15. April 2022 / 21:36 Uhr

Ginter über Transfergerüchte, seinen Gladbach-Abschied und das Verhältnis zu Eberl: "Bin nicht nachtragend"

Ginter über Transfergerüchte, seinen Gladbach-Abschied und das Verhältnis zu Eberl: "Bin nicht nachtragend"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Matthias Ginter spricht über die Rolle von Ex-Boss Max Eberl bei seinem Abschied aus Gladbach.
Matthias Ginter spricht über die Rolle von Ex-Boss Max Eberl bei seinem Abschied aus Gladbach. © IMAGO/Sven Simon (Montage)
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Matthias Ginter bestreitet am Samstag sein letztes Rheinderby vor seinem Abschied aus Gladbach. Der Nationalspieler äußert sich in einem Interview über den nahenden Abschied von der Borussia – und welche Rolle dabei Ex‑Boss Max Eberl gespielt hat. Ginter spricht zudem über die Suche nach seinem neuen Klub.

Fünf Jahre lang wird Matthias Ginter am Saisonende für Borussia Mönchengladbach auf dem Platz gestanden haben. Vor dem Rheinderby gegen den 1. FC Köln am Samstag (18.30 Uhr, Sky) blickt der 28 Jahre alte Abwehrspieler auf seine Zeit bei den "Fohlen" zurück, die er als "sehr, sehr positiv" bewertet. Im kommenden Sommer wird Ginter den Klub verlassen. "Es war der absolut richtige Schritt, damals nach drei ganz guten Jahren in Dortmund hierherzukommen", sagte der Innenverteidiger im Sport-1-Interview. Und weiter: "Gemeinsam haben wir in dieser Zeit wirklich viel erlebt, viel erreicht, tolle Abende auch auf europäischer Bühne gehabt."

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Seine Entscheidung, die Gladbacher nach dem Ende der Saison zu verlassen, hat im Umfeld der Borussia für viel Unmut gesorgt. Nachdem die Einigung auf einen neuen Vertrag Ende des vergangenen Jahres noch nicht gelungen war, hatte sich Ginter in die Offensive gewagt und per Instagram seinen Abgang angekündigt. Vor einigen Wochen hatte Ginter im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND+) angesprochen auf eine Verbitterung nach dem Scheitern der Vertragsgespräche erklärt: "Verbittert ist der falsche Ausdruck." Nun sagte der Nationalspieler gegenüber Sport 1, es sei "nicht immer alles perfekt" gelaufen.

"Angebot hatte nichts mit meiner Entscheidung zu tun"

Konkret soll das Verhältnis zwischen Ginter und Ex-Sportchef Max Eberl, das lange Zeit als eng galt, vor allem in den Verhandlungen in die Brüche gegangen sein. Der Gladbacher Profi betonte nun, das sei nicht ausschlaggebend für seinen Abschied gewesen sein: "Wenn ich jetzt alle Einzelheiten der letzten eineinhalb Jahre beleuchten würde, würde das den Rahmen dieses Interviews sprengen. Aber das Angebot, das ich Ende letzten Jahres bekommen habe, hatte nichts mehr mit meiner Entscheidung zu tun. Diese hatte ich aus verschiedenen Gründen schon lange davor getroffen." Kontakt zu Eberl, der sich Anfang des Jahres mit sofortiger Wirkung aus dem Profifußball zurückgezogen hatte, gebe es nicht. Ginter: "Grundsätzlich ist es immer schön, wenn man gut miteinander ist. Jeder Mensch macht Fehler, und ich bin auf keinen Fall in irgendeiner Form nachtragend."

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Sein Trainer Adi Hütter hatte nach den gescheiterten Vertragsverhandlungen kurzzeitig auf seinen Leistungsträger verzichtet. Das habe Ginter durchaus verwundert. "Es war Mitte Januar, die Transferperiode lief also noch zwei Wochen. Ich glaube, jeder hat geahnt, dass es dabei nicht unbedingt nur ums Sportliche ging", sagte er nun rückblickend. Mittlerweile setzt Hütter wieder in aller Regelmäßigkeit auf den Ex-Dortmunder.

Die Suche nach seinem neuen Klub werde derweil "nicht mehr allzu lange dauern", stellte Ginter klar. Der DFB-Star, der sich gute Chancen auf einen Platz im WM-Kader machen kann, wird immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. "Zu konkreten Vereinen oder In- und Auslandsthematiken möchte ich mich erst mal noch zurückhalten", sagte er. Einen feststehenden Wechsel nach München hatte er bereits gegenüber dem RND nicht bestätigen wollen.