07. August 2020 / 17:23 Uhr

Kommentar zum Transfer von Max Kruse: Die Kirsche auf der Union-Torte

Kommentar zum Transfer von Max Kruse: Die Kirsche auf der Union-Torte

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für RND-Sportchef Heiko Ostendorp ist Union Berlin mit der Verpflichtung von Max Kruse ein Coup gelungen.
Für RND-Sportchef Heiko Ostendorp ist Union Berlin mit der Verpflichtung von Max Kruse ein Coup gelungen. © imago images/Sven Simon
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Am Donnerstag überraschte Union Berlin mit der ablösefreien Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Max Kruse. Für RND-Sportchef Heiko Ostendorp ist den Berlinern mit dem Transfer ein echter Coup gelungen. Dass der Wechsel überhaupt zustande gekommen ist, spreche auch für die Arbeit von Sportdirektor Oliver Ruhnert und Trainer Urs Fischer.

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Eines ist schon jetzt, knapp sechs Wochen vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison, sicher: der 1. FC Union Berlin wird öfter in den Schlagzeilen sein, als jemals zuvor. Mit der Verpflichtung von Max Kruse holen sich die Hauptstädter ein Stück Glamour nach Köpenick. Der ehemalige Nationalspieler kommt gerne mal im tarnfarbenen Maserati zum Training, vergnügt sich an den Pokertischen der umliegenden Casinos und lässt seine Follower bei Instagram inzwischen fast an jedem Schritt seines Alltags teilhaben. Das ist die eine Seite von Max Kruse.

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Auf der anderen Seite ist Union aus sportlicher Sicht ein echter Transfer-Coup gelungen. Denn Kruse bringt etwas auf den Platz, was dem Tabellenelften der vergangenen Saison gefehlt hat – ein spielerisches Element in der Malochertruppe, die bislang vor allem über den Kampf und die Einstellung kam. Kruse kann den Ball halten, verteilen, hat das Auge für den Mitspieler, immer den Drang zum Tor und sucht gerne selbst den Abschluss. Zudem ist der ehemalige Werder-Kapitän ein echter Anführer. Jemand, der die Mannschaft mitreißen kann und die nötige Erfahrung hat – auch für höhere Ansprüche.

Nicht nur sein Ex-Klub Bremen hätte den Offensiv-Allrounder gerne wieder im grün-weißen Dress gesehen, auch andere Bundesligisten buhlten um Kruse. Dass er sich trotz finanziell besserer Angebote für Union entschied, spricht für die tolle Arbeit, die dort seit Jahren geleistet wird – allen voran von Sportdirektor Oliver Ruhnert und Trainer Urs Fischer.

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Das Transfer-Fenster hat in diesem Sommer für einen Tag am 1. Juli und dann wieder ab dem 15. Juli geöffnet. Mit Leroy Sané (zum FC Bayern) und Thomas Meunier (zu Borussia Dortmund) sind schon einige namhafte Transfers über die Bühne gegangen. Der SPORTBUZZER zeigt alle Sommer-Zugänge der Bundesligisten im Überblick. ©

Auch die anderen Verpflichtungen für die kommende Saison sind intelligent und mit Auge getätigt. Bis auf Marius Bülter, der für 1,5 Millionen Euro aus Magdeburg kommt, sind zudem alle Spieler ablösefrei. Gestandene Bundesliga-Profis wie Robin Knoche (Ex-Wolfsburg), Andreas Luthe (FC Augsburg) oder Niko Gießelmann (Fortuna Düsseldorf) bringen Routine mit, aufstrebende Talente wie Cedric Teuchert (Schalke 04) oder Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) werden den Kader zusätzlich verstärken. Kruse aber ist die Kirsche auf der attraktiven Union-Torte. Bei seiner Vorstellung versprach er zudem: "Ich bin nicht hier, um mich um das Nachtleben in Berlin zu kümmern."