04. Juni 2020 / 10:18 Uhr

Ehemaliger BVB-Profi Maximilian Philipp über 20-Millionen-Ablöse: "Das ist mir unangenehm"

Ehemaliger BVB-Profi Maximilian Philipp über 20-Millionen-Ablöse: "Das ist mir unangenehm"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der frühere BVB-Profi Maximilian Philipp (r.) steht seit August 2019 bei Dynamo Moskau unter Vertrag.
Der frühere BVB-Profi Maximilian Philipp (r.) steht seit August 2019 bei Dynamo Moskau unter Vertrag. © 2019 Getty Images
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Der frühere BVB-Profi Maximilian Philipp setzt sich kritisch mit den im Profi-Fußball im Umlauf befindlichen Summen auseinander. Er engagiert selbst engagiert sich über die Initiative "Common Goal" karitativ.

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Maximilian Philipp denkt nicht gern an die Hohe Ablösesumme, die Borussia Dortmund vor zwei Jahren für seinen Wechsel vom SC Freiburg bezahlt hat. "Das ist mir unangenehm. Was könnte man mit 20 Millionen alles machen? Aber wir Spieler können nichts für die Preise, die für uns gezahlt werden. Für mich ist es dennoch viel zu viel", sagte der 26 Jahre alte Angreifer, der inzwischen für Dynamo Moskau spielt, dem Kicker.

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Überhaupt betrachtet Philipp die Unsumme, die im Profi-Fußball im Umlauf sind, kritisch. Die Annahme, dass die Spieler durch die finanziellen Möglichkeiten den Bezug zur Realität verloren hätten, will er aber nicht gelten lassen. "Die Vorurteile wird es immer geben, und natürlich gibt es auch immer wieder Spieler, die durch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit Anlass zur Kritik geben. Aber man sollte nicht alle über einen Kamm scheren und auch nicht einfach nur danach urteilen, wie sich jemand zum Beispiel in den sozialen Medien präsentiert. Ich kenne viele Spieler, die sich sozial engagieren, ohne dass sie es an die große Glocke hängen."

Philipp engagiert sich über "Common Goal"

Der frühere Bundesliga-Profi beteiligt sich wie viele seiner Kollegen an der Initiative "Common Goal", bei der die Spieler ein Prozent ihres Einkommens karitativen Einrichtungen zur Verfügung stellen. Er erklärt: "Ich habe schon früher gespendet, als Fußballer hat man nur einmal die Möglichkeit, etwas von dem Verdienst abzugeben. Ich weiß es sehr zu schätzen, was ich habe, komme nicht aus einer Familie, wo mir das Geld hinterhergeworfen wurde. Jetzt habe ich die Möglichkeit, etwas abzugeben und anderen Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht."

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Sportlich betrachtet, läuft es bei Philipp nach einer eher freudlosen Zeit beim BVB inzwischen wieder besser. Er bereue den Wechsel nach Russland nicht, sagte der Stürmer der für Dynamo in bisher 14 Liga-Einsätzen insgesamt sieben Mal traf. Trotz eines Vertrages bis 2023 denkt Philipp aber auch weiterhin an eine Rückkehr in die Bundesliga. "Ja, auf jeden Fall. Ich bin Deutscher, das ist mein Zuhause. Ich fühle mich hier bei Dynamo sehr wohl, aber die Heimat ist immer noch mal etwas anderes", meinte der frühere U21-Nationalspieler.