13. März 2021 / 21:40 Uhr

Max Kruse will mit Union nicht in Conference League spielen: "Weiß noch nicht einmal, was das ist"

Max Kruse will mit Union nicht in Conference League spielen: "Weiß noch nicht einmal, was das ist"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Kruse will nicht in der neuen Europa Conference League spielen.
Max Kruse will nicht in der neuen Europa Conference League spielen. © IMAGO/Contrast
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In der kommenden Saison wird es neben der Champions- und Europa League einen weiteren Wettbewerb im europäischen Vereinsfußball geben: Die Europa Conference League feiert ihre Debütsaison – aber wohl ohne Max Kruse. Der Stürmerstar von Union Berlin kann mit dem neuen Sprössling der UEFA nichts anfangen.

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Klartext von Max Kruse: Nach dem 2:1-Sieg seines Teams Union Berlin gegen den 1. FC Köln hat der Ex-Nationalspieler gegen den neuen Europacup-Wettbewerb, der Europa Conference League, ausgeteilt. Die dritte europäische Klubliga hinter Champions- und Europa League, die ab der kommenden Saison eingeführt wird, löst bei Kruse keine Begeisterungsstürme aus: "Europa League hätte ich Bock drauf. Europa Conference League hätte ich irgendwie keinen Bock drauf, ich weiß noch nicht einmal, was das ist", moserte der Torschütze gegen Köln nach der Partie bei Sky. "Da können dann andere spielen."

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Hier eine kleine Nachhilfe für Kruse: Die Einführung der Conference League wurde von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin angetrieben. Dieser preiste den neuen Wettbewerb wie folgt an: "Der neue UEFA-Klubwettbewerb erleichtert den Zugang zum Europapokal mehr denn je. Es wird mehr Spiele für mehr Klubs geben und in den Gruppenphasen werden mehr Verbände als bisher vertreten sein." Mit 32 Teams, die in der Gruppenphase spielen, soll er den internationalen Wettbewerb auch Teams aus kleineren Nationen, die bisher nur wenig Chancen hatten, sich für die Europa League zu qualifizieren, ermöglichen. Gleichzeitig wertet die "3. Liga" des europäischen Klubfußballs die Europa League auf, an der statt 48 künftig nur noch 32 Teams teilnehmen dürfen.

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Aus Deutschland qualifiziert sich der Tabellen-Sechste der Bundesliga für die Playoffs zur Gruppenphase. Gewinnt ein Team, das sich über die Ligaplatzierung ohnehin bereits für die Europa- oder Champions League qualifiziert hat, den DFB-Pokal, wird Platz sieben der Conference-League-Platz. Union liegt als Siebter mit vier Zählern Vorsprung auf Rang acht also in Europa-Kurs – für Kruse sollte es dann aber der richtige sein: "Ich glaube, wir haben genug Wettbewerbe, wenn es jetzt noch einen gibt, dann herzlichen Glückwunsch."



Conference League: Eurofighter Olaf Thon warnt davor, das Rad zu überdrehen

Für Olaf Thon, 1997 Teil der legendären Eurofighter des FC Schalke 04, die den Europa-League-Vorgängerwettbewerb UEFA-Pokal gewannen, kommt der Wettbewerb gerade den kleineren Teams zugute, wie er im Gespräch mit dem SPORTBUZZER sagte: "Es ist ein Anfang, noch weiter das Rad zu drehen, damit man schlechteren Mannschaften den Zugang zum internationalen Geschäft gibt", erklärte die Schalke-Legende. So werde diesen Teams geholfen, "sich international zu messen und Einnahmen zu generieren".

Gleichzeitig warnte Thon aber davor, das Rad komplett zu überdrehen: "Grundsätzlich denke ich, dass die Conference League aufgebläht ist", so der Weltmeister von 1990. Aktuell sei er angesichts der Corona-Lage "sowieso froh, dass Fußball gespielt werden kann, wenn auch mit wenigen Zuschauern wie in England oder keinen hier in Deutschland." Sein Ex-DFB-Teamkollege Lothar Matthäus warb bei Sky dafür, der Conference League eine Chance zu geben: "Es ist ein Wettbewerb, der erst angenommen werden muss", meinte der Rekordnationalspieler. Auch der Nations League der Nationalteams habe er zunächst ablehnend gegenübergestanden – doch mittlerweile sehe er den Sinn.

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