling-Bling-Gefahr" bei Werner "deutlich niedriger"

Matthäus rät FC Bayern von Sané ab: "Unruhe-und-Bling-Bling-Gefahr" bei Werner "deutlich niedriger"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus rät dem FC Bayern zu einem Transfer von Timo Werner (r.). Der Stürmer würde besser zum Meister passen als Leroy Sané.
Lothar Matthäus rät dem FC Bayern zu einem Transfer von Timo Werner (r.). Der Stürmer würde besser zum Meister passen als Leroy Sané. © imago images/Montage
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Leroy Sané, Kai Havertz - oder doch Timo Werner? Der FC Bayern hat im Sommer trotz der Corona-Krise auf dem Transfermarkt die Qual der Wahl. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht Leipzig-Stürmer Werner als exzellente Wahl für den FCB.

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Die Corona-Krise hat auch den FC Bayern München hart erwischt. Der Rekordmeister hat seine Transfer-Planungen auf "Hold" gestellt, setzt in der spielfreien Zeit andere Prioritäten. Doch die jüngste, langfristige Vertragsverlängerung von Trainer Hansi Flick zeigt: beim FCB steht mitnichten alles still. Die Bosse planen weiter den Kader für die kommende Saison - und bekommen in Fragen der Personalplanung nun Empfehlungen von prominenter Seite. Ex-Bayern-Profi Lothar Matthäus hat sich eingeschaltet.

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Der Rekordnationalspieler rät den Bossen des Klubs in seiner Sky-Kolumne von einem erneuten Transfer-Vorstoß bei Leroy Sané ab - weil mit Timo Werner ein anderer Nationalspieler nach seiner Meinung geeigneter sein würde als der Linksaußen von Manchester City. "Man bekommt langsam das Gefühl, dass Flick und auch Kahn eher in Timo Werner den Spieler sehen, der in vielen Belangen besser zu diesem Klub passen könnte", schrieb Matthäus.

Matthäus: Werner "auf dem Feld flexibler" als Sané

Im Vergleich zu Sané sei Werner "auf dem Feld flexibler, sein Charakter entspricht dem Wunschbild der Verantwortlichen möglicherweise ein kleines bisschen mehr. Da ist die Unruhe-und-Bling-Bling-Gefahr deutlich niedriger", betonte Matthäus, der einräumte, auch Sané "großartig" zu finden. Beim FC Bayern soll die Tendenz zuletzt dahin gegangen sein, dass man sich gegen Sané entscheidet - insbesondere nach der Verlängerung mit Flick, der als großer Werner-Fan gilt.

Einen Transfer des Leipzig-Stars hätte der FCB im vergangenen Sommer für schlappe 25 Millionen Euro haben können - man entschied sich jedoch dagegen. Die Begründung lieferte Sportdirektor Hasan Salihamidzic im Januar nach: "Timo Werner braucht mit seiner Schnelligkeit mehr Räume, die hatte er in dem System, das Leipzig gespielt hat", sagte er. Es habe Bedenken gegeben, dass es für den Nationalspieler in der Bayern-Formation kein Platz gegeben hätte. "Timo Werner ist ein guter Spieler, der eine hervorragende Hinrunde gespielt hat. Allerdings haben wir Robert Lewandowski. Robert ist ein Stürmer, der zu unserer Spielweise ideal passt", so Salihamidzic.

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Matthäus: Werner "hat sich nochmal deutlich entwickelt"

Nun wäre Werner wohl für etwa 60 Millionen Euro zu haben - eine Ablöse, die deutlich unter der liegen dürfte, die für Sané zu veranschlagen ist. "Ich hab ohnehin nicht verstanden, warum man ihn nicht verpflichtet hat, als man ihn auf dem Silbertablett angeboten bekam", sagte Matthäus. "Aber lieber spät als nie. Er hat sich in dieser Saison nochmal deutlich entwickelt. (...) Wenn ich mich heute entscheiden müsste, wäre ich an Bayerns Stelle für Timo Werner."