26. Juni 2019 / 17:24 Uhr

Eklat um Megan Rapinoe: Donald Trump greift Kapitänin der US-Frauen hart an

Eklat um Megan Rapinoe: Donald Trump greift Kapitänin der US-Frauen hart an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Megan Rapinoe hat US-Präsident Donald Trump provoziert. Der 73-Jährige holte auf Twitter zum Gegenschlag aus.
Megan Rapinoe hat US-Präsident Donald Trump provoziert. Der 73-Jährige holte auf Twitter zum Gegenschlag aus. © Getty / Xinhua / dpa
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US-Präsident Donald Trump hat sich auf Twitter mit deutlichen Worten an US-Kapitänin Megan Rapinoe gewandt. Die 33-Jährige hatte nach dem Achtelfinal-Sieg des US-Teams einem Besuch bei Trump im Anschluss an die WM eine klare Absage erteilt. Der Präsident findet das gar nicht witzig - und kritisiert Rapinoe scharf.

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Nächste Runde im Zoff zwischen Megan Rapinoe und Donald Trump: Nachdem die Kapitänin der US-Nationalmannschaft der Frauen nach dem WM-Achtelfinale gegen Spanien (2:1) erklärt hatte, im Falle eines Titelgewinns am Ende des Monats nicht zum obligatorischen Empfang ins "beschissene Weiße Haus" zu gehen, konterte US-Präsident Trump die 33-Jährige auf seinem Lieblingsmedium Twitter und holte zum wortreichen Gegenangriff aus.

Gleich drei Tweets adressierte der 73-Jährige an die Adresse von Rapinoe, die mit ihren Aussagen nach dem Spanien-Spiel ihr Missfallen für Trumps Politik zum Ausdruck brachte. Und die haben es durchaus in sich und polarisieren - wie so häufig beim republikanischen Präsidenten - die US-amerikanische Zivilbevölkerung.

Alle bisherigen Weltmeisterteams in der Galerie:

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Seit 1991 gibt es Weltmeisterschaften im Frauenfußball. Wir haben Euch Fotos von allen bisherigen Siegern zusammengestellt - und die besonderen Geschichten rund um die bisherigen Turniere. ©
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Trump kontert Rapinoe-Boykott: "Megan sollte gewinnen, bevor sie redet"

Der SPORTBUZZER zeigt die Tweets von Donald Trump im Wortlaut:

"Die Frauenfußball-Spielerin Megan Rapinoe hat gerade gesagt, dass sie "nicht ins beschissene Weiße Haus kommen will, falls wir gewinnen". Mit Ausnahme der NBA (Basketball-Liga, d. Red.), die Besitzer nicht mehr Besitzer nennen will (bitte erklärt, dass ich gerade die Criminal Justice Reform durchgebracht habe, dass die Arbeitslosigkeit der Schwarzen auf dem niedrigsten Stand in der Geschichte ist und der Armutsindex auf historischem Tiefststand ist), lieben es Ligen und Teams, ins Weiße Haus zu kommen. Ich bin ein großer Fan des amerikanischen Teams und des Frauenfußballs, aber Megan sollte erstmal GEWINNEN bevor sie REDET! Beende den Job! Wir haben Megan und das Team noch nicht eingeladen, aber ich lade nun das TEAM ein, egal, ob sie gewinen oder verlieren. Megan sollte niemals unser Land, das Weiße Haus oder unsere Flagge respektlos behandeln, besonders, da so viel für sie und ihr Team getan wurde. Seid stolz auf die Flagge, die ihr tragt. Die USA schlagen sich GROSSARTIG!"

Trump, der immer wieder mit Absagen und teils heftigem Contra aus der amerikanischen Sportwelt konfrontiert wird, kontert Rapinoes Boykott einer mögliche Siegesfeier im Weißen Haus - die zuletzt auch die Basketball-Teams der NBA ablehnten, mit einer Einladung an die gesamte Mannschaft. Und zwar egal, ob das USWNT (US Women's National Team) den WM-Titel erneut gewinnt oder nicht.

Rapinoe bezieht häufig Stellung und singt die US-Hymne nicht mit

Rapinoe die das US-Team am Montag beim 2:1 über Spanien mit zwei Elfmetern ins WM-Viertelfinale geschossen hatte, bezieht immer wieder politisch Stellung und macht sich damit nicht nur Freunde. Im September 2016 hatte sich Rapinoe als eine der ersten weißen Sportlerinnen dem Protest des Footballers Colin Kaepernick angeschlossen, der sich aus Protest gegen Polizeigewalt und rassistische Diskriminierung bei der US-Nationalhymne hingekniet hatte.

Inzwischen hat der US-Fußballverband seinen Spielerinnen diese Geste verboten - genau wie die NFL. Rapinoe singt die Hymne jedoch nicht mit und steht mit den Armen hinter dem Rücken da, statt die rechte Hand auf das Herz zu legen, wie es sonst bei US-Sportlern üblich ist.

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