07. April 2022 / 10:20 Uhr

Mega-Heimserie gegen CFC gerissen: FC Eilenburg vor "Wochen der Wahrheit"

Mega-Heimserie gegen CFC gerissen: FC Eilenburg vor "Wochen der Wahrheit"

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
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Die Spieler des FC Eilenburg kämpften sich ins Spiel, doch haben sich am Ende nicht belohnt. © Thomas Jentzsch
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Der FC Eilenburg bot dem Chemnitzer FC nach anfänglichen Mühen gut Paroli. Die Mannschaft von Trainer Knaubel hatte zwischenzeitlich sogar die Chance auf mehr, doch wurden die Möglichkeiten nicht genutzt. Am Ende verloren die Muldestädter knapp mit 1:2. Es war die erste Niederlage seit dem 1. September im heimischen Ilburg-Stadion.

Eilenburg. Die Hammerspiele gegen Altglienicke, Lok Leipzig, Energie Cottbus und den Chemnitzer FC sind für den FC Eilenburg Geschichte. Fünf der möglichen zwölf Punkte ergatterte die Elf von Nico Knaubel aus diesen vier Spielen. Mindestens einer hätte noch dazu kommen müssen. Die 1:2-Niederlage am Mittwochabend gegen den CFC schmerzte. Trainer Nico Knaubel gab dem Spiel den Titel: „Verschenkte Punkte“. Recht hatte er. In einem Kampfspiel auf Augenhöhe entschied ein Standard zu Gunsten der „Himmelblauen“ aus der Kulturhauptstadt Sachsens.

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Der Treffer von Dominik Pelivan in der 58. Minute beendete gleichzeitig die Traumserie des Aufsteigers. Seit dem 1. September hatten die Nordsachsen in der Festung Ilburg-Stadion kein Spiel mehr verloren. „Natürlich ist das ein kleiner Rückschlag“, gab Knaubel zu. Er glaube aber nicht, dass sein Team dadurch in ein Loch falle. „Unmittelbar nach dem Spiel ging der Blick schon in die Zukunft. Wir werden jetzt die Kräfte bündeln und das Positive rausziehen“.

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Das Tor von Pascal Sauer zum zwischenzeitlichen Ausgleich reichte nicht für den FC Eilenburg. Am Ende musste sich die Knaubel-Elf dem favorisierten Chemnitzer FC 1:2 geschlagen geben. Zur Galerie
Das Tor von Pascal Sauer zum zwischenzeitlichen Ausgleich reichte nicht für den FC Eilenburg. Am Ende musste sich die Knaubel-Elf dem favorisierten Chemnitzer FC 1:2 geschlagen geben. © Thomas Jentzsch

Am Samstag (13 Uhr) geht es nach Halberstadt, Gründonnerstag gastiert der ZFC Meuselwitz im Ilburg-Stadion. Beide Mannschaften stehen in der Tabelle unmittelbar vor den Eilenburgern. „Das sind direkte Konkurrenten. Wir wissen, worum es geht und wollen zeigen, dass wir zurecht in die Liga gehören“, machte der Eilenburger Coach klar. Dass Chemnitz in Eilenburg nicht im Spaziergang gewinnen würde, war CFC-Interimstrainer Christian Tiffert, der vom Praktikanten aufgestiegen ist, klar. „Hier haben andere Mannschaft keine Punkte geholt. Eilenburg hat ein sehr gutes Umschaltspiel“, lobte er die Nordsachsen.

Spiel auf Augenhöhe

Chemnitz war gewarnt und übernahm in den ersten 20 Minuten die Kontrolle. Eilenburg hatte Mühe ins Spiel zu finden. Das könnte auch daran gelegen haben, dass Knaubel mit Blick auf die wichtigen kommenden Spiele heftig rotierte. Adam Fiedler saß unter anderem nur auf der Bank. Philipp Sauer (Hüftprellung) und der formstarke Tzonatan Moutsa (Fleischwunde am Knie) waren gar nicht erst dabei. Dafür bekamen Christoph Jackisch und der Ex-Chemnitzer Kevin Wadewitz Chancen von Beginn an. Wadewitz, der seine gesamte Jugend beim CFC verbracht hatte, wurde zur tragischen Figur. Der „Wadenbeißer“ im Mittelfeld schrubbte unzählige Kilometer, warf sich in jeden Zweikampf, vergab aber auch die beiden größten Torchancen. In der ersten Halbzeit jagte der 20-Jährige den Ball aus sieben Metern freistehend am Tor vorbei. Toni Majetschak hatte wie einst der weiße Brasilianer Ansgar Brinkmann ein Solo gestartet und traumhaft aufgelegt.

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Nach dem Wechsel schob Wadewitz einen abgewehrten Schuss dann aus abseitsverdächtiger Position am Tor vorbei. „Der Junge ist jetzt traurig, aber wir werden ihn wieder aufbauen“, sagte Knaubel, der vor allem mit der kämpferischen Leistung nach dem Rückstand zufrieden sein konnte. Bereits in der 15. Minute war der Favorit nach einer Eingabe und einem „individuellen, taktischen Fehler“ (Knaubel) in Führung gegangen. Eilenburg antwortete schnell. Nach einem Pass von Jackisch jagte Pascal Sauer den Ball trocken ins kurze Eck: 1:1 (22.). Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Das Eilenburg sich das 1:2 im Anschluss an eine Ecke einfing. wurmte Knaubel. Auch die eingewechselten Fiedler, Tim Bunge und Youngster Lennert Möbius konnten das Ruder vor 305 Zuschauern (nur 83 aus Chemnitz) nicht mehr herumreißen.

FC Eilenburg: Naumann – Michael (46. Meseberg), dos Santos, Majetschak, Vogel - Wadewitz, Rücker (79. Stelmak) - Pa. Sauer (53. Fiedler), Baumann (53. Bunge), Jackisch (62. Möbius)- Luis

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