23. Januar 2017 / 21:45 Uhr

Mayoral soll länger bleiben: Rebbe will mit Real reden

Mayoral soll länger bleiben: Rebbe will mit Real reden

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Es läuft: Borja Mayoral kommt in Wolfsburg immer besser zurecht. Am Samstag gegen den HSV hatte er den Siegtreffer mit vorbereitet.
Es läuft: Borja Mayoral kommt in Wolfsburg immer besser zurecht. Am Samstag gegen den HSV hatte er den Siegtreffer mit vorbereitet. © Roland Hermstein
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Er freute sich wie ein kleines Kind unterm Weihnachtsbaum, als Mario Gomez den Ball zum 1:0 gegen den Hamburger SV über die Linie drückte. Verständlich, denn auch Borja Mayoral hatte einen großen Anteil am Treffer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten - die Real-Leihgabe hatte das Tor mit vorbereitet.

Der 19-Jährige, der in der Hinrunde gegen Hertha sein erstes VfL-Tor erzielt hatte, kann sich vorstellen, länger in Wolfsburg zu bleiben. Bis zum Saisonende läuft der Leihvertrag noch. „Ich bin glücklich hier“, sagt er selbst. „Am Saisonende wird‘s Gespräche geben, um die beste Lösung für alle Seiten zu finden“, so Mayoral weiter. Die Wolfsburger Verantwortlichen wollen jedoch nicht bis zum Saisonende warten. VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe: „Wir werden demnächst mit Real sprechen und dabei prüfen, ob es möglich ist, Borja über den 30. Juni hinaus bei uns zu behalten.“ Denn Rebbe und auch Trainer Valérien Ismaël sind zufrieden mit der Entwicklung des 19-jährigen Offensivtalents. „Er bringt sich gut ein in die Mannschaft, spielt gut und ist auch noch ein guter Typ“, lobt Rebbe den spanischen U-21-Nationalspieler, der länger mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Doch Mayoral hat das laufintensive Spiel von Trainer Ismaël jetzt verinnerlicht. Unter dem 41-Jährigen ging es für den U-21-Nationalspieler aus Spanien bergauf. „Ich bin glücklich darüber, dass ich mehr Einsatzzeit bekomme“, sagt er.

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Aber so ganz reicht ihm das noch nicht. „Ich versuche jeden Tag hart zu arbeiten, damit ich noch mehr spielen darf.“ Regelmäßig hatte Ismaël den lauffreudigen Stürmer zuletzt eingewechselt - auch am Samstag gegen den HSV. „Der Trainer hat mir vor der Einwechslung gesagt, ich soll so spielen wie immer“, schildert Mayoral schmunzelnd - und kommt auf die Szene vor dem 1:0 zu sprechen. Da hatte er mit Paul-Georges Ntep Doppelpass gespielt. Dass sich beide schon richtig gut verstehen, zeigte diese Szene, aber Mayoral und Ntep verstehen sich auch neben dem Platz bestens, denn der neue VfL-Franzose spricht Spanisch. „Für mich ist das natürlich perfekt, Paul ist nicht nur ein guter Spieler - nein, er ist auch ein großartiger Typ“, so Mayoral, den Freunde gern als fußballverrückt bezeichnen. Nach den Spielen oder den Trainingseinheiten schaltet er nicht ab, sondern guckt Fußball im TV und verfolgt dabei natürlich stets, wie sein Ex-Verein Real Madrid spielt. Am Wochenende haben die Königlichen wie der VfL gewonnen. Mayoral: „Mein Fokus liegt derzeit nicht auf Real Madrid, ich konzentriere mich auf den VfL.“

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