17. September 2020 / 15:40 Uhr

Miersdorf/Zeuthen-Kicker Max Brandt: "Ein großer Traum wurde für mich wahr"

Miersdorf/Zeuthen-Kicker Max Brandt: "Ein großer Traum wurde für mich wahr"

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Max Brandt (M.) behauptet sich im Zweikampf  gegen seine beiden Gegenspieler vom SV Falkensee-Finkenkrug. 
Max Brandt (M.) behauptet sich im Zweikampf gegen seine beiden Gegenspieler vom SV Falkensee-Finkenkrug. © Oliver Schwandt
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Brandenburgliga: 23-jähriger Angreifer gab beim Heimspiel gegen den SV Falkensee-Finkenkrug sein Startelf-Debüt für die Eintracht.

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Einen ganz starken Saisonstart legte Max Brandt vom SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen hin. In den ersten drei Saisonpartien in der Fußball-Kreisoberliga Dahme/Fläming gelangen dem Angreifer – der erst vor der Spielzeit 2020/21 zur Eintracht gewechselt war – fünf Treffer für das Reserveteam. Lohn für diese starke Leistung war der Sprung in die erste Mannschaft der Eintracht, für die er am dritten Spieltag seinen ersten Brandenburgliga-Einsatz bestreiten konnte.

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Bei der 0:3-Niederlage beim FSV Bernau wurde der 23-Jährige von Trainer Alexander Schröder in der 73. Minute eingewechselt. Sein Startelf-Debüt gab Brandt im Nachholspiel am vergangenen Sonntag gegen den SV Falkensee-Finkenkrug, welches die Miersdorfer durch ein spätes Tor von Kapitän Jan Wolter (90.+5) mit 3:2 gewannen.

In Bildern: Eintracht Miersdorf/Zeuthen besiegt Falkensee-Finkenkrug.

<b>Eintracht Miersdorf/Zeuthen - SV Falkensee-Finkenkrug 3:2 (1:0)</b> Tore: 1:0 Müller (33.), 1:1 Manneh (63.), 1:2 Buschke (64.), 2:2 Müller (78.), 3:2 Wolter (90+4.). Zuschauer: 164. Zur Galerie
Eintracht Miersdorf/Zeuthen - SV Falkensee-Finkenkrug 3:2 (1:0) Tore: 1:0 Müller (33.), 1:1 Manneh (63.), 1:2 Buschke (64.), 2:2 Müller (78.), 3:2 Wolter (90+4.). Zuschauer: 164. © Oliver Schwandt

„Als mir unser Coach vor dem Duell gegen Falkensee sagte, dass ich beginnen werde, wurde ein großer Traum von mir wahr“, erzählt der Stürmer, der in den 73 Minuten, die er bis zu seiner Auswechslung auf dem Rasen stand, mit sehr viel Lauffreude und Einsatzbereitschaft glänzte. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Brandt sogar die Möglichkeit, einen Treffer zu erzielen, verzog aber aus spitzem Winkel nur knapp.

Eintracht-Trainer Alexander Schröder verspricht sich in der Zukunft noch so einiges von seinem neuen Angreifer. „Max ist ein junger talentierter Spieler für die Offensive, der auch körperlich viel mitbringt. Er besitzt darüber hinaus enormes Entwicklungspotenzial und kann noch viel lernen. Im Spiel gegen Falkensee hat er schon unter Beweis gestellt, dass er den Sprung in die Brandenburgliga packen kann.“

Max Brandt spielte den kompletten Nachwuchs bei der SG Schulzendorf

Angefangen mit dem Kicken hat Brandt, der in Königs Wusterhausen geboren wurde, mit sechs Jahren bei seinem Heimatverein SG Schulzendorf. „Mein erster Trainer war dort Jörg Pianowski, der mich gleich in den Angriff beorderte. Die Position, auf der ich heutzutage immer spiele“, erinnert sich der Eintracht-Akteur an seine ersten Schritte als Fußballer. Bei der SGS durchlief er den kompletten Nachwuchsbereich, bis Brandt in der Saison 2015/2016 seine ersten Partien im Männerbereich absolvierte. „Ich spielte zwei Jahre in der Kreisoberliga, ehe ich nach meinem Abitur für zwei Jahre eine Ausbildung zum Erzieher in Rostock machte, wo ich in dieser Zeit auch gewohnt habe“, berichtet der Schulzendorfer, der an der Ostseeküste für den FSV Nordost (Kreisoberliga) seine Fußballschuhe schnürte.

Seit August lebt Brandt wieder komplett in Schulzendorf, wo er auch eine Arbeitsstelle als Horterzieher gefunden hat. „Meine beiden Kumpels Timm Ole Veit und Djamal Magomaev, die schon einige Zeit in Miersdorf spielen, haben mich überzeugt, ebenfalls bei der Eintracht anzufangen. Da ich mit den beiden zusammen kicken wollte, fiel mir die Entscheidung nicht wirklich schwer. Dass ich es aber so schnell zu Brandenburgliga-Einsätzen schaffe, hätte ich im Vorfeld nicht gedacht,“, sagt Brandt, der in der höchsten Spielklasse deutlich mehr Gas geben muss als drei Klassen tiefer.

„In dieser Liga ist das Tempo unheimlich hoch und ich muss viel mehr laufen als in der Kreisoberliga. Nach 70 Minuten im Match gegen Falkensee habe ich schon gemerkt, dass meine Waden so langsam zu machten, weil ich ständig unterwegs war. Das war zuvor in der Kreisoberliga mit so einer hohen Intensität nicht der Fall.“ Auf seinen dritten Einsatz in der Brandenburgliga muss Brandt noch bis zum fünften Spieltag warten, da er beim Heimspiel gegen Tabellenführer Oranienburger FC Eintracht am kommenden Samstag, dem 19. September, nicht zur Verfügung stehen wird.

„Ich habe in Bremen einen sehr wichtigen Lehrgang. Natürlich wäre ich sehr gerne mit dabei gewesen“, ärgert sich der 23-Jährige, der glaubt, dass seine Mitspieler auch ohne ihn etwas Zählbares gegen den OFC holen werden. „Wir haben einen guten Kader, der durchaus in der Lage ist, auch gegen Oranienburg zu punkten.“