03. Dezember 2022 / 11:47 Uhr

Mbappé, Gakpo und Co. ragen heraus: Das waren die Stars der WM-Gruppenphase

Mbappé, Gakpo und Co. ragen heraus: Das waren die Stars der WM-Gruppenphase

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kylian Mbappé, Cody Gakpo und Bruno Fernandes (v.l.) überragten in der WM-Gruppenphase.
Kylian Mbappé, Cody Gakpo und Bruno Fernandes (v.l.) überragten in der WM-Gruppenphase. © IMAGO/Shutterstock/ANP/NurPhoto (Montage)
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Mit dem Ende der Vorrunde stehen nun alle WM-Achtelfinalisten fest. Einige Spieler konnten sich bereits in den Vordergrund spielen - nicht nur Superstar Kylian Mbappé wusste zu gefallen. Der SPORTBUZZER zeigt fünf Profis, die besonders überzeugen konnten.

Die Gruppenphase der Weltmeisterschaft in Katar ist gespielt und die Achtelfinalteilnehmer stehen fest. Nachdem im Emirat zunächst viel über Themen außerhalb des Platzes diskutiert wurde, bot die Gruppenphase auch sportliche Highlights. Natürlich nicht aus Sicht der deutschen Mannschaft, die sich wie auch Belgien bereits nach der Vorrunde verabschieden musste. Dafür wussten andere Teams zu gefallen: Die Japaner etwa, die in einer schwierigen Gruppe mit dem DFB-Team und den Spaniern obenauf war. Auch einzelne Stars konnten Werbung in eigener Sache machen: Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), blickt auf eine Auswahl von fünf Spielern, die in der Gruppenphase besonders überzeugt haben.

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Kylian Mbappé (23 Jahre, Frankreich)

Mit drei Treffern war Kylian Mbappé maßgeblich am Achtelfinaleinzug Frankreichs beteiligt und ist aktuell zusammen mit vier weiteren Spielern Top-Torjäger des Turniers. Nachdem sein erster Treffer gegen Australien "nur" das 3:1 war und sein Team bereits auf Siegkurs war, entschied er das 2:1 gegen Dänemark mit seinem Doppelpack im Alleingang. Es waren bereits die WM-Treffer fünf bis sieben für den 23 Jahre alten Weltmeister von 2018. Seinem Mitspieler Raphael Varane imponierte dabei nicht nur die offensive Durchschlagskraft: "Kylian kann inzwischen nach hinten arbeiten und tut dies auch. Diese Wege zurück macht er bei PSG nicht in der Form wie bei uns. So hilft er der Mannschaft noch mehr, und den Unterschied in den entscheidenden Situationen macht er sowieso." Auch sein Trainer Didier Deschamps war voll des Lobes für seinen Stürmerstar: "Kylian ist ein Leader. Auf seine Weise. Er ist nicht der Typ, der die lauten Kommandos gibt, aber er geht in dieser Mannschaft vorneweg." Im Achtelfinale gegen Polen bekommt Mbappé am Samstag nun die Gelegenheit, seine vier Treffer bei der WM 2018 schon im vierten Spiel dieses Turniers zu überbieten.

Cody Gakpo (23 Jahre, Niederlande)

In einer ansonsten bisher eher wenig überzeugenden niederländischen Mannschaft war Cody Gakpo einer der wenigen Lichtblicke. Bei seiner ersten WM wusste der 23-Jährige gleich von Beginn an zu überzeugen und leitete mit seinem ersten Turniertreffer kurz vor Schluss den Sieg gegen den Senegal ein. Auch gegen Ecuador (1:1) war es Gakpo, der seiner Mannschaft dank eines frühen Treffers letztlich einen Punkt rettete. Im letzten Gruppenspiel gegen Katar (2:0) gelang ihm dann Historisches: Nie zuvor hatte ein Niederländer in seinen ersten drei WM-Spielen jeweils ein Tor erzielt. Die Tatsache, dass alle seine Treffer "Oranje" die Führung bescherten, macht den Offensivspieler noch wertvoller für Bondscoach Louis van Gaal. Bislang nahm der PSV-Profi die Rolle des niederländischen Rekordtorschützen Memphis Depay ein, der in den ersten beiden Spielen eine Verletzung mit sich trug. Seinen Startelfplatz dürfte Gakpo nach den bisherigen Auftritten in der Ko.-Phase sicher haben.

Bruno Fernandes (28 Jahre, Portugal)

Vor der WM blickten bei den Portugiesen alle auf Cristiano Ronaldo. Doch nun schwingt sich ein anderer auf, zu einem Star in Katar zu werden: Bruno Fernandes. Der offensive Mittelfeldspieler konnte bei dieser WM bereits vier Scorer-Punkte (zwei Tore, zwei Vorlagen) sammeln und stellte unter Beweis, dass er sowohl seine Mitspieler perfekt in Szene setzen als auch selbst torgefährlich werden kann. Und das, obwohl er bisher nur in zwei Partien auf dem Platz stand – gegen Südkorea wurde der 28-Jährige geschont. Für Gesprächsstoff sorgte vor allem sein Flankentor gegen Uruguay, bei dem die FIFA erst am Tag nach dem Spiel Fernandes den Treffer zusprach, weil der vermeintliche Abnehmer Ronaldo nachweislich nicht mehr den Ball berührt hatte. Bei seinem Klub in der Premier League freut man sich angesichts der aktuellen Leistungen schon wieder auf seine Rückkehr: Anders als "CR7" besitzt Fernandes schließlich noch einen gültigen Vertrag bei Manchester United.

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Wojciech Szczesny (32 Jahre, Polen)

Während bei seinem Klub Juventus Turin Krisenstimmung herrscht, läuft es für Wojciech Szczesny in Katar so richtig rund: Der polnische Schlussmann hatte mit zwei gehaltenen Elfmetern und weiteren zahlreichen Paraden maßgeblichen Anteil daran, dass die „Weiß-Roten“ die Vorrunde überstanden und im Achtelfinale stehen – wenn auch etwas schmeichelhaft. Der Keeper hielt in den ersten beiden Spielen gegen Saudi-Arabien (2:0) und Mexiko (0:0) jeweils die Null fest. Auch im letzten Gruppenspiel gegen Argentinien bewahrte er sein Team lange vor dem Rückstand, musste dann in Halbzeit zwei aber doch zweimal hinter sich greifen. Polens Nationaltrainer Czeslaw Michniewicz war schon nach dem zweiten Spiel voll des Lobes für seinen Keeper und sagte: "Ich bin sehr glücklich über seine Leistungen. Ich bin sehr glücklich, dass ich mit ihm zusammen arbeiten kann." Nun trifft der 32 Jahre alte Szczesny mit seinem Team im Achtelfinale auf Frankreich. Im Duell mit dem amtierenden Weltmeister dürfte der Torhüter wieder einiges zu tun bekommen.

Ritsu Doan (24 Jahre, Japan)

Ritsu Doan macht bei der WM in Katar dort weiter, wo er in der Bundesliga beim SC Freiburg zuletzt aufgehört hatte. Der offensive Mittelfeldspieler prägte das Spiel von "Deutschland-Schreck" Japan immer dann, wenn es darauf ankam. Dabei brauchte er nicht allzu viel Spielzeit, um auf sich aufmerksam zu machen: Bei den 2:1-Siegen glänzte Doan jeweils als Einwechselspieler. Sowohl im Spiel gegen Deutschland als auch gegen Spanien schoss der Linksfuß das wichtige zwischenzeitliche 1:1 und brachte "Samurai Blue" so zurück ins Spiel. Mit seiner Spielweise steht der 24-Jährige als Sinnbild für die Japaner, die eine der Turnierüberraschungen der bisherigen WM sind: diszipliniert, quirlig in der Offensive, effizient im Torabschluss, technisch stark und absolut mannschaftsdienlich. Abzuwarten bleibt, ob Doan im Achtelfinale gegen Kroatien wieder von der Bank kommen wird. Bei seinem bisher einzigen Startelfeinsatz gegen Costa Rica setzte es eine 0:1-Niederlage.

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