15. April 2020 / 18:53 Uhr

McLaren-Boss Andreas Seidl mahnt: Corona-Krise ist "finaler Wachruf" für die Formel 1

McLaren-Boss Andreas Seidl mahnt: Corona-Krise ist "finaler Wachruf" für die Formel 1

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Chef des deutschen Rennstalls McLaren wertet die Corona-Krise als Weckruf für die Formel 1.
Der Chef des deutschen Rennstalls McLaren wertet die Corona-Krise als Weckruf für die Formel 1. © imago images/HochZwei/Eibner/Montage
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Der Chef des deutschen Formel-1-Teams McLaren sieht in der Corona-Krise einen Weckruf für die gesamte Königsklasse des Motorsports. Er drängt auf Umdenken und grundsätzliche Veränderungen zum Fortbestand der Formel 1.

Der deutsche McLaren-Teamchef Andreas Seidl hält die Corona-Krise für einen "finalen Wachruf" für die Formel 1. In einer Video-Konferenz am Mittwoch bekräftigte der 44-Jährige die Notwendigkeit von weiteren Sparmaßnahmen, um das Überleben der Motorsport-Königsklasse zu garantieren. In der Blase Formel 1 werde manchmal ignoriert, was draußen passiere, betonte Seidl: "Wir müssen dringend etwas ändern."

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Die Formel 1 müsse für alle Teilnehmer gesünder und nachhaltiger werden. Auch bei den großen Rennställen sei das Verständnis da, dass die Krise einige Teams, wenn nicht sogar die Formel 1 gefährden könne.

Seidl: Budgetobergrenze weiter senken

Seidl bekräftigte dabei auch noch einmal, dass die Budgetobergrenze weiter gesenkt werden müsse. Für die nächste Saison einigten sich die Rennställe mit den Verantwortlichen der Formel 1 und des Automobilweltverbandes auf 175 Millionen US-Dollar (rund 161 Millionen Euro). Fahrergehälter zählen beispielsweise nicht dazu. "Wir wären einverstanden damit, Richtung 100 Millionen zu gehen", sagte Seidl.

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Derzeit ist unklar, wann die Saison gestartet wird und wie viele Rennen stattfinden können. Die Formel-1-Bosse hoffen auf bis zu 18 oder 19 Grand Prix. 22 waren ursprünglich geplant. Seidl warnte aber auch davor, nur die Formel 1 im Blick zu haben. "Wir müssen sehr, sehr vorsichtig sein, bevor wir wieder mit unserem Zirkus aufschlagen." Es gehe darum, keine Kapazitäten auch auf medizinischer Seite, seien es zum Beispiel Corona-Tests zu verbrauchen, die woanders notwendiger seien.