23. April 2021 / 21:18 Uhr

Streit um Flick und Salihamidzic: Ex-Profi Scholl kritisiert FC Bayern - "Gerüchte, Verleumdungen, Intrigen"

Streit um Flick und Salihamidzic: Ex-Profi Scholl kritisiert FC Bayern - "Gerüchte, Verleumdungen, Intrigen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der langjährige Bayern-Profi Mehmet Scholl (rechts) hat seinen früheren Klub wegen des Streits zwischen Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic scharf attackiert.
Der langjährige Bayern-Profi Mehmet Scholl (rechts) hat seinen früheren Klub wegen des Streits zwischen Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic scharf attackiert. © IMAGO/Revierfoto/Sven Simon/Sascha Walther/Eibner/Pool (Montage)
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Ex-Profi Mehmet Scholl hat Kritik an seinem langjährigen Klub FC Bayern geübt. Auch er sei in seiner Zeit als Trainer der zweiten Mannschaft "zerrieben worden", sagte Scholl in einem "Bild"-Podcast mit Blick auf den Streit zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic. Es werde mit Gerüchten, Verleumdungen, Intrigen gearbeitet.

Der langjährige Bayern-Profi Mehmet Scholl hat seinen ehemaligen Verein scharf kritisiert und Unverständnis über die jüngsten Streitigkeiten beim FC Bayern München geäußert. "Ich habe ja vor sechs Jahren die zweite Mannschaft trainiert, und ich wurde auch zerrieben durch diese ganzen internen Konflikte“, sagte der 50-Jährige im Podcast „Bayern Insider“ der Bild über den deutschen Rekordmeister. "Da wird gearbeitet mit Gerüchten, Verleumdungen, mit Lügen, Intrigen, alles. Und das zermürbt auf lange Zeit", beklagte der Champions-League-Gewinner von 2001 und Europameister von 1996. "Und wenn du da nicht stabil bist - also miteinander auch, als Verein in der obersten Etage - dann passiert so was, was wir jetzt sehen."

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Den monatelang schwelenden Konflikt zwischen Trainer Hansi Flick und Sportdirektor Hasan Salihamidzic könne er sich eigentlich nicht erklären. "Das sind beides überragende Typen", sagte Scholl. Flick hatte kürzlich seinen Abschiedswunsch zum Saisonende auch öffentlich verkündet und damit die Bayern-Bosse verärgert. Es gehe ein Trainer, "der alles gewonnen hat, der wieder Meister wird", sagte Scholl, "mit einem - eigentlich, so wie ich ihn kenne - Supertypen an der Seite, der Brazzo. Also, das hätte eigentlich funktionieren können und müssen", sagte er zur Beziehung der beiden Protagonisten.

Scholl spielte 15 Jahre lang - von 1992 bis 2007 - für den deutschen Rekordmeister. Schon vor Jahren habe er zu Uli Hoeneß gesagt, es gebe einen großen Fehler in diesem Verein: „Ihr habt zu viel Geld! Ihr könnt jeden Fehler dieser Welt wieder mit Geld beheben“, erzählte Scholl. „Die Bayern-Familie, glaube ich, die gibt's im Kern immer noch. Nur: Es sind so viele neue junge Leute reingedrängt, die das nicht begreifen.“ Der frühere Manager Hoeneß, inzwischen Ehrenpräsident, sei gemeinsam mit dem Noch-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge 40 Jahre lang "die Seele" des Vereins gewesen. "Und wenn die Seele aussteigt und das , was nachkommt, diese Seele nicht verinnerlicht hat, dann wird es schwer", ergänzte Scholl.

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