21. Februar 2018 / 10:29 Uhr

Medien: Skisprung-Trainer Werner Schuster hört auf - Nachfolger soll feststehen

Medien: Skisprung-Trainer Werner Schuster hört auf - Nachfolger soll feststehen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wie lange schwenkt Werner Schuster noch die schwarz-rot-goldene Flagge? Laut Medienberichten möchte der deutsche Skisprung-Trainer seinen Vertrag nicht verlängern.
Wie lange schwenkt Werner Schuster noch die schwarz-rot-goldene Flagge? Laut Medienberichten möchte der deutsche Skisprung-Trainer seinen Vertrag nicht verlängern. © imago
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Nach Informationen der "SPORT BILD" wird DSV-Trainer Werner Schuster seinen Vertrag nicht verlängern - ein namhafter Nachfolger für den Österreicher soll auch schon bereitstehen. 

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Was ist an diesen aktuellen Spekulationen um Werner Schuster wirklich dran? In der aktuellen Ausgabe der SPORT BILD ist zu lesen, dass der 48-Jährige zeitnah Schluss machen wird. "Ich kann nicht seriös zusichern, noch mal einen Olympiazyklus durchzuhalten", wird Schuster zitiert. Der Vertrag des erfolgreichen Skisprung-Trainers läuft noch bis 2019 - einschließlich der Weltmeisterschaft.

Die Karriere von Skisprung-Trainer Werner Schuster

Werner Schuster, Sohn des Skispringers Willy Schuster, war von 1986 bis 1995 seinerseits Skispringer. Während seiner Karriere springt er aber nur selten um die vorderen Plätze mit - sein bestes Karriereresultat ist ein 2. Platz im Weltcup in Sapporo 1988. Zur Galerie
Werner Schuster, Sohn des Skispringers Willy Schuster, war von 1986 bis 1995 seinerseits Skispringer. Während seiner Karriere springt er aber nur selten um die vorderen Plätze mit - sein bestes Karriereresultat ist ein 2. Platz im Weltcup in Sapporo 1988. ©

Für den Deutschen Skiverband (DSV) ist der im nächsten Jahr auslaufende Kontrakt derzeit allerdings kein Thema. Der Sportliche Leiter Horst Hüttel hatte der Deutschen Presse-Agentur versichert, dass man zunächst die Saison beenden und im Herbst einen möglichen neuen Vertrag für den Bundestrainer aushandeln möchte. Im Jahr 2021 würde für den Kleinwalsertaler Schuster in Oberstdorf eine Art Heim-WM auf dem Programm stehen.

Schuster unumstritten - deutsche Springer kämpfen um ihren Coach

Mit dem Hinweis auf dieses sportliche Highlight könnte der Sportlichen Leiter in die Vertragsverhandlungen gehen, wie er selbst bestätigte: "2021 findet in Oberstdorf die WM statt, vielleicht kann man ihn damit locken. Er wohnt ja nicht so weit davon entfernt." Schuster lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Tirol (Mieming). Gegen einen Verbleib als Bundestrainer spricht jedoch, dass der Trainer in Zukunft "mehr Zeit für die Familie" haben möchte.

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Derweil haben sich die deutschen Skispringer nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang für einen langfristigen Verbleib ihres Trainers Werner Schuster stark gemacht. „Wir tun alles dafür, dass er motiviert ist. Alles andere muss sich der DSV überlegen“, sagte Olympiasieger Andreas Wellinger im Deutschen Haus. Im Teamspringen hatte das DSV-Quartett Wellinger, Richard Freitag, Stephan Leyhe und Karl Geiger die Silbermedaille hinter Norwegen erobert. Erstmals in der Zeit Schusters gab es damit beim gleichen Großereignis mindestens eine Medaille im Einzel und eine im Team.

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Natalie Geisenberger, Laura Dahlmeier, Eric Frenzel, Andreas Wellinger: Wir zeigen alle deutschen Medaillen bei den Olympischen Winterspielen 2018. Zur Galerie
Natalie Geisenberger, Laura Dahlmeier, Eric Frenzel, Andreas Wellinger: Wir zeigen alle deutschen Medaillen bei den Olympischen Winterspielen 2018. ©

Schuster-Nachfolger: Wird Horngacher Bundestrainer?

Der 48 Jahre alte Österreicher betreut die deutschen Skispringer seit fast zehn Jahren und hat sie aus der Krise wieder an die Weltspitze geführt. Schuster gilt teamintern als absolut unumstritten. Sollte er seinen Posten tatsächlich niederlegen, würde eine große Lücke entstehen. Diese könnte laut SPORT BILD mit Stefan Horngacher ein Landsmann füllen, der ebenfalls über viel Erfahrung verfügt und bei den Olympischen Spielen 1994 und 1998 als Skispringer mit Österreich jeweils eine Bronzemedaille gewinnen konnte. Aktuell trainiert Horngacher die polnische Skisprung-Mannschaft, für 2019 soll er dem DSV sein Wort gegeben haben.