28. Dezember 2020 / 15:55 Uhr

Premier League Inside: Max Meyer bei Crystal Palace vor dem Aus – der leise Abschied des "deutschen Messi"

Premier League Inside: Max Meyer bei Crystal Palace vor dem Aus – der leise Abschied des "deutschen Messi"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Meyer wird Crystal Palace wohl früher oder später verlassen.
Max Meyer wird Crystal Palace wohl früher oder später verlassen. © imago images/Pro Sports Images (Montage)
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Max Meyer galt als eines der größten Talente des deutschen Fußballs. Mit 25 Jahren ist seine Karriere am Tiefpunkt. Er hat seine Chance bei Crystal Palace nicht genutzt, meint SPORTBUZZER-Kolumnist Hendrik Buchheister.

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Gerade hat Max Meyer mal wieder das gemacht, was er doch eigentlich am besten kann: er hat Fußball gespielt. Bei seinem Einsatz über 84 Minuten bei der 2:5-Niederlage von Crystal Palace beim FC Fulham machte er sein erstes Ligaspiel in dieser Saison. Das Problem: es war ein Ligaspiel der U23. Bei den Crystal-Palace-Profis ist der Ex-Schalker mittlerweile komplett außen vor. Mit 25 Jahren ist Meyer am Tiefpunkt seiner Karriere angenommen.

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Viele Beobachter in der Heimat dürften den Niedergang des "deutschen Messi", wie der Mittelfeldspieler einst genannt wurde, mit einer gewissen Befriedigung verfolgen. Der schmutzige Abschied aus Gelsenkirchen im Frühjahr 2018 und die mittlerweile berüchtigte Einschätzung seines Beraters, der "Weltklassespieler" Meyer würde in jeder internationalen Spitzenmannschaft Stammspieler sein, haben sein Image nachhaltig geschädigt. Dass er dann nicht bei Real Madrid, dem FC Barcelona oder dem FC Liverpool landete, sondern bei Crystal Palace, dem schrulligen Außenseiter aus Südlondon, wirkte wie ein schlechter Witz.

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Doch der schlechte Witz hätte eine positive Wendung nehmen können, und zwar dann, wenn sich Meyer in der Mannschaft von Trainer-Oldie Roy Hodgson durchgesetzt hätte. Er hätte sich in der Premier League etablieren und für den Schritt zu einem echten Topklub empfehlen können. Daraus wurde allerdings nichts. Viele Fans machen Hodgson dafür verantwortlich. Sie halten ihm vor, zu sehr auf ältere, robuste Profis zu setzen, und deshalb Meyers Talent zu übersehen.



Spätestens nächsten Sommer dürfte Meyer Palace den Rücken kehren

Das stimmt nur zur Hälfte: Crystal Palace ist in der Tat eine Mannschaft, die auf Erfahrung und Körperlichkeit gebaut ist, trotzdem hatte Meyer seine Chance. In seiner ersten Saison kam er 29 Mal in der Premier League zum Einsatz, in seiner zweiten immerhin noch 17 Mal. Überzeugen konnte er dabei nicht. Der “deutsche Messi” ist den Nachweis schuldig geblieben, dass der Spitzname seine Berechtigung hat. Vielleicht schon in der Transferphase im Januar, spätestens aber am Ende seines Vertrags im Sommer geht seine Karriere bei Crystal Palace deshalb wohl zu Ende. Immerhin: dieser Abschied dürfte deutlich leiser sein als der von Schalke.

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