26. Mai 2020 / 19:56 Uhr

Mehmet Scholl kündigt Comeback als Trainer an: "Mit Seilschaften und Intrigen nichts zu tun"

Mehmet Scholl kündigt Comeback als Trainer an: "Mit Seilschaften und Intrigen nichts zu tun"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mehmet Scholl will wieder ins Trainergeschäft zurückkehren.
Mehmet Scholl will wieder ins Trainergeschäft zurückkehren. © imago images/Revierfoto
Anzeige

Der frühere Nationalspieler Mehmet Scholl hat in der Halbzeitpause des Bundesliga-Topspiels zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund seine Rückkehr auf die Trainerbank angekündigt. Allerdings, so der frühere TV-Experte, seien die "Plätze im hohen Fußball eng begrenzt".

Der frühere Bayern-Profi Mehmet Scholl hat in der Halbzeitpause des Bundesliga-Klassikers zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München sein Comeback im bezahlten Fußball angekündigt. "Es ist klar: ich werde wieder als Trainer arbeiten", sagte der ehemalige ARD-Experte, der von 1992 bis 2007 bei den Bayern spielte und an der Säbener Straße auch als Jugendtrainer aktiv war, im TV-Format Bild Live Bundesliga.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Scholl sorgte darüber hinaus mit einigen Andeutungen über das Fußball-Geschäft für Aufsehen. "Die Plätze im hohen Fußball, den ich mir zutraue, sind eng begrenzt. Da wird auch mit Seilschaften und Intrigen gearbeitet, das sind alles Dinge, mit denen ich nichts zu tun habe", betonte der frühere Nationalspieler. Der Trainerposten beim FC Bayern, so Scholl, sei jedoch definitiv "kein realistisches Ziel". Scholl: "Ich werde eine Lücke für mich finden und meinen Weg dann gehen."

TV-Experten: Diese Ex-Profis analysieren Bundesliga, Nationalelf und Europapokal

Auf diese Experten setzt <b>Sky</b> Zur Galerie
Auf diese Experten setzt Sky ©

Scholl: Lag nach ARD-Abschied "nicht auf der faulen Haut"

Der 49-Jährige nahm auch Stellung zur Zeit nach seinem kontroversen Abschied als TV-Experte bei der ARD vor drei Jahren. Er habe in der Zwischenzeit "nicht auf der faulen Haut" gelegen und "viele Dinge gelernt", sagte Scholl. "Ich war ein bisschen satt, was Fußball anging. Ich fand auch die Spiele zum Teil nicht so spannend, dass ich meine Abende dafür opfern wollte." Seit dem Wiederbeginn nach der Corona-Zwangspause merke er jedoch, "dass auch die Spieler wieder Lust haben". Der Klassiker zwischen dem BVB und den Bayern etwa habe "von allen Komponenten genau das, was unseren Sport ausmacht", sagte der gebürtige Karlsruher.

Scholl verließ die ARD 2017 nach einem Eklat: Noch vor Übertragungsbeginn des Confed-Cup-Halbfinals Deutschland gegen Mexiko soll Scholl laut damaligen Medienberichten das ARD-Fernsehstudio in Baden-Baden wegen eines Streits verlassen haben. So wollte die ARD in der Sendung lieber über die Dopinggerüchte rund um die russische Nationalmannschaft berichten, während Scholl gerne über die deutsche Elf gesprochen hätte. Im August 2017 wurde der Vertrag zwischen Scholl und der ARD schließlich aufgelöst. Scholl zog sich daraufhin weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Aktueller ARD-Experte ist nun Bastian Schweinsteiger, der am Sonntag sein Debüt in dieser Funktion in der "Sportschau" gab.