15. Juli 2019 / 13:39 Uhr

Der vierfache Maximilian Bösche: SC Hemmingen-Westerfeld II wird Stadtmeister

Der vierfache Maximilian Bösche: SC Hemmingen-Westerfeld II wird Stadtmeister

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der SC Hemmingen-Westerfeld II feiert den Pokalsieg.
Der SC Hemmingen-Westerfeld II feiert den Pokalsieg. © Dennis Michelmann
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Im Finale der Hemminger Stadtmeisterschaft war der SV Wilkenburg auf einem guten Weg, erstmals den Titel zu gewinnen, führte mit 1:0 gegen den SC Hemmingen-Westerfeld II. Doch Maximilian Bösche hatte etwas dagegen - und wendete das Blatt mit nicht weniger als vier Treffern.

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Benjamin Weißschuh hat allen Grund zur Freude gehabt. Der Coach des Kreisliga-Aufsteigers SC Hemmingen Westerfeld II durfte miterleben, wie sich seine Mannschaft bei der Stadtmeisterschaft mit zwei überzeugenden Siegen den Pott sicherte. „Das war ein sehr gelungenes Wochenende für uns. Vor allem die zweite Halbzeit beim 4:1 im Endspiel gegen den SV Wilkenburg war wirklich überragend“, schwärmte der Trainer.

Wilkenburger müssen warten

Martin Volkwein, Pressesprecher des Endspielgegners, nahm es mit Humor: „Schade, dass wir es wieder nicht geschafft haben. Aber wir hätten ohnehin keine passende Vitrine für diesen Riesen-Bembel gehabt.“ Der Auftritt im Halbfinale gegen den großen Favoriten SV Arnum habe ihn aber stolz gemacht: „Ich habe eigentlich mit einer haushohen Niederlage gerettet. Doch die Jungs haben sich super verkauft, sich das 1:1 redlich erkämpft. Ein Klassenunterschied war nicht wirklich erkennbar. Im Elfmeterschießen hatten wir dann das nötige Quäntchen Glück.“

Doch diesem Aufwand habe das Team im Finale dann Tribut zollen müssen. „Nach der Pause waren wir deutlich unterlegen, da hat uns die Frische gefehlt.“

Bilder vom Spiel der Hemminger Stadtmeisterschaft zwischen dem SC Hemmingen-Westerfeld II und SV Wilkenburg

Hemmingen Maximilian Bösche (rechts) sucht im Endspiel gegen den SV Wilkenburg den Abschluss. Zur Galerie
Hemmingen Maximilian Bösche (rechts) sucht im Endspiel gegen den SV Wilkenburg den Abschluss. ©

Die Hemminger Reserve entschieden ihr Halbfinale am Freitagabend gegen den Gastgeber SV Eintracht Hiddestorf souverän mit 4:0 für sich. „In der ersten Hälfte haben wir uns gegen einen sehr defensiv eingestellten Gegner noch sehr schwer getan. Da ist uns wenig eingefallen“, gab Weißschuh zu. „Doch nach dem Wechsel haben die Jungs viel zielstrebiger agiert. Wir hätten sogar noch höher gewinnen müssen.“ Die Tore für den SC erzielten Maximilian Bösche (9.), Tomas Sattelmacher (45.), Chris Glockemann (64., Elfmeter) und Lukas Löwer (68.).

Arnumer wirken etwas müde

In der anderen Partie boten die Kreisliga-Kicker aus Wilkenburger dem Bezirksliga-Topteam aus Arnum über die volle Spielzeit Paroli. „Die Arnumer hatten zwar etwas mehr vom Spiel, aber man hat gemerkt, dass sie aufgrund der harten Trainingseinheiten ein bisschen müden waren“, sagte Wilkenburgs Pressesprecher Volkwein. Das sei der eigenen Mannschaft natürlich zugute gekommen.

Den Arnumer Führungstreffer durch Andreas Bült (8.) glich Niklas Römgens aus (25.). Trotz einiger Chancen wollte hüben wie drüben keine weitere Treffer fallen, sodass das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Dort avancierte SVW-Keeper Dominik Di Figlia zum Helden, indem er die Schüsse von Marcel Busch und Thomas Kues parierte.

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Im Finale sollte sich dann der Kräfteverschleiß aufseiten der Wilkenburger bemerkbar machen. „In der ersten Hälfte war es noch einigermaßen ausgeglichen“, resümierte der Hemminger Trainer. „Da haben die Wilkenburger noch gut mitgehalten.“ Der SVW ging durch einen Kopfball von Ben Weitemeier sogar in Führung (25.), doch Bösche gelang kurz vor der Pause der Ausgleich (40.). „Zur Pause hatte ich noch den Traum von einem weiteren Elfmeterschießen“, gab Volkwein zu. „Doch uns ging die Puste aus. Und wir haben Maximilian Bösche einfach nicht in den Griff gekriegt.“

Bösche nutzt seine Freiräume

Dieser nutzte seine Freiräume gnadenlos und ließ noch drei weitere Tore folgen (61., 63., 70.). „Nach der Pause haben wir den Gegner komplett an die Wand gespielt“, freute sich Weißschuh. „Wir waren konditionell stärker, haben extrem gut umgeschaltet und schnell in die Tiefe gespielt.“ Das Ergebnis sei auch in der Höhe verdient. Zum Ende habe das Team sogar noch drei Hundertprozentige liegen gelassen. „Man hat den absoluten Willen der Jungs gespürt.“

Das Spiel um Platz drei wurde zu einer klaren Angelegenheit: Die SV Arnum deklassierte die Eintracht aus Hiddestorf mit 11:0. Die Treffer teilten sich Andreas Kallinich (4), Jakob Angelovski (3), Morten Frerichs (2), Dario Kasumovic und Nascimento Kembo.