20. Februar 2020 / 14:25 Uhr

Max Meyer über Schalke-Kontroverse und fehlende Stimmung in England: "Vermisse die Ultra-Szene"

Max Meyer über Schalke-Kontroverse und fehlende Stimmung in England: "Vermisse die Ultra-Szene"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Meyer will noch mindestens bis zum Sommer bei Crystal Palace bleiben. 
Max Meyer will noch mindestens bis zum Sommer bei Crystal Palace bleiben.  © imago images / MB Media Solutions
Anzeige

Der ablösefreie Wechsel von Max Meyer vom FC Schalke zu Crystal Palace hatte im Sommer 2018 für viel Wirbel bei S04 gesorgt. Nun hat der Mittelfeldspieler über seinen Abgang, seine Erfahrungen in der Premier League und eine mögliche Rückkehr in die Bundesliga gesprochen 

Anzeige
Anzeige

Im Juni 2018 verließ Max Meyer die Schalker ablösefrei in Richtung Crystal Palace. Vor allem bei den Fans löste der Wechsel Unverständnis aus, zumal sich die "Königsblauen" finanziell mächtig streckten, um den Vertrag mit dem einstigen Nationalspieler zu verlängern. Sportlich wurde der Wechsel zumindest nicht als Fortschritt bewertet. Doch Meyer bereut den Schritt zum derzeitigen Tabellen-Vierzehnten der Premier League nicht. "Natürlich träumt man bei der Premier League von großen Vereinen wie FC Liverpool oder Manchester United, aber Crystal Palace war die beste Gelegenheit, in diese Liga zu wechseln. Seit ich da bin, habe ich rund 50 Spiele in der besten Liga der Welt gemacht, das ist keine Selbstverständlichkeit. Und ich habe mich weiterentwickelt" sagte Meyer im Interview mit Sport1.

Mehr vom SPORTBUZZER

Doch seit seinem Wechsel durchlief Meyer einige Höhen und Tiefen in England. Zeitweise gehörte er trotz seiner großen Anlagen nicht einmal zum Kader Mannschaft der Londoner. Aktuell kommt er regelmäßig zu Einsätzen und gehört zum Stammpersonal der Londoner. "Ich habe mich als Typ weiterentwickelt. Neue Sprache, neuer Klub, neues Umfeld - die Mannschaft hat eine hohe Qualität, wir haben in dieser schwierigen Liga 30 Punkte nicht einfach so geholt", so der 24 Jährige. "Auch wenn ich nicht immer gespielt habe: Ich lerne immer dazu, auch in negativen Momenten."

Meyer über Schalke-Wechsel: "Ich bereue nichts"

Um Meyers Abschied von Schalke gab es einigen Wirbel. Viele Fans nahmen es dem Eigengewächs übel, dass dieser den Klub ablösefrei verlassen hatte. Eigenes Fehlverhalten kann Meyer jedoch nicht feststellen. "Ich bereue nichts, denn ich denke nicht, dass ich mich damals falsch verhalten habe. Ich habe zu Beginn der Saison 2017/18 schon gesagt, dass ich nach dem Jahr gerne gehen möchte. Dann habe ich gute Leistungen gebracht und Schalke hat reagiert. Man wollte mich ja eigentlich schon im Sommer verkaufen, doch ich entschied mich, noch zu bleiben", so der Premier-League-Spieler.

Diese Deutschen spielen in der Premier League

Leroy Sané, Moritz Leitner und Mesut Özil gehören zum deutschen Premier-League-Kontingent. Doch welche ihrer Landsleute sind noch in Englands Oberhaus am Ball? Zur Galerie
Leroy Sané, Moritz Leitner und Mesut Özil gehören zum deutschen Premier-League-Kontingent. Doch welche ihrer Landsleute sind noch in Englands Oberhaus am Ball? ©
Anzeige

Trotz des sportlichen Reizes der Premier League fehle Meyer vor allem die Stimmung in den englischen Stadien im Vergleich zur Bundesliga. "Ich vermisse die Ultra-Szene aus den deutschen Stadien. Das ist etwas Besonderes und es war immer ein tolles Gefühl, wenn in der Woche nach einem Spiel auf Schalke die Fans beim Training waren. Ultras werden oft kritisch gesehen, aber in Gelsenkirchen hatten sie immer ein gutes Gespür für schwierige Situationen", lobt der Ex-Schalker.

Meyer über Bundesliga-Rückkehr: "Will nichts ausschließen"

Auch bezüglich seiner Zukunft äußerte sich der Mittelfeldmann. Eine Rückkehr in die Bundesliga schließt er zumindest nicht aus. "Ich habe noch anderthalb Jahre Vertrag und werde bis zum Sommer auf jeden Fall noch bei Crystal Palace spielen. Ich fühle mich wirklich sehr wohl", erklärte er und ergänzte: "Aber ich kann und will nichts ausschließen, natürlich kann die Bundesliga mal wieder ein Thema werden."

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt