19. September 2020 / 19:06 Uhr

Max Kruse hadert nach Debüt für Union Berlin mit Verletzungspause: "Will niemanden anscheißen"

Max Kruse hadert nach Debüt für Union Berlin mit Verletzungspause: "Will niemanden anscheißen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Kruse gab am Samstag gegen den FC Augsburg sein Debüt für Union Berlin.
Max Kruse gab am Samstag gegen den FC Augsburg sein Debüt für Union Berlin. © imago images/Matthias Koch
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Max Kruse feierte am Samstag seine Bundesliga-Rückkehr und sein Debüt für Union Berlin. Anschließend sprach der 32-Jährige gewohnt offen über seinen Fitnesszustand und juristische Scharmützel mit seinem Ex-Klub Fenerbahce Istanbul.

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Max Kruse ist zurück! 504 Tage nach seinem zuvor letzten Bundesliga-Einsatz für Werder Bremen und dem anschließenden Türkei-Intermezzo bei Fenerbahce Istanbul lief der 32-Jährige am Samstagnachmittag erstmals für seinen neuen Klub Union Berlin in der deutschen Eliteliga auf. Als Joker sollte der Stürmer in den letzten 20 Minuten gegen den FC Augsburg helfen, aus einem 0:1 noch etwas Zählbares zu machen. Zunächst schien dies zu gelingen: Kurz nach Kruses Einwechslung glich Marius Bülter aus. Am Ende hieß es aus der Sicht des Hauptstadtklubs dann aber 1:3.

Nach dem Spiel sprach der Frust aus dem Ex-Nationalspieler - doch nicht primär aufgrund der Niederlage. Kruse würde sein Team gern mehr unterstützen, aber sein Fitnesszustand lässt wohl erstmal keine langen Einsätze zu. Er erklärte bei Sky: "Ich glaube nicht, dass ich bei 100 Prozent bin. Nach sechs Monaten ist das ganz normal. Die Verletzung war sehr ärgerlich, da werde ich zu gegebener Zeit vielleicht auch nochmal drüber reden." Auf Nachfrage wurde der Angreifer dann konkreter: "Die Diagnose war am Anfang sechs Wochen - wenn es dann sechs Monate dauert, kann die Diagnose nicht ganz richtig gewesen sein. Aber ich will hier niemanden anscheißen." Immerhin habe er "keine Schmerzen mehr".

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Die benannte Blessur hatte sich Kruse noch in einem Spiel für Fenerbahce zugezogen. Beim 2:2 Anfang März gegen Denizlispor war er verletzungsbedingt ausgeschieden, anschließend war von Beschädigungen des Außen- und Innenbandes die Rede. Auch das Syndesmoseband könnte betroffen sein, hieß es. Warum der Heilungsprozess schließlich Monate lang dauert, scheint nach Kruses Aussagen vom Samstag fraglich.

Die Verletzungsgeschichte ist jedoch nicht das einzige "Mitbringsel" aus seiner Zeit in Istanbul. Kruses ehemaliger Klub reichte nach Medienberichten eine Klage in Höhe von 18 Millionen Euro bei der FIFA ein. Der Verein will gegen die Kündigung durch den ehemaligen deutschen Nationalspieler vorgehen. Kruse selbst hatte seinerseits Klage bei der FIFA gegen Fenerbahce wegen ausstehender Gehälter von 7,5 Millionen Euro erhoben. Zu den juristischen Scharmützeln sagte der Routinier am Samstag: "Das beschäftigt mich nicht. Dass so etwas kommt, war klar. Ich habe meine Stellungnahme abgegeben. Jetzt liegt es bei der FIFA."