11. Februar 2022 / 06:19 Uhr

Medaillengaranten im Eiskanal: Die Rodel-Erfolge sind eine schöne Tradition

Medaillengaranten im Eiskanal: Die Rodel-Erfolge sind eine schöne Tradition

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
 Das deutsche Rodel-Team brillierte bei den Olympischen Winterspielen in Peking.
Das deutsche Rodel-Team brillierte bei den Olympischen Winterspielen in Peking. © IMAGO/Xinhua/RND (Montage)
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Es gibt Sportarten, da sind die deutschen Teilnehmer bei den Olympischen Spielen einfach ein sicherer Lieferant für Medaillen - auch jetzt wieder in Peking. Dazu gehört das Rodel-Team, deren Sieg eine schöne Tradition ist, wie SPORTBUZZER-Redakteur Stephan Henke findet. 

Was Kanu bei den Sommer- sind die Schlittensportarten bei den Winterspielen: Medaillengaranten. Auch in Peking, genauer gesagt in der Eisrinne im rund 70 Kilometer entfernten Yanqing, führt an den deutschen Kufenassen kein Weg vorbei. Die Rodler haben den beeindruckenden Anfang gemacht und mit dem Team-Gold am Donnerstagabend von den vier möglichen Goldmedaillen alle vier gewonnen. Damit sind sie auch für bislang vier der sechs deutschen Goldgewinne verantwortlich – eine überragende Bilanz.

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Die hat schon Tradition, das zeigt ein Blick auf die Medaillenbilanz, seit Rodeln 1964 olympisch wurde. Von jeweils 16 möglichen Goldmedaillen bei den Männern und Doppelsitzern gewannen die Deutschen – inklusive der DDR-Rodler – je elf pro Disziplin, bei den Frauen sogar zwölf. Und bei der dritten Austragung der Teamstaffel, die erstmals bei den Winterspielen in Sotschi 2014 ins Programm genommen wurde, sogar alle drei.

Bundestrainer Norbert Loch scherzte nach dem Doppelsitzer-Gold, dass man eigentlich die Sportlerinnen und Sportler für eine zweite Mannschaft hätte, die dann ebenfalls um die Medaillen mitfahren könnten. Langweilig wird ihm nicht, „langweilig ist im Sport überhaupt nichts“. Ein Medaillenzähler sei er sowieso nicht. Er kennt nicht die Zahl der Olympiasiege seiner Athleten? „Das ist das Einzige, was ich weiß. Ich schmücke mich damit aber nicht“, sagt der 59-Jährige. Für alle, die es interessiert: Das Team-Gold war der 13. deutsche Rodel-Olympiaerfolg, seit er 2008 Bundestrainer wurde.

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