13. März 2019 / 15:30 Uhr

Geldsegen dank Maximilian Eggestein? TSV Havelse blickt gebannt nach Bremen

Geldsegen dank Maximilian Eggestein? TSV Havelse blickt gebannt nach Bremen

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Maximilian Eggestein (rechts) hat sich ins Visier renommierter Vereine gespielt. Das könnte sich für seinen Jugendverein TSV Havelse auszahlen. Auch sein Bruder Johannes ist in Garbsen ausgebildet worden.
Maximilian Eggestein (rechts) hat sich ins Visier renommierter Vereine gespielt. Das könnte sich für seinen Jugendverein TSV Havelse auszahlen. Auch sein Bruder Johannes ist in Garbsen ausgebildet worden.
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Sollte Maximilian Eggestein Werder Bremen im Sommer in Richtung Ausland verlassen, verdient sein früherer Jugendverein kräftig mit - dem Solidaritätsmechanismus der FIFA sei Dank. "Wir verfolgen diese Vorgänge mit Interesse", sagt Wolfgang Lange vom TSV Havelse. 

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Ausbildung lohnt sich – das weiß Rot-Weiss Essen, das weiß der TSV Havelse. So kassierte der Regionalligist aus Nordrhein-Westfalen bei den Wechseln von Mesut Özil zu Real Madrid (2010) und zum FC Arsenal (2013) kräftig mit, in Zahlen 270 000 und rund 800 000 Euro. Weil die Essener zwischen 2000 und 2005 maßgeblich an der Ausbildung des früheren Nationalspielers beteiligt waren, bedachte sie die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) mittels des sogenannten Solidaritätsmechanismusses mit einem wahren Geldsegen.

Geldsegen für TSV Havelse?

Und der könnte schon bald auch dem Regionalligisten aus Garbsen bevorstehen – sollten die Eggestein-Brüder den SV Werder Bremen irgendwann einmal verlassen, und, viel wichtiger, dabei auch noch ins Ausland wechseln.

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Der Vertrag von Maximilian Eggestein, seit 2011 bei den Bremern am Ball, läuft im Sommer 2020 aus – wenn der 22-Jährige also nicht an der Weser bleibt und Werder eine Ablösesumme kassieren will, müsste Trainer Florian Kohfeldt ihn in der kommenden Transferperiode ziehen lassen. Das wollen die Bremer allerdings nicht. Die Verträge mit Maximilian und seinem 17 Monate jüngeren Bruder Johannes Eggestein, der seit 2013 bei den Grün-Weißen spielt und dessen Kontrakt bereits im Sommer ausläuft, sollen stattdessen verlängert werden.

Hoffen auf "weise Entscheidung"

„Wir verfolgen diese Vorgänge mit Interesse und hoffen, dass beide eine weise Entscheidung treffen werden“, sagt Wolfgang Lange, stellvertretender Geschäftsführer der Havelser Ligaabteilung. Sein Verein sowie der TSV Schloß Ricklingen sind nach den Bundesligadebüts von Maximilian (29. November 2014) und Johannes Eggestein (26. August 2017) über die Ausbildungsentschädigung des Deutschen Fußball-Bundes bereits bedacht worden.

Richtig lohnen könnte sich für die Havelser aber schon bald der Solidaritätsmechanismus der FIFA, wie eben im Fall von Mesut Özil und Rot-Weiss Essen.

Ein Bild aus ganz alten Tagen: Maximilian Eggestein (rechts) kämpft als Kapitän der Havelser C-Junioren mit Christopher Nagel von der JSG Wunstorf/Frielingen um den Ball.
Ein Bild aus ganz alten Tagen: Maximilian Eggestein (rechts) kämpft als Kapitän der Havelser C-Junioren mit Christopher Nagel von der JSG Wunstorf/Frielingen um den Ball. © Christian Hanke
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Nun dürften die Eggestein-Brüder lange nicht an die Ablösesummen des Weltmeisters von 2014 herankommen, doch auch so könnte ein Wechsel eine wahre Goldgrube für die Havelser werden. Der Solidaritätsmechanismus ist in den neunziger Jahren entstanden, nachdem es zahlreiche brasilianische Talente nach Europa gezogen hatte. Demnach stehen den Garbsenern für die Ausbildung von Maximilian Eggestein zwischen 2011 und 2013 insgesamt 0,5 Prozent der Ablösesumme zu, allerdings nur wenn der 22-Jährige ins Ausland wechseln sollte.

Höherer Anteil bei Johannes

Gemessen an seinem Marktwert von 25 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) wären das immerhin 125 000 Euro. Für seinen Bruder Johannes würde der TSV für drei Jahre Ausbildung sogar 0,75 Prozent des Transfererlöses kassieren, wenn es ihn ins Ausland ziehen sollte.

Und was nicht ist, kann ja noch werden. Der TSV Havelse wusste, was er an den Eggestein-Brüdern hatte, der TSV Havelse weiß, was er an ihnen hat. Ausbildung lohnt sich.

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