25. April 2021 / 15:41 Uhr

Matthäus: Wolfsburgs Glasner würde gut nach Salzburg passen

Matthäus: Wolfsburgs Glasner würde gut nach Salzburg passen

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bleibt er in Wolfsburg? Lothar Matthäus (kl. Bild) sprach nach dem Spitzenspiel gegen Dortmund über die Zukunft von VfL-Trainer Oliver Glasner.
Bleibt er in Wolfsburg? Lothar Matthäus (kl. Bild) sprach nach dem Spitzenspiel gegen Dortmund über die Zukunft von VfL-Trainer Oliver Glasner.
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Bleibt Oliver Glasner beim VfL Wolfsburg oder verlässt er den Fußball-Bundesligisten nach zwei Jahren? Beim Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund ging es auch um seine Zukunft.

Bleibt Oliver Glasner auch in der neuen Saison VfL-Trainer? Oder macht er von einer Ausstiegsklausel Gebrauch? Die Zukunft des Coaches wird weiterhin viel diskutiert. VfL-Manager Jörg Schmadtke wiederholte am Samstag gegenüber Sky, was er schon vor Wochen mal gesagt hatte: „Wir gehen davon auch, dass wir in dieser Konstellation in die nächste Saison gehen." Sprich, dass Glasner (Vertrag bis 2022) trotz Ausstiegsklausel und trotz der Gerüchte um einen möglichen Abschied VfL-Trainer bleibt. Auch Weltfußballer Lothar Matthäus verfolgt die Lage in Wolfsburg mit großem Interesse.

„Es kann immer viel passieren. Vielleicht bekommt auch Glasner ein Angebot, wenn sich auf dem Trainer-Karussell ein bisschen etwas bewegt“, sagte der Sky-Experte. „Bayern München wird wahrscheinlich einen Trainer für die nächste Saison suchen.“ Und vielleicht komme der aus der Bundesliga. „Glasner hat Salzburg-Vergangenheit. Er würde da auch ganz gut hinpassen, wenn jetzt diese Spekulationen, die einem im Kopf so vor sich gehen, zutreffen. Da passiert einiges. Es muss nur ein Platz frei werden, dann beginnt, das Karussell sich zu drehen.“ Und auf dem könne aufgrund seiner guten Leistungen mit der Mannschaft auch Glasner sitzen. Matthäus: „Er kann ein Kandidat für andere Bundesliga-Vereine sein." Unter anderem war der Österreicher zuletzt mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht worden, zudem gab es recht wilde Spekulationen darüber, er könnte auch ein Kandidat bei den Bayern sein.

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Ob das eingetrübte Verhältnis zwischen Coach und Manager dabei eine Rolle spielt, ließ Glasner selbst im TV-Interview offen. "Wir versuchen beide, den maximalen Erfolg für den VfL Wolfsburg herauszuholen. So ist unser Verhältnis", sagte der Trainer bei Sky. Rückfrage: "Das ist eher nüchtern, oder?" Glasners knappe Antwort: "Ja." Matthäus sagte über das angespannte Verhältnis der beiden, man müsse nicht unbedingt miteinander befreundet sein, um erfolgreich arbeiten zu können: „Ich habe mich früher auch nicht mit jedem Mitspieler gleich gut verstanden. Ich finde es in Ordnung. Man muss sich ab und an auch mal reiben – und wenn der Erfolg da ist und jeder seinen Job im Sinne des Vereins gut macht, dann sollte das auch nicht jede Woche Thema sein.“

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Eine gewisse Streit-Kultur gehöre in diesem Geschäft dazu. Dann kam der Weltmeister von 1990 auf den Transfer-Zoff in der Hinrunde beim VfL zu sprechen. Glasner hatte damals öffentlich die Einkaufspolitik kritisiert. „Wenn man bedenkt, was da vor sieben, acht Monaten los war, als man gedacht hat: Die gehen ganz sicher nicht gemeinsam durch die Saison.“ Doch es kam anders. Matthäus lobt: „Und jetzt stehen sie auf Platz drei in der Bundesliga.“