16. Februar 2021 / 09:36 Uhr

McKennie, Thiago, Hakimi & Co: So schlagen sich Ex-Bundesliga-Profis im Ausland

McKennie, Thiago, Hakimi & Co: So schlagen sich Ex-Bundesliga-Profis im Ausland

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Weston McKennie gegen Ivan Perisic - ein Duell zweier früherer Bundesliga-Profis in der italienischen Serie. Inzwischen ebenfalls im Ausland beschäftigt: Thiago (l.) und Achraf Hakimi, im Vorjahr noch für Bayern und BVB aktiv.
Weston McKennie gegen Ivan Perisic - ein Duell zweier früherer Bundesliga-Profis in der italienischen Serie. Inzwischen ebenfalls im Ausland beschäftigt: Thiago (l.) und Achraf Hakimi, im Vorjahr noch für Bayern und BVB aktiv. © Getty/Montage
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Champions League und Europa League legen wieder los - und in beiden Ligen gibt es ein Wiedersehen mit Spielern, die in der vergangenen Saison noch das Trikot von Bundesligisten trugen. Wie schlagen sich Thiago, Achraf Hakimi & Co. bei ihren neuen Vereinen? Ein Überblick.

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Die Champions League lässt ihre Winterpause hinter sich: Für deutsche Fußballfans bedeutet das im Achtelfinale nicht nur Daumendrücken mit den Bundesliga-Vertretern FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach, sondern auch ein Wiedersehen mit einigen Spielern, die die deutsche Liga im Sommer verlassen haben und ins Ausland gewechselt sind. Der Ex-Schalker Weston McKennie etwa spielt mit Juventus Turin am Mittwoch beim FC Porto, tags zuvor gastiert mit Thiago Alcantara sogar ein Triple-Sieger mit dem FC Liverpool in Deutschland. Die kriselnden Reds bekommen es mit RB Leipzig zu tun. Der SPORTBUZZER wirft anlässlich des beginnenden Europapokal-Jahres einen Blick auf die Ex-Bundesliga-Profis, die mittlerweile in anderen Top-Ligen aktiv sind.

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Weston McKennie (Juventus Turin): Der mit einer Kaufpflicht von Schalke 04 ausgeliehene US-Amerikaner konnte sich beim italienischen Serienmeister durchsetzen, ist unter Trainer Andrea Pirlo Stammspieler, auch wenn er selten über die vollen 90 Minuten zum Einsatz kommt. Meistens spielt der 22-Jährige im Mittelfeldzentrum, kam aber auch schon auf beiden Außenbahnen zum Einsatz. In der bis dato enttäuschenden Saison der Turiner ist er ein Lichtblick.

Timo Werner und Kai Havertz (FC Chelsea): Die beiden deutschen Nationalspieler waren mit großen Erwartungen aus Leipzig und Leverkusen gekommen, den Durchbruch schafften beide noch nicht. Werner, der bis zum Montagabend exakt 1000 Minuten auf sein fünftes Tor in der Premier League warten musste, glänzte unter Neu-Trainer Thomas Tuchel zuvor immerhin mehrfach als Vorbereiter und ist wieder Stammspieler. Noch blasser blieb in seinen ersten Monaten beim neuen Klub Havertz, der unter Tuchels Vorgänger Frank Lampard oft wie ein Fremdkörper wirkte und zuletzt angeschlagen fehlte.

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Thiago (FC Liverpool): Der Abschied vom FC Bayern hätte mit dem Triple kaum besser sein können - und auch wenn die Münchner die ordnende Hand des filigranen Spaniers bisweilen vermissten, tut sich Thiago in Liverpool schwerer als der FCB ohne ihn. Der 29-Jährige fehlte dem Klopp-Team erst wegen einer Corona-Infektion, dann monatelang mit Knieproblemen. Er leidet auch unter der schlechten Gesamtform der Reds, ist inzwischen aber immerhin fest in der Startelf angekommen. Allerdings ist er noch ohne Torbeteiligung.

Michael Cuisance und Leonardo Balerdi (Olympique Marseille): Ein Talent vom FC Bayern, das andere vom BVB - Marseille shoppte im Sommer ausgiebig bei deutschen Topklubs. Der Erfolg ist durchwachsen: Beim Chaos-Klub, der sich erst kürzlich von Trainer André Villas-Boas getrennt hatte, wird Cuisance zwar regelmäßig eingesetzt, hat allerdings weniger als die Hälfte der Spielminuten absolviert. Ob Marseille seine Kaufoption zwischen 10 und 18 Mio. Euro zieht, dürfte auch davon abhängen, wer neuer OM-Trainer wird. Der vom BVB ausgeliehene Balerdi sitzt von sporadischen Einsätzen abgesehen meistens nur auf der Bank. Am Sonntag sah er gegen Bordeaux wegen einer Notbremse Rot.

Philippe Coutinho (FC Barcelona): Nach dem aus persönlicher Sicht oft wechselhaften Triple-Jahr bei den Bayern kehrte der Brasilianer im Sommer nach Barcelona zurück - wo er nach zunächst starken Ansätzen allerdings oft von Verletzungen zurückgeworfen wurde. Seit dem Jahreswechsel fehlt er mit Problemen am Außenmeniskus. Ausbaufähig.

Ivan Perisic und Achraf Hakimi (Inter Mailand): Ähnlich wie OM machte es auch Inter - einer kam vom FCB, der andere via Real Madrid vom BVB. Wie Coutinho kam auch Perisic nach einer erfolgreichen Saison auf Leihbasis bei den Bayern zurück zu seinem Stammverein, wo er mal startet und mal Joker ist - mit ausbaufähigen Scorer-Werten. Königstransfer Hakimi macht seine Sache besser: Er ist fast immer in der Startelf zu finden und war bereits an elf Toren direkt beteiligt.

Kevin Volland (AS Monaco): Der Tapetenwechsel nach vier Jahren Leverkusen hat sich voll bezahlt gemacht. Unter Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac ist der 28-Jährige nicht nur gesetzt, sondern auch in derart bestechender Form, dass längst wieder Stimmen laut geworden sind, die eine Rückkehr ins DFB-Team fordern. Neben Wissam Ben Yedder ist Volland mit zwölf Toren der beste Torjäger der Mannschaft aus dem Fürstentum, die unter Kovac nach vielen Jahren der Krise wieder oben mitspielen.

Mario Götze, Philipp Max und Adrian Fein (PSV Eindhoven): Das deutsche Trio, aus Dortmund, Augsburg und München verpflichtet, mit gemischter Ausbeute. Während Götze nach starkem Start mit vier Toren und drei Vorlagen in 13 Spielen inzwischen seit fast zwei Monaten mit Leistenproblemen ausfällt, ist Max nicht nur gesetzt, sondern auch torgefährlich (30 Spiele, sechs Tore, neun Assists) und mittlerweile ein mit WM-Chancen ausgestatteter Nationalspieler. Durchwachsen läuft es bei Fein, der nur selten zum Einsatz kommt. Die Kaufoption dürfte dennoch gezogen werden.

Robin Koch (Leeds United): Der aus Freiburg verpflichtete DFB-Verteidiger verschuldete gleich in seinen ersten beiden Spielen zwei Elfmeter, etablierte sich aber in der Startformation von Trainer-Ikone Marcelo Bielsa. Er verletzte sich nach elf Spielen am Knie und fehlt dem starken Aufsteiger seither.

Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon): Ein zweiter Nationalspieler, der aus dem Freiburger Nest den Sprung ins Ausland wagte. Er legte mit acht Toren in 25 Spielen solide los, muss derzeit aber mit einer Verletzung am Fuß passen. Waldschmidt hin oder her - im Titelrennen spielen die Lissaboner angesichts eines schon zweistelligen Rückstands auf den Lokalrivalen Sporting wohl keine Rolle mehr.

Davy Klaassen (Ajax Amsterdam): Klaassen tauschte bei seiner Rückkehr nach Amsterdam Abstiegskampf mit Bremen gegen Titel-Lust mit Ajax. Er gehört zu den besten Spielern der Niederländer, schoss mit acht Treffern die zweitmeisten im gesamten Kader. Mit dem Meister hat er an der Tabellenspitze bereits sechs Punkte Vorsprung auf Eindhoven - bei einem weniger ausgetragenen Spiel.

Nuri Sahin (Antalyaspor): Auch der Ex-Dortmunder verließ Werder im Sommer und wechselte erstmals in das Land, für das er 52 Länderspiele absolvierte. In Antalyaspor ist er an der Seite von Lukas Podolski unumstrittener Stammspieler, verpasste am vorvergangenen Wochenende mit Magenproblemen erstmals ein Ligaspiel.