17. April 2018 / 17:14 Uhr

Maximilian Arnold: "Aktuell ist es schwierig, beim VfL Wolfsburg zu glänzen"

Maximilian Arnold: "Aktuell ist es schwierig, beim VfL Wolfsburg zu glänzen"

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stabilisator: Wolfsburgs Maximilian Arnold zieht derzeit eher im Hintergrund die Fäden beim VfL.
Stabilisator: Wolfsburgs Maximilian Arnold zieht derzeit eher im Hintergrund die Fäden beim VfL. © dpa
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Maximilian Arnold kennt sich aus in Wolfsburg. Das Eigengewächs hat einiges mit dem VfL erlebt: den Pokalsieg, aber auch die Relegion in der vergangenen Saison. Dinge, die den 23-Jährigen geprägt haben - und die dem Klub im Abstiegskampf helfen könnten.

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Wenn es für Maximilian Arnold im Training des VfL Wolfsburg mal nicht so gut läuft, ist das seiner Körpersprache immer noch anzumerken. Ein Ballverlust, ein Fehlpass, ein geblockter Schussversuch oder ein verlorenes Spielchen sind nach wie vor Dinge, die ihn wurmen. Aber er weiß inzwischen besser damit umzugehen, das hat er im Abstiegskampf der vergangenen Saison gelernt. Er wirkt belastbarer, gelöster, fokussiert – und das macht ihn auch für den VfL in der weitestgehend identischen Situation so wertvoll.

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Parallele zu De Bruyne


„Angenehm“, lässt Arnold wissen, „ist die Lage natürlich nicht, das muss man ehrlich so sagen. Aber nach wie vor dürfen wir den geilsten Sport der Welt ausüben – und das sollte man nicht vergessen.“ Es ist ihm anzumerken, dass er mehr Freude als Druck verspürt, wenn der Ball wie am Dienstagmorgen beim Torschusstraining im Winkel einschlägt und Arnold jubelnd abdreht. „Was ich lernen musste, war, gewisse Dinge nicht zu verbissen, zu verärgert zu sehen. Sondern etwas mehr Ruhe und Gelassenheit auf mich wirken zu lassen“, erklärt er – auch wenn er vom Typ eigentlich so sei, wie auch Kevin De Bruyne. „Der konnte auch kein Spiel verlieren.“

Schon sein Berater habe ihm mal gesagt, dass man aus den schlechten sportlichen Situationen mehr Lehren ziehen könnte, als aus den guten, auch wenn es nach Arnolds Geschmack nun auch mal damit gut sein dürfte. „Der Mensch will Erfolg haben und ich möchte auch Erfolg haben“, sagt er. Wie er seinen Anteil daran sieht? „Ich hatte schon bessere Phasen, aber auch schon schlechtere. Es ist nicht so einfach, denn Fußball ist keine Einzelsportart, da ist es schwierig, in einer solchen Situation zu glänzen. Ich bin ja kein Stürmer, der zehn Hütten macht. Grundsätzlich waren es aber zu viele Aufs und Abs.“



Die hatte das Eigengewächs zwar einkalkuliert, „nachdem wir vor der Saison vieles umstrukturiert haben“, aber im zweiten Jahr in Folge Abstiegskampf? Das hatte auch er sich anders vorgestellt. Dass es durch den Mainzer Sieg am Montagabend gegen den SC Freiburg sogar „noch mal enger geworden ist – das ist eigentlich verrückt“, macht den gelasseneren Arnold – Stand jetzt – aber nicht nervös: „Wir haben noch vier Spiele, da ist alles möglich.“

"Nur so schafft man es"


Dabei vertraut er auch auf seine Teamkollegen. „Sie machen mental einen relativ guten Eindruck“, so der flexible Mittelfeldspieler, „und wenn alle verstanden haben, dass wir weiterhin die Bereitschaft aus den letzten Spielen an den Tag legen müssen, ist das sehr wichtig. Denn nur so schafft man es da unten raus.“

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Den nächsten Anlauf nehmen die Wolfsburger also am Freitagabend (20.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach, den Gegner, gegen den der VfL im Hinspiel sein bestes Saisonspiel (3:0) gezeigt hat. „Wenn wir noch mal so spielen, würde ich das klar unterschreiben“, merkt Arnold schmunzelnd an – auch wenn die Partie für ihn schon wieder zu lange her sei. Den Verdacht, dass sich die Mannschaft gegen eine spielerisch stärkere Mannschaft wie die des Wolfsburger Pokalsieger-Coachs Dieter Hecking (zu dem er keinen Kontakt mehr hat) leichter tut, hegt er jedenfalls nicht. „Ich weiß nicht, ob das einfacher ist. Wir sollten uns nicht darauf versteifen, sondern einfach unsere Arbeit verrichten.“ Eine Erkenntnis, die ebenfalls aus der vergangenen Saison stammen dürfte.

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