10. März 2020 / 15:58 Uhr

Handballer vom MBSV Belzig verpassen gegen Dahlewitz eine Überraschung

Handballer vom MBSV Belzig verpassen gegen Dahlewitz eine Überraschung

Jörgen Heller
Märkische Allgemeine Zeitung
Colin Meyer (beim Wurf) und der MBSV, hier im Heimspiel gegen Dahlewitz, ärgerten die Blau-Weißen diesmal noch mehr als im Hinspiel.
Colin Meyer (beim Wurf) und der MBSV, hier im Heimspiel gegen Dahlewitz, ärgerten die Blau-Weißen diesmal noch mehr als im Hinspiel. © Dirk Fröhlich
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Handball Verbandsliga Süd: Die Männer des MBSV Belzig unterliegen beim SV Blau-Weiß Dahlewitz 30:31.

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Nachdem die Handballmänner des Märkischen BSV Belzig das Verbandsliga-Hinspiel gegen den starken SV Blau-Weiß Dahlewitz in der Wiesenburger Sporthalle nur mit zwei Toren verloren hatten, fuhren sie gut besetzt und hochmotiviert, um den momentanen Tabellen-Vierten erneut zu ärgern, nach Dahlewitz. Das gelang ihnen und um Haaresbreite hätten sie auch etwas Zählbares mit nach Hause genommen. Knackpunkt war aber eine Unsportlichkeit des Gastgebers Mitte der zweiten Halbzeit, die durchaus zum Zünglein an der Waage wurde. Letztlich musste sich der MBSV mit 30:31 (16:11) beugen. Trotz des verpassten Auswärtssieges bleibt Belzig aber weiterhin Siebter der Staffel Süd.

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Für das schwere Auswärtsspiel bei den Blau-Weißen, die sich nach der Auflösung des Männerteams von Lok Rangsdorf zu dieser Saison mächtig verstärkt hatten, konnte MBSV-Coach Denis Wandersee wieder auf seinen Spielmacher Jonas Galle bauen. Und auch Hannes Richter streifte nach langer Verletzung erstmals wieder das MBSV-Trikot über.

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Da am vorigen Spieltag zu Hause gegen den SV Chemie Guben 1990 (32:30) die 3:2:1-Deckung so gut funktioniert hatte, wollte Belzigs Coach auch in Dahlewitz auf diese offensive Verteidigungstaktik bauen. „Gegen die uns körperlich klar überlegenen Dahlewitzer Spieler schien mir das als die beste Variante, sie am geordneten Spielaufbau zu hindern“, erklärte Wandersee.

Das funktionierte erneut erstaunlich gut. Seine Startsieben konnte schnell die Führung übernehmen und lag nach fünf Spielminuten bereits mit 5:2 in Front. Belzigs Abwehr arbeitete hoch konzentriert. Zusammen mit ihrem auch an diesem Tag stark aufgelegten MBSV-Keeper Billy Kamradt kamen die Gäste in ihr gefürchtetes Tempospiel. Zudem bauten Wandersees Männer ihre Angriffe geduldig auf und schlossen sie auch oftmals erfolgreich ab, so dass sie zur Pausensirene zur Überraschung der Hausherren mit 16:11 recht deutlich vorne lagen.

Eine Verletzung führt zum Bruch

Während die Gäste nach dem Seitenwechsel genauso weiter machten, versuchte Dahlewitz, diesen Spielwitz mit einer härteren Gangart zu brechen. Etwa in der 45. Minute wurde bei einem Belziger Angriff Maximilian Kernke, der gerade beim Wurf war, derart hart von einem Dahlewitzer Spieler gefoult, dass der MBSV-Mann auf den Arm krachte. Die schmerzliche Diagnose: Ellenbogenbruch, der in dieser Woche noch operiert werden muss.

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Die Brandenburger Helden der Woche der Saison 2019/20. Zur Galerie
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Dass der Täter „nur“ Rot sah, konnte Coach Wandersee überhaupt nicht nachvollziehen. „Für diese klare Vorsätzlichkeit hätte der Schiri auf jeden Fall die Blaue Karte zeigen müssen“, so der MBSV-Trainer. Diese von Wandersee geforderte Ahndung hätte eine Disqualifikation des Spielers mit einem schriftlichem Bericht als Strafe für ein schweres Foul zur Folge gehabt, für das mehrere Spiele Sperre drohen.

Während der Blau-Weiße also relativ ungeschoren davon kam, kam es im Spiel der Gäste zum Bruch. In den folgenden Minuten kam Dahlewitz immer näher heran, da die Gäste in der Abwehr keinen Zugriff mehr bekamen. Zudem kam beim MBSV auch noch Pech im Abschluss dazu. So traf man zweimal die Latte. Und zwei Sekunden vor Spielende kassierte Belzig dann das Tor zum 30:31, das die Auswärtsniederlage besiegelte. „Insgesamt war das eigentlich ein sehr gutes Spiel meiner Jungs, die daraus nun einfach lernen müssen“, hielt Wandersee fest.