07. Februar 2020 / 17:49 Uhr

Mehmet Scholl kritisiert Joshua Kimmich: "Greta Thunberg des deutschen Fußballs" - Flick reagiert

Mehmet Scholl kritisiert Joshua Kimmich: "Greta Thunberg des deutschen Fußballs" - Flick reagiert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mehmet Scholl erinnert Bayern-Star Joshua Kimmich an Klima-Aktivistin Greta Thunberg.
Mehmet Scholl erinnert Bayern-Star Joshua Kimmich an Klima-Aktivistin Greta Thunberg. © imago images/Sportfoto Rudel/dpa
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Bayern-Legende Mehmet Scholl stört sich an der Meinungsstärke von FCB-Star Joshua Kimmich. In seiner Radiosendung verglich er den Mittelfeldspieler mit Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Trainer Hansi Flick nimmt seinen Spieler Kimmich in Schutz.

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Joshua Kimmich gehört sicherlich zu den meinungsstärksten Spielern des FC Bayern München. Der 48-fache deutsche Nationalspieler äußert nach Spielen des deutschen Rekordmeisters gerne auch Kritik an der eigenen Mannschaft: "Die Alarmsignale mussten schon angegangen sein. Wer es jetzt noch nicht begriffen hat, der ist komplett auf dem falschen Weg", nahm der 24-Jährige zum Beispiel Anfang Dezember nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach seine Teamkollegen in die Pflicht. Für Bayern-Legende Mehmet Scholl übersteigt Kimmich damit seine Kompetenzen. In seiner Radiosendung "Mehmets Schollplatten" beim Bayrischen Rundfunk kritisierte er den Bayern-Star scharf.

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Scholl über Kimmich: "Er ist derjenige, der mit seinen 24 (Jahren; d. Red.) glaubt, permanent den Finger in irgendeine Wunde legen zu müssen - was ich schwierig finde", sagte der 49-Jährige und fügte an: "Dafür ist er einfach noch nicht gestanden genug." So sei der von Bayern-Trainer Hansi Flick von der Rechtsverteidigerposition ins defensive Mittelfeld beorderte FCB-Stammspieler "kein Schweinsteiger": "Er soll natürlich auch zum Führungsspieler aufgebaut werden. Die Leistung passt einigermaßen. Nur, wo führt es hin?"

Scholl vergleicht Kimmich mit Thunberg: "Alles ein bisschen zu viel für mich"

Scholl zog dabei sogar einen Vergleich mit der Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Die 17-jährige Schwedin setzt sich konsequent für Umweltschutz ein, initiierte die Bewegung "Fridays for Future" und ist nicht scheu, ihre Thesen immer wieder schonungslos offen darzulegen. "Zu Joshua Kimmich ist mir eingefallen, nach diesen ganzen Äußerungen und Interviews: Irgendwie war das alles ein bisschen viel für mich. Und dann hab ich mir überlegt: Er ist die Greta Thunberg des deutschen Fußballs", sagte der ehemalige ARD-Experte.

Am Freitagmittag äußerte sich FCB-Trainer Flick auf der Bayern-Pressekonferenz vor dem Topspiel gegen RB Leipzig nun zur Scholl-Kritik: "Ich habe das selbst nicht gelesen, damit beschäftige ich mich nicht", so der Kovac-Nachfolger bei den Bayern. Er nahm seinen Spieler in Schutz. "Mehmet und ich tauschen uns aber öfter aus, der Austausch ist gut. Joshua Kimmich ist ein wichtiger Spieler. Ich mag Spieler, die voran gehen und eine Meinung haben. Er ist auf einem sehr guten Weg und ich bin mit ihm sehr, sehr zufrieden."

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Schon Bayern-Boss Rummenigge kritisierte Kimmich für scharfe Äußerungen

Scholl ist allerdings nicht der erste, der Kimmich für seine oft harschen Worte kritisiert. Ende September hatte bereits Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge den DFB-Star in die Pflicht genommen. Nachdem Kimmich nach dem 3:2-Sieg über den SC Paderborn "die Art und Weise" des Bayern-Spiels kritisiert hatte ("Wir laufen unserem Anspruch hinterher"), konterte der Bayern-Boss: "Wenn man kritisch ist, muss man die Flagge in die Hand nehmen und nach oben halten. Und dann müssen alle demjenigen hinterher rennen. Dann muss er auch große Leistung liefern"

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