06. August 2020 / 17:37 Uhr

Transfer fix: Max Kruse wechselt nach Werder-Absage zu Union Berlin

Transfer fix: Max Kruse wechselt nach Werder-Absage zu Union Berlin

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Kruse verstärkt Union Berlin.
Max Kruse verstärkt Union Berlin. © Alexander Hassenstein/Getty Images
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Dem 1. FC Union Berlin ist ein echter Transfercoup gelungen: Die Köpenicker können in der neuen Spielzeit auf die Dienste von Angreifer Max Kruse bauen. Der 32-Jährige hatte zuvor Werder Bremen abgesagt.

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Das ist ein echter Transferkracher! Wie der 1. FC Union Berlin am Donnerstag mitteilte, schließt sich Stürmerstar Max Kruse zur neuen Saison dem Team von Urs Fischer an. Schon vor einem Monat berichteten türkische Medien über einen möglichen Wechsel des gebürtigen Reinbekers, der seinen Vertrag bei Fenerbahce Istanbul vor wenigen Monaten wegen ausstehender Gehaltszahlungen aufgelöst hatte.

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"Mit Max Kruse konnten wir einen Spieler verpflichten, der seine Klasse seit Jahren sowohl national, als auch international unter Beweis gestellt hat. Mit seinen Offensivqualitäten und seiner Bundesliga-Erfahrung wird er uns in der neuen Saison helfen, unsere Ziele zu erreichen. Dass ein ablösefreier Spieler dieser Qualität viele Optionen hatte und sich trotz wirtschaftlich deutlich höher dotierter Angebote für Union entschieden hat, freut uns sehr und zeigt, dass Union als Klub mit anderen Werten punkten kann", sagte Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, zur Verpflichtung des 32-Jährigen.

Kruse über Union: "Habe mich sofort wohlgefühlt"

Kruse sagte in der Vereinsmitteilung: „Ich bin glücklich, wieder in der Bundesliga zu spielen und mit Union einen coolen neuen Verein kennenzulernen, der in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung genommen hat. Für mich war es wichtig, zu einem Klub zu wechseln, der mich komplett überzeugt und fordert. Bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen von Union habe ich mich direkt wohlgefühlt, deshalb habe ich mich für Union entschieden.“

Union Berlin machte schon in der vergangenen Bundesliga-Saison gute Erfahrungen mit erfahrenen Spielern wie Christian Gentner oder Neven Subotic, die am Ende auch einen großen Anteil am Klassenerhalt in der ersten Spielzeit in der Beletage des deutschen Fußballs hatten. Dabei ist der Transfer von Kruse jedoch noch höher anzurechnen, da der Linksfuß noch immer zu den besten Angreifern des Landes gehört – auch in Istanbul steuerte Kruse in 20 Spielen sieben Tore und sieben Vorlagen bei.

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Alle Zu- und Abgänge von Union Berlin für die Saison 2020/21: ©

Kruse hatte zuvor seinem Ex-Klub Werder Bremen abgesagt. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass ein Wechsel zurück zu Werder eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit hat", sagte Kruse, der zuletzt bei Fenerbahce Istanbul aktiv war, seinen Vertrag bei den Türken jedoch im Frühjahr vorzeitig kündigte. Das wurde hochgepusht in den vergangenen Wochen, weil bekannt wurde, dass ich Kontakt zu Baumi und Flo (Baumann und Werder-Trainer Florian Kohfeldt, d. Red.) hatte." Zu seinen weiteren Plänen sagte der Ex-Nationalspieler nichts. Er hatte eine Bundesliga-Rückkehr in Aussicht gestellt.

Der Ex-Nationalspieler war im deutschen Fußball zuvor für den FC St. Pauli, den SC Freiburg, Mönchengladbach und den VfL Wolfsburg aktiv. Von 2016 bis 2019 spielte er für den SVW. Für die Bremer schoss er in 94 Spielen 35 Tore.

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Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sollen die Gespräche mit den Bremern über den von Kruse genannten Kontakt hinaus gegangen sein. Der SVW soll dem Stürmer demnach einen konkreten Zweijahres-Vertrag plus Option vorgelegt haben. Zu einer Einigung kam es wohl wegen Kruses Planungen nicht. "Max hat erklärt, was für ihn in den nächsten Jahren wichtig ist. Daher wäre es für uns kein großes Thema gewesen", erklärte Baumann am Mittwoch.