31. März 2019 / 18:08 Uhr

Aktuell ist nur Messi besser: Deshalb ist Max Kruse für Werder Bremen unersetzlich

Aktuell ist nur Messi besser: Deshalb ist Max Kruse für Werder Bremen unersetzlich

Jan Jüttner
Max Kruse (l.) zeigt sich aktuell in bestechender Form, nur Lionel Messi (r.) war in den letzten Spielen an mehr Toren beteiligt.
Max Kruse (l.) zeigt sich aktuell in bestechender Form, nur Lionel Messi (r.) war in den letzten Spielen an mehr Toren beteiligt. © imago images / Jan Huebner
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Max Kruse ist der Mann der Stunde in der Bundesliga. Der Offensiv-Star des SV Werder Bremen lässt die Grün-Weißen von einer Rückkehr in den Europapokal träumen. Doch im Sommer droht der Abgang des treffsicheren Stürmers.

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Eiskalt vor dem Tor, passsicher im Spielaufbau und dazu noch mit einer exzellenten Technik am Ball. Max Kruse befindet sich aktuell in einer glänzenden Form. Am Samstag beim 3:1-Heimsieg seiner Bremer gegen Mainz 05 legte er in der Anfangsphase der Partie die Führung von Flügelflitzer Milot Rashica mit einem genialen Pass vor. In der zweiten Halbzeit erzielte er noch zwei Treffer selbst und schraubte damit sein Bundesliga-Trefferkonto auf zehn Tore hoch. Dazu legte er in dieser Spielzeit schon neun Tore direkt auf.

Interessant: Kruse war in den letzten fünf Ligaspielen an allen zehn Treffern der Bremer beteiligt. Nur Barça-Superstar Lionel Messi war in diesem Zeitraum aus Europas fünf Topligen besser drauf (11 Torbeteiligungen). Am Samstag schoss der kleine Argentinier den FC Barcelona im Alleingang zum 2:0-Erfolg gegen den Stadtrivalen Espanyol.

Kruse – die personifizierte Lebensversicherung von Werder

Doch was macht den ehemaligen Nationalspieler eigentlich so stark? Der 31-Jährige ist Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Bremer, initiiert so gut wie alle Werder-Angriffe selbst, weicht auf die Flügel aus und verlagert das Spiel klug auf die andere Seite. Dabei hilft ihm seine unglaubliche Ballsicherheit, über die Saison hinaus konnte der technische starke Offensivmann 81 Prozent seiner Pässe an die Mitspieler bringen. Er ist der Erfolgsgarant der Bremer, die in dieser Saison nach jahrelangem Abstiegskampf endlich wieder in den Europa-Pokal wollen. Aktuell sieht es gut aus – Werder steht auf Rang sechs der Liga, ist seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen und kann sich auch über den DFB-Pokal noch für das internationale Geschäft qualifizieren. Am Mittwoch spielen die Bremer gegen den FC Schalke 04 um den Einzug ins Halbfinale – und die Hoffnungen ruhen natürlich auf ihrem Topstürmer Kruse. Unter Bundestrainer Joachim Löw scheint der Topscorer der Bremer trotz bester Leistungen aber weiterhin keine Chance zu haben.

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Doch wie lange wird der ehemalige Wolfsburger noch für den SVW stürmen? Kruses Vertrag läuft im Sommer aus, Werder will den Vertrag natürlich unbedingt verlängern. Doch Kruse zögert, er will im Herbst seiner Karriere noch einmal europäisch spielen. Trotz der aktuell starken Form von Werder kann an der Weser nicht sicher mit dem Erreichen des Saisonziels geplant werden. Trainer Florian Kohfeldt hofft dennoch auf eine Entscheidung pro Werder. „Ich bin optimistisch und habe einen sehr offenen Austausch mit ihm. Ich bin immer ein großer Freund davon, auch ehrlich zu sein. Und wenn Max gewisse Möglichkeiten hat bei anderen großen Vereinen, dann müssen wir darüber reden. Aber auch dann sehe ich uns nicht chancenlos“, sagte Kohfeldt nach dem Galaauftritt von Kruse gegen Mainz.

Kruse-Kumpel Harnik hat Bedenken

Nicht so optimistisch ist dagegen Kruse-Kumpel und Mannschaftskollege Martin Harnik. „Es ist brutal schwer, ihn in dieser Form zu halten. Ich glaube, dass das eine oder andere gute Angebot auf den Tisch kommt“, erklärte Harnik, der auf Anraten von Kruse zu Beginn der Saison von Hannover 96 geholt wurde. Kruse selbst wollte sich nach dem Spiel übrigens nicht zu seiner Zukunft äußern.

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Wechsel ins Ausland?

Der Mann mit der Nummer zehn soll bereits das Interesse des englischen Topvereins Tottenham Hotspur geweckt haben. Auch der italienische Traditionsverein Inter Mailand soll den Spieler auf dem Zettel haben. Was spricht da noch für eine Verlängerun beim SVW? Eindeutig der Wohlfühlfaktor. An der Weser ist Kruse der einzige unangefochtene Stammspieler in der Offensive, Wortführer und Kapitän. Kruse, der als charakterlich nicht immer ganz einfach gilt, könnte als erfahrener Profi in der Zukunft weiter vorangehen. Vielversprechende Talente wie Johannes Eggestein oder Josh Sargent könnten unter dem Vollblutprofi weiter wachsen. Die Zukunft von Werder hängt zu einem großen Teil auch vom besten Spieler der Mannschaft ab.

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