12. September 2022 / 16:21 Uhr

Nach Ausbootung beim VfL Wolfsburg: Das sind die Optionen von Max Kruse

Nach Ausbootung beim VfL Wolfsburg: Das sind die Optionen von Max Kruse

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Kruse hat beim VfL Wolfsburg sportlich keine Perspektive mehr.
Max Kruse hat beim VfL Wolfsburg sportlich keine Perspektive mehr. © IMAGO/Bahho Kara/Eibner-Pressefoto (Montage)
Anzeige

Beim VfL Wolfsburg hat Offensiv-Star Max Kruse nach der Ausbootung durch Trainer Niko Kovac sportlich keine Zukunft mehr. Vertragsauflösung und Transfers: Der SPORTBUZZER wirft einen Blick auf die Optionen, die Kruse jetzt hat.

Die Zeit von Ex-Nationalspieler Max Kruse beim VfL Wolfsburg ist sportlich praktisch beendet. Beim 1:0-Sieg der "Wölfe" bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag zählte Kruse nicht zum Kader. Trainer Niko Kovac erklärte anschließend, dass er den Offensivspieler auch in Zukunft nicht mehr berücksichtigen werde. Doch wie sieht die Zukunft von Kruse aus? Kommt es zu einem Transfer? Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), erklärt verschiedene Szenarien.

Anzeige

Vertrag erfüllen

Sportlich die vermutlich am wenigsten reizvolle Option für Kruse: Er erfüllt sein Arbeitspapier, das noch bis Sommer 2023 gilt. Nach Lage der Dinge würde Kruse dann zwar kein Spiel mehr für die VfL-Profis bestreiten, aber weiter trainieren und noch bis Ende Juni sein Gehalt kassieren, das laut Medienberichten bei mehr als drei Millionen Euro brutto jährlich liegen soll. Eine Wende zugunsten von Kruse scheint in Wolfsburg höchstens dann denkbar, wenn sich die sportliche Situation nach dem mäßigen Saisonstart weiter verschlechtern sollte und es zu einem erneuten Trainerwechsel käme. Dass Kruse bei einem möglichen Kovac-Nachfolger eine neue Chance bekäme, erscheint zumindest nicht ausgeschlossen. Nachdem Kovac aber gerade erst den ersten Sieg eingefahren und schon zuvor von den Verantwortlichen um Sportdirektor Marcel Schäfer Rückendeckung erhalten hatte, ist dieses Szenario aktuell unwahrscheinlich.

Vertragsauflösung

Kruses Vertrag in Wolfsburg läuft noch bis zum Saisonende. Eine Voraussetzung für einen sofortigen Transfer zu einem anderen Klub wäre damit zunächst die Auflösung des Vertrags, für die Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bereits plädierte.

Sofortiger Wechsel ins Ausland

Als unter Vertrag stehender Profi könnte Kruse per sofort lediglich in ein Land wechseln, in dem das Transferfenster aktuell noch geöffnet ist. Dies ist in den europäischen Top-Ligen und in vielen anderen Ländern aber nicht der Fall. Möglich indes wäre beispielsweise noch ein Wechsel nach Griechenland oder ins WM-Gastgeberland Katar (beide bis 15. September), auch ein Abenteuer in Australien (bis Dienstag), Saudi-Arabien (bis 17. September) oder Südafrika (bis 22. September) könnte Kruse wagen. Sein Marktwert wird vom Portal transfermarkt.de derzeit auf 3,5 Millionen Euro taxiert.

Anzeige

Transfer im Winter

Ob Vertragsauflösung oder nicht - im Winter hätte Kruse in jedem Fall die Möglichkeit, zu wechseln. Zum 1. Januar öffnet sich in Deutschland, in Europas Top-Ligen und vielen anderen Ländern wieder das Transfer-Fenster. Ist Kruse dann noch an den VfL gebunden, könnte dieser eine Ablösesumme für den 34-Jährigen kassieren - es sei denn, der Klub lässt Kruse aufgrund der nicht gegebenen sportlichen Perspektive und der kurzen Rest-Vertragslaufzeit ablösefrei ziehen.

Vielleicht bekundet einer seiner Ex-Klubs Interesse? Anfang 2022 hatte Kruse überraschend Union Berlin in Richtung Wolfsburg verlassen, obwohl die Köpenicker schon zur Winterpause Chancen auf die Europa-League-Qualifikation hatten und die Niedersachsen gegen den Abstieg spielten. Kruse hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass er nicht nur, aber auch wegen des finanziell reizvollen Angebotes zu dem von Volkswagen unterstützten Klub ging. Schon von 2015 bis 2016 hatte er für die "Wölfe gespielt".

Transfer im Sommer

Zum Saisonende läuft Kruses Kontrakt in Wolfsburg aus. Spätestens dann steht einem ablösefreien Wechsel zu einem anderen Verein im In- oder Ausland nichts mehr im Wege. Vor seinem Wechsel zu Union war Kruse bei Fenerbahce Istanbul aktiv (2019 bis 2020). Mit den Türken führte er zwischenzeitlich einen Rechtsstreit, er hatte dem Klub wegen angeblich ausstehender Gehälter gekündigt. In der Bundesliga kickte Kruse zudem für Werder Bremen (2016 bis 2019), Borussia Mönchengladbach (2013 bis 2015), den SC Freiburg (2012 bis 2013) und den FC St. Pauli (2010 bis 2011).

[Anzeige] Alle Spiele der Fußball WM live und exklusiv in der Konferenz bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.