01. November 2020 / 13:14 Uhr

Sportdirektor Max Eberl zu Corona-Folgen: Gladbach "mit einem oder zwei blauen Augen"

Sportdirektor Max Eberl zu Corona-Folgen: Gladbach "mit einem oder zwei blauen Augen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sportdirektor Max Eberl geht davon aus, dass Borussia Mönchengladbach die Coronavirus-Krise finanziell überstehen wird.
Sportdirektor Max Eberl geht davon aus, dass Borussia Mönchengladbach die Coronavirus-Krise finanziell überstehen wird. © imago images/Revierfoto
Anzeige

Sportdirektor Max Eberl ist überzeugt, dass Borussia Mönchengladbach die Coronavirus-Krise wirtschaftlich überstehen wird. "Wir kommen mit einem oder zwei blauen Augen heraus, aber wir kommen heraus", sagte Eberl am Sonntag in der Sendung "Sky 90" des TV-Senders "Sky". 

Für Sportdirektor Max Eberl steht fest, dass Borussia Mönchengladbach die Coronavirus-Krise wirtschaftlich überstehen wird. "Wir kommen mit einem oder zwei blauen Augen heraus, aber wir kommen heraus", sagte Eberl am Sonntag in der Talk-Sendung "Sky 90" des TV-Senders Sky. Für die neuen Einschränkungen, die von der Bundesregierung in der vergangenen Woche beschlossen worden waren und von diesem Montag an gelten, äußerte Eberl losgelöst von der Situation des Profifußballs Verständnis. Der Fußball habe nach dem ersten Lockdown gezeigt, "wie stabil und diszipliniert er agiert", führte der Sportchef aus, fügte aber hinzu: "Am langen Ende sind wir leichtsinnig geworden. Wir haben damit das riskiert, was jetzt beschlossen werden musste."

Anzeige

Eberl: Viele Aufgaben vom Sportdirektor "ganz weit weg"

Eberl betonte, die Bundesligisten seien dankbar dafür, jetzt trotz der neuen Regelungen, die im November unter anderem Kulturveranstaltungen und Amateursportbetrieb verbieten, ohne Zuschauer weiterspielen zu dürfen. Über die Auswirkungen der Pandemie sagte er: "Wir im Fußball sind genauso getroffen wie alle anderen Wirtschaftsunternehmen um uns herum." Man dürfe den Menschen zumindest über den Fernseher weiterhin Unterhaltung bieten. Dass die Stadien in dieser Saison wieder voll werden würden, sei nicht zu erwarten gewesen.

Mehr vom SPORTBUZZER

Zu einem möglichen erneuten teilweisen Gehaltsverzicht der Gladbacher Profis äußerte sich Eberl jedoch zurückhaltend. "Mir ist es zu pauschal, immer gleich die Spieler ins Boot zu holen", sagte der Sportdirektor: "Keiner konnte vor acht Monaten damit rechnen, dass das passiert, was gerade passiert." Gleichwohl versuche der Klub - so wie von Christian Seifert als Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) empfohlen -, Kosten zu senken, wo es möglich ist. "Wir sind ein Verein, der heute nur deswegen da ist, wo er ist, weil wir seit 20 Jahren mit dem spitzen Stift rechnen, um erfolgreich sein zu können", sagte Eberl. Insofern sei die Lage für den Verein, der am Samstag das Bundesliga-Spitzenspiel gegen RB Leipzig mit 1:0 gewonnen hatte, nicht neu.

Neu sind hingegen offenbar einige Aufgaben, die Eberl im Tagesgeschäft gerade begegnen. "Wir haben im Moment wenig mit Fußball zu tun, sondern viel mit Ordnungsamt und Gesundheitsamt." Er hoffe, in eine neue Normalität zurückzukommen, wenn ein Impfstoff da ist, ergänzte er. Zudem müsse er sich darum kümmern, wie viele Gladbacher Mitarbeiter derzeit noch ins Büro kommen können und welche von zu Hause aus arbeiten. "Tagtäglich sind viele Aufgaben zu lösen, die vom Sportdirektor eigentlich ganz weit weg sind", meinte Eberl.

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis